Summer Breeze 2025: Auch der letzte Tag hatte es nochmal in sich!

Der letzte Festivaltag begann ungewöhnlich feurig: Schon mittags bei Heavy Saurus und direkt danach bei Dominum wurden Pyros gezündet. Ein spektakulärer Start in den Tag. Heavy Saurus überzeugten mit einem cleveren Konzept, indem jeder Song auf einer bekannten Melodie oder einem Rockklassiker basierte. Besonders viele Kinder vor der Bühne machten das Konzert zu einem der charmantesten Momente des Festivals.

Dominum aus Nürnberg waren für uns der Favorit des Abends. Die Band trat komplett maskiert auf, was bei den heißen Temperaturen eine echte Belastungsprobe war. Sänger Felix Heldt setzte zusätzlich auf auffällige Kontaktlinsen, jedes Auge in einer anderen Farbe. Musikalisch lieferten Dominum eine energiegeladene Show, die sofort zündete.

Auf der Mainstage folgte mit Annisokay das erste große Highlight des Tages. Trotz der frühen Uhrzeit war die Fläche vor der Bühne brechend voll. Direkt danach spielten Fiddler’s Green, die wir erst kürzlich beim Rösler Open Air gesehen hatten. Also nutzten wir die Gelegenheit, uns parallel bei Stellvris umzuschauen. Dort ging es richtig zur Sache: Die Sängerin eröffnete persönlich die Wall of Death vor der Bühne und dirigierte gleich noch einen Circle Pit hinterher. Ihr Cover von „Starships“ war ein humorvoller Kontrast und passte perfekt ins energiegeladene Set.

Später am Nachmittag boten Vader Death Metal in seiner reinsten Form, während Wind Rose mit Hymnen und Zwergen-Metal das Gelände in eine Feiermeile verwandelten. Perfekt passte dazu ein Phänomen, das sich ab Donnerstag auf dem Infield entwickelt hatte: der „Steinhaufen“. Jeden Tag sammelten Besucher Steine und bauten daraus einen Turm, der lautstark mit „Stein, Stein, Stein“- Rufen zelebriert wurde, sobald ein neuer Stein hinzugefügt wurde. Da das Festival-Personal den Haufen jede Nacht entfernte, wurde er tagsüber immer wieder neu errichtet und wuchs damit zu einem liebgewonnenen Ritual, das den Spirit des Festivals wunderbar einfing.

Einer der meistdiskutierten Auftritte kam von Breakdown of Sanity aus der Schweiz. Ihre Ausgangslage war schwierig: Der reguläre Bassist fiel kurzfristig aus, sodass Ersatzmann André das komplette Set in nur fünf Tagen einstudieren musste. Dass die Band trotzdem ein geschlossenes und mitreißendes Konzert spielte und das unmittelbar vor dem Mega-Act Machine Head, machte die Leistung umso bemerkenswerter.

Ein weiterer Hingucker war April Art auf der Wera Tool Rebel Stage. Der Andrang war so groß, dass im Fotograben kaum noch Bewegung möglich war. Auch außerhalb wirkte es wie ein Magnet: Noch nie zuvor hatten wir über das ganze Festival hinweg so viele Menschen an dieser Bühne gesehen.

Dann der große Abschluss: Machine Head. Schon zu Beginn entlud sich ein gigantisches Feuerwerk über und neben der Bühne, sogar von Hebebühnen aus. Die Setlist bot puren Druck und endete mit einem persönlichen Moment, als ein Bandmitglied seinen Geburtstag mit der Menge feierte. Ein würdiges Finale, das die ohnehin schon euphorische Stimmung auf die Spitze trieb. Das Feuerwerk wurde natürlich in Form von Pyro das ganze Set lang aufrechtgehalten und zum Ende zündete die Band nochmal für einige Minuten richtiges und knallbuntes Feuerwerk. Wie es sich für den Headliner des letzten Tages nun einmal gehört!

Neben diesen Highlights lieferten auch Abbie Falls, Hammer King, Omnium Gatherum und Suffocation starke Shows ab, die den Tag abwechslungsreich machten.

So ging das Summer Breeze Open Air 2025 nach vier Tagen und einem Warmup-Day voller Musik, Pyro, Regen, Sonne und unzähligen Highlights zu Ende: laut, emotional und mitreißend bis zur letzten Minute. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, denn einige Bands sind schonangekündigt worden und lassen unsere Herzen bereits jetzt höher schlagen. Vom 12. - 15. August geht es in Dinkelsbühl mit mehr als 130 Bands in eine neue Runde!

Nachbericht und Fotos von Lukas Pförtsch.

Dieser Artikel wurde am: 20. August 2025 veröffentlicht.

Autor: Nessa Deleto

FOTOS von Summer Breeze

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