Finale beim Wolfszeit Festival. Und das versprach ziemlich wechselhaft zu werden. Den Start des Tage läuteten die Viking Games ein, in denen sich ein Sieger-Team unter mehreren 3-er Rudeln ein goldenes Wolfszeit Ticket für das kommende Jahr erkämpfen konnten.
Im Gegensatz zum Vortag schien das Wetter seinen Kurs tatsächlich weitestgehend geändert zu haben. Zwar waren vereinzelt Regenschauer dabei, jedoch waren den Wölfen auch einige Sonnenmomente vergönnt. Und so lud die Bühne auf dem Infield wieder die Pagan- und Black Metal Fans zu verträumten und härteren Darbietungen ein.
Von Geschichten über alten litauischen Bräuchen, über Sagen aus „zwischen den Welten“, bis hin zu finsterem Black Metal aus Österreich.
Ūkanose, Sagenbringer, Gernotshagen, Belphegor und Ellende. Das Wolfszeit Finale war in vielerlei Hinsicht wieder einmal Unterhaltung der Spitzenklasse,
über eine weite Bandbreite hinweg. Jedoch ein Akt stoch besonders aus dem Lineup hervor, der gewissermaßen einen diskussionsfreudigen Stilwechsel anzeigte: Mittel Alta.
Ganz besonders spannend für mich, die Frage, wie das Wolfsrudel darauf reagiert. Wird der Platz vor der Bühne leer sein, oder gebrochen voll? Ist der humorvolle Ausreißer ein Treffer ins schwarze oder werden die Jungs den Wölfen zum Fraß vorgeworfen? Darauf gibts eine ganz bestimmte Antwort: Beides.
Die Zuschauer waren Großteils tatsächlich in Feierlaune und die meisten anwesenden ließen sich ausgelassen treiben bei den Partyhymnen oder dem Circle Pit. Voll war der Platz für der Stage allerdings nicht, wie bei den eingängigen Genre-Riesen, die den Tag über noch spielten.
Alles in allem also ein für mich - als Wolfszeit Jüngling - ein total liebevolles Festival an einem atemberaubenden Ort mitten im Thüringer Wald. Der Wetterwechsel scheint dort wohl dazu zu gehören, aber welcher Wolf lässt sich davon schon aufhalten?
Nachbericht und Fotos von Marco Liske
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