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Interviews

Veröffentlicht am: November 1st, 2019 | durch Florian Puschke

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„Taking Back Horizons“: Janiz im Interview

Nach 2 Alben ist mit „Taking Back Horizons“ die neue EP der Band Janiz erschienen. Wir haben uns mit den Musikern über die Songs, die Texte und die Zeit im Studio unterhalten.

Hey, wo erwischen wir euch gerade?
Flo: Dusche!
Matthias: Flo wird das restliche Interview nix mehr sagen.
Juli: Balkon

Für alle, die euch noch nicht kennen, bitte stellt euch kurz den Lesern des Tough Magazines vor.
Matthias: Hey, wir sind Janiz.
Juli: Googelt uns, dass lohnt sich.

Wie habt ihr zusammengefunden und seid auf den Bandnamen Janiz gekommen?
Matthias: Janiz war der Künstlername unserer ersten Sängerin. Wir haben uns irgendwann getrennt und den Namen behalten da wir schon ein Demo veröffentlicht hatten und unter dem Namen auch auf Tour waren. Das war riskant, hat aber gut Funktioniert wie wir heute wissen.

Nach zwei Alben erscheint jetzt die neue EP „Taking Back Horizons“ – wie kommt der Titel zustande?
Matthias: Da kannst du im Prinzip alles rein interpretieren was man im allgemeinen mit Horizonten verbindet. Mir fallen da der persönliche Horizont eines jeden ein, den man ständig auf dem Laufenden halten sollte.
Juli: Mir taugt ein Blick zum Horizont auch als Ort der Sehnsucht und Freiheit. Für mich sind das alles Dinge die heute spärlich gesät sind und die wir uns ein Stück weit zurück holen sollten.

Wie liefen die Arbeiten daran und wie kann man sich einen Tag bei euch im Tonstudio vorstellen?
Matthias: Tatsächlich sehr geordnet und Ergebnisorientiert. Es gibt im Vorfeld Demos zu jedem Song, die wir teils zusammen aber oft auch jeder für sich selbst ausarbeitet. Irgendwann werfen wir das zusammen und wenn wir im Studio sind, steht oft zu 90 Prozent fest was wir damit machen wollen.
Juli: Wenn das Gerüst steht und jeder zufrieden ist haben wir einfach mehr Ruhe im Studio an den fehlenden 10 Prozent zu feilen, und da noch mal richtig Kreativ zu werden.

Welche Themen beschäftigen euch aktuell und wie wichtig ist es euch, diese auch in eure Songs einfliessen zu lassen?
Juli: Wir schreiben vor allem über erlebtes. Da kann schon auch mal ein tagesaktuelles Geschehen verarbeitet sein wenn es mich beschäftigt hat. Das wird aber immer Subjektiv und Kryptisch sein, weil es uns vor allem darum geht schöne Geschichten zu erzählen. Auf diesem Wege sind unsere Geschichten schon sehr persönlich, lassen aber Raum für jeden selbst in die Story zu finden, da sie keine plumpe Schilderung von Erlebtem sind sondern schön verpackt werden.

„Breathe“ – wie wichtig ist es, auch mal tief Luft zu holen? Gerade in der heutigen Gesellschaft?
Juli: Für mich ist es sehr wichtig, sonst kann Ich die guten Momente nicht genießen.

„Good in Goodbye“ – muss man heutzutage eiskalt sein, oder sollte man sich viel mehr Zeit füreinander nehmen?
Juli: Viele Beziehungen gehen heutzutage aus dem „ich verpasse etwas“ Modus in die Brüche. Deswegen viel miteinander Reden, sich die Zeit nehmen und nicht gleich Goodbye sagen.
Matthias: Tatsächlich haben wir eine komische Art entwickelt bei der Titel und Inhalt des Songs ganz oft im im Gegensatz stehen. Die Zeile lautet am Ende ´I was never good in goodbye´. Aber so ist der Titel einfach ansprechender.

Ihr habt zwei Singles der EP veröffentlicht, zu „Breathe“ auch ein Video veröffentlicht. Wie ist es für euch, vor der Kamera zu stehen?
Matthias: Ich mag es gar nicht. Mein Ding ist es diese Sachen zu entwickeln und mir Nächte um die Ohren zu schlagen Ideen dafür zu sammeln. Vor meinem geistigen Auge sehe ich das auch nur mit den anderen ablaufen. Ich spiele am Schluss zwar mit, lasse mich aber so wenig wie möglich rein schneiden.
Juli: Ich mag das gern. Es bedeutet natürlich sehr viel Arbeit im voraus und eine gute Absprache, wie die Vorstellungen sind. Bis jetzt sind wir nie enttäuscht worden von unseren Video Ergebnissen.

Was liegt in naher Zukunft bei euch an?
Matthias: Wir planen ungern allzu weit voraus. Solang es uns Spaß macht wollen wir weiter Platten aufnehmen und Konzerte spielen. Was wir uns aber vorgenommen haben ist besser auszuwählen und mehr zu genießen, egal in welchem Bereich.

Was bedeuten euch folgende Wörter?
Familie
Matthias: Die Maske aus dem Alltag abzulegen und sein zu können, wer man ist.
Juli: Ist Alles!

Freunde
Matthias: Es gibt ein paar wenige, die es mit mir aushalten. Ich gebe jeden Tag mein bestes dass das so bleibt.
Juli: Gute Erinnerungen.

Freiheit
Matthias: Alles!
Juli: Wann ich will, was ich will und mit wem ich will.

Vorbilder
Juli: Meine Mama
Matthias: Wenn ich jetzt jemand anderen nenne, ist meine Mama sauer.

Live
Matthias: Lorbeeren ernten.
Juli: Laut!

Tough Magazine
Matthias: Ich versinke vor allem in den Neuerscheinungen. Dass hab ich als Kind schon bei Mainstream Magazinen getan und ich verbringe immer noch Stunden damit zu schauen was Künstler, von denen ich noch nie gehört habe, wieder geiles gemacht haben.

Vielen Dank, die letzten Worte gehören euch!
Juli: Licht, Liebe und Danke.

Interview von Florin im Oktober 2019

Tough-Tipp: „Review „Janiz – Taking Back Horizons“

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