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Festivals

Veröffentlicht am: März 12th, 2019 | durch Florian Puschke

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Festivalbericht: Karben Open Air Winter Edition 2019

Ich hattes es ja schon beim Nachbericht über das Karben Open Air 2018 und auch dem Vorbericht zum Karben Open Air 2019 erwähnt, dass dieses Festival im hessischen Wetteraukreis, die ein oder andere Besonderheit bietet.

Neben der familiären Atmosphäre und einer etwas anderen Herangehensweise bei der Auswahl der Speisen und Getränke, hat dieses Open-Air-Festival (das in der Regel im August stattfindet) noch einen kleinen Ableger: Ein Indoor-Festival.

Gerade Indoor-Festivals gibt es ja nicht so oft und daher waren wir vom Tough Magazine sehr froh, dieses Jahr beim Karben Indoor-Festival dabei sein zu dürfen.

Dieses Jahr (bei der vierten Auflage) bot das Festival ein äußerst buntes Programm mit THE TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM (Pop-Punk-/Electroclash-Band aus Berlin), KILLERPILZE (Indie-Rock aus München), RADIO HAVANNA (Punkrock aus Berlin), LADY MOUSTACHE (Rock aus Frankfurt), DOMI BADE (Singer/Songwriter aus Ranstadt) und EDDY ZINN (Singer/Songwriter aus Frankfurt)

Wie man schon erkennen kann, wird auch beim Indoor-Festival von den Veranstaltern auf eine ausgewogene Mischung geachtet aber auch lokale Acts gefördert.

Beim Indoor-Festival war es so, dass während der Umbaupausen in einem Vorzelt die beiden Liedermacher Eddy Zinn und Domi Bade einige Songs darboten und dieses vom Publikum super aufgenommen wurde.

Domi Bade spielte hier beim Karben sein 351. Konzert (praktisch gesehen Teil 1 und Teil 2, da er zweimal auftrat). Sicherlich hätte er sogar ein weiteres Mal auftreten können, denn seine Songs, die Mut machen, etwas Gesellschaftskritik und vor allem ganz viel Lebenslust vermitteln, kommen super an und er schaffte es, alleine mit der Gitarre und einer sehr guten Stimme, das Publikum prächtig zu unterhalten.

Ich werde den guten Domi Bade mal im Auge behalten.

Auch bei den Hauptacts war in der Halle eine top Stimmung und es fällt schwer, hier wirklich auf jedes Highlight einzugehen.

Ich persönlich fand an diesem Abend sowohl Radio Havanna als auch die Killerpilze bärenstark.

Beide spielten sich durch ein Set, das nach einer Stunde gerne weiter gehen dürfte, aber bei Festivals ist die Spielzeit ja vorgegeben.

So erlebten wir bei Radio Havanna unter anderem Knaller wie „Flüstern, Rufen, Schreien“, „Hompophobes Arschloch“, „Mein Name ist Mensch“, „Feuer“, „Faust Hoch“, „Schwarzfahrer“, „Phönix“, „Anti Alles“, „Raketen“, und „Kaputt“.

Hierbei muss man betonen, dass die Jungs aus Berlin, auch trotz beschränkter Spielzeit, nicht auf den (obligatorischen) Schnapsausschank, die Anti-Fa-Fahne und den unfassbaren Supermann verzichteten. Auch wenn diesmal der Supermann nicht direkt abhob, war es ein super Auftritt, der natürlich auch eine Konfettikanone beinhaltete.

Ob Fichtes Ankündigung, Karben leer zu trinken, durchgezogen wurde weiß ich nicht. Ich vermute es aber fast.

Was ich aber genau weiß, und das ist typisch für dieses Festival, dass Radio Havanna nach dem Konzert noch gut gelaunt im Freien mit den Zuschauern sprachen und ein große Fan-Nähe offenbarten.

Gleiches gilt im Übrigen für die Killerpilze, die sich nach ihrem Auftritt noch lange am Merchandising Stand aufhielten und Autogrammwünsche der Zuschauer erfüllten.

Auch ihr Set war geprägt von vielen Hits ihrer mittlerweile schon 17-jährigen Karriere.

Und so gab es hier Nummern aus allen Schaffensphasen der immer noch jungen Band, die gut gelaunt Stücke wie „Stadt“, „Lauf“, „Drei / Schrei“, „Grell“, „Rendezvous“, „Atomic“, das irgendwie allseits bekannte „Richtig scheiße“, „Immer noch jung“, „Springt hoch“, „Kommkomm.com“ sowie „Ohne dich“. Die Band begeisterte vor allem dadurch, dass sie das Publikum sehr schnell in ihren Bann zog und viele lächelnde Gesichter hinterlass.

Feiernde Menschen gingen den Aufforderungen der Killerpilze nach und die Chemie zwischen Publikum und Band passte von der ersten bis zur letzten Minute.

Nachdem dann wieder eine Umbaupause von Statten ging, räumten die The Toten Crackhuren im Kofferraum den Laden auf und hinterließen bei vielen Besuchern ein Gesicht, das an die schöne Festivalzeit erinnert.

Viele Menschen, die auch dank der Organisation den Alltag vergessen konnten und sich an diesem ersten März-Wochenende wie im Sommer fühlten.

Bis zum Sommer dauert es noch ein bisschen aber auch die Erinnerungen an das Indoor-Festival werden sicher noch einige Zeit anhalten.

Nächstens Jahr dann ein kleines Jubiläum, denn da wird das Karben Indoor-Festival ja schon zum fünften Mal ausgetragen.

Ich bin mir sicher, es wird wieder wie das diesjährige Festival werden: Rundum gut.

Vom entspannten Einlass, gut gelaunten und stetes engagierten Vereinsmitglieder, netten Gästen, einen Essensstand der Mundpropaganda, faire Preise und top Bands wirklich viel besser als dieser in dieser Jahreszeit oft erwähnte Fasching.

Beim Karben muss man nicht verkleidet sein, um feiern zu können und somit ist das Karben Indoor Festival sicherlich eine super Alternative zum Fasching :)

Ich freue mich auf das nächste Mal … in der Kulturscheune Karben.

Festivalbericht von Thorsten

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