Festival Mediaval: Feuer, Folk und ein legendäres Finale!

Diese kalte Nacht verflog gleich nach dem Sonnenaufgang. 
Nicht nur die äußeren Temperaturen stiegen. 
Die Vorfreude auf den zweiten Tag Mediaval heizte auch mein Gemüt kräftig auf.

Das Programm versprach nämlich wieder voll und vielseitig zu werden:
3 Newcomer, unter denen der begehrte Goldene Zwerg verliehen wird, Raubvogelshow, Living Chess, interaktive Lesungen, Gesprächsrunden und natürlich die volle Ladung Musik von früh bis spät.

Es scheint, den Besuchern steckt die raue Nacht keineswegs in den Knochen, denn schon vormittags versammelt sich die Meute im Hafenviertel zu den Shows der drei Newcomer: 
Conduris, Lautenfeyn und Nathanael. 
Drei völlig unterschiedliche Gruppierungen von Western-Folk, über Mittelalter-Folkrock zu fast schon düsterer Romantik. 
Die Jury hatte eine spürbar schwierige Aufgabe, hier einen eindeutigen Sieger ausfindig zu machen. 
Letztendlich durften Lautenfeyn die Auszeichnung in Form des Goldenen Zwegs mit nach Hause nehmen. Damit ist ihnen ein Auftritt im nächsten Jahr auf der Schlossbühne gesichert - was ein schöner Support!

Pausenlos weiter ging es dann auf den anderen Bühnen des schönen Areals rund um den Goldberg. 
Ragnarök eröffneten stimmungsvoll die Burgbühne und kurz danach wärmten Reikas Tanz mit wohliger Musik zum Mittanzen und Mitsingen Schlossbühne und Publikum zielsicher auf. 

Auch neben den grandiosen Bühnenshows konnte in den Gassen zwischen Tavernen und Marktständen allerhand beobachtet werden. 
Die Dame von hohem Stand - eine annähernd 2,50m große Erscheinung - eine Meute Orks und eine Lagergruppe mit Katzen als Haus- äääh Lagertier. 
Dazwischen viele Kleinkünstler. Sie alle tragen einen wertvollen Beitrag zum Wochenende in die mittelalterliche Zeitreise bei. 
Und all das macht für mich das Festival so besonders. 

Musikalisch wurde die zweite Hälfte des Tages schneller und lauter: 
Trommelfeuer von Saor Patrol, Neuinterpretationen von bekannten Klassikern durch Steve’n’Seagulls und die Rockinvasion durch Celtica-Pipes ROCK! Die richtige Auswahl, um den Spannungsbogen für das Finale von In Extremo an zu ziehen. 
Die Band feierte mit viel Feuer und Knall ihre gut 30-jährige Daseinsgeschichte. 
Sie schafften es dabei wirklich fast durchgehend den Nachthimmel rot-orange zu tränken, so oft stiegen feuerheiße Fontänen empor, die von Klassikern aller Bandepochen begleitet wurden. 
Eine grandiose Show die durch lautes, ausgelassenes Mitsingen, Tanzen und Crowdsurfern begleitet wurde. 
Einziger Kritikpunkt: Der unangekündigte, wiederholte Knall durch Feuerwerk war etwas zu laut. 

Für mich auch das Finale des Festivals, auf das ich immer wieder gerne gehe und welches noch eine ganze Zeit nachwirkt. 
Die Zeitreise in das Mittelalter trete ich im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder an. Vielleicht dann mal mit einem kompletten Mittelalteroutfit. 

Und noch ein kleiner Tipp: Wer jetzt neugierig auf das Lineup nächstes Jahr ist, der findet schon im Internet die ersten angekündigten Bands für 2027. 
Tickets gibts übrigens schon ab morgen, 14.09. im VVK!

Nachbericht und Fotos von Marco Liske

Dieser Artikel wurde am: 15. September 2026 veröffentlicht.

Autor: Nessa Deleto

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