Wally – Unter deinem Licht

Wally ist der Gitarrist und einer der Songschreiber von den gefürchteten V8 Wankers.

Eine Band, deren Songs nach vorne gehen und den Rocker so richtig angehen lassen.

„The Fist of Rock“- allein dieser Song sagt schon alles.

Und nun legt dieser Wally mit „Unter deinem Licht“ seine Solo EP vor, die ganze sieben Songs in einer Spielzeit von 29:17 Minuten enthält.

Leise und gut. „Ich hab schon so viel gute Tipps bekommen“ so beginnt der Song „Ne Gitarre und ne Idee“. Eine herrliche Selbstreflexion.

Ein wütender (aber leiser) Song, der ein Top Einstieg ist. Das erinnert mich ein wenig an Westernhagen. So kann das weiter gehen!

Und so geht das weiter!

In „Du bist der Teufel“ beindruckt Wally mit einem gut aufbauenden Stück, Handclapping inclusive. Der Refrain gibt dann aber richtig Gas. Fast noch besser als der Start.

Mit „Zeig mir wann der Flieger geht“ wird es melancholischer und der schnoddriger Gesang passt hier richtig gut. Man vergisst hier wirklich, dass Wally bei den V8 Wankers ja gar nicht singt.

Sehr schade, denn die Stimme kann was.

„Idiot“ ist dann etwas bluesiger und gefällt mir ein wenig schlechter als die ersten drei Songs.

Der Titeltrack „Unter deinem Licht“ ist aber wieder gut. „Du bist nicht da doch ich seh dich. Ist ok, denn da leb ich“. Ein Liebeslied, das nicht kitschig, sondern glaubwürdig daher kommt.

Mit „Alles kommt, nix geht mehr“ denke ich wieder an den ganz alten Westernhagen. Das könnte fast auf der „Pfefferminz“ Scheibe drauf sein.

Leider kommt dann auch schon das Ende.

Wie bei vielen Veröffentlichungen, so schließt auch Wally seine EP mit einer langsamen Nummer. „Und trotzdem ist es Liebe“. Das darf so sein. Auch wenn es fast schon zu langsam ist, ist es trotzdem gut.

Und sicher werden viele Menschen, die sich diese EP zulegen, dieses Stück trotzdem lieben. Wie die ganze EP.

Ich bin zufrieden und warte gerne auf eine ganze CD.

Review von Thorsten

Wally – ‚Ne Idee und ’ne Gitarre

Dieser Artikel wurde am: 23. April 2019 veröffentlicht.

Ähnliche Beiträge

Betontod – Wir fangen jetzt erst an
CD Reviews

Betontod – Wir fangen jetzt erst an

Kaum liegt die neue Scheibe der Jungs von Betontod auf meinem Tisch kommen alte Erinnerungen hoch. Das 2017er Album „Revolution“ habe ich damals rauf und runter gehört, es war mein ständiger Begleiter im Auto oder beim Sport. Trotzdem habe ich die Band danach aus den...

Muff Potter – Klepto
CD Reviews

Muff Potter – Klepto 

Mittlerweile sind auch schon wieder vier Jahre ins Land gezogen seit der Veröffentlichung von „Bei Aller Liebe“, dem ersten Studioalbum von Muff Potter seit ihrer Reunion 2018. Diese Durststrecke und das Warten auf neues Material ist aber nun vorüber, denn seit...

EUROPE – Come This Madness
CD Reviews

EUROPE – Come This Madness

EUROPE sind zurück. Neun Jahre sind mittlerweile vergangen, seit uns die Schweden mit „Walk The Earth“ zuletzt ein neues Studioalbum beschert haben. Neun Jahre, in denen man sich durchaus fragen durfte: Was kommt da eigentlich noch? Denn EUROPE haben ein kleines...

1 Kommentar

  1. Sehe ich genau so. Super Scheibe!

    Reply

Kommentar Schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert