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Interviews

Veröffentlicht am: Februar 24th, 2020 | durch Florian Puschke

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„Nackt“: Kapelle Petra im Interview

Kapelle Petra (KP) sind wieder auf „Nackt“-Tour. Und das sogar im Winter! Am 24.01.2020 durften wir den Jungs vor dem Konzert in Saarbrücken einige Fragen stellen.

Hey ihr Lieben. Kurz vorm Auftritt in Saarbrücken. Wie fühlt ihr euch nach Soundcheck und kurz bevor es los geht?
KP: Sehr gut. Wir sind hier super nett aufgenommen worden. Es ist schon etwas Neuland für uns, da wir ja noch nie in Saarbrücken waren. Soundcheck war super. Nette Leute, toller Laden. Wird bestimmt eine gute Nummer.

Es ist der 24.02. Genau einen Monat nach Weihnachten. Doch die Geschenke gibt es ab jetzt. Was kann Saarbrücken heute von euch erwarten?
KP: Oh wir bringen sicher ein gutes Potpourri von netten Sachen. Wir haben ja unser neues Album dabei. Daher schenken wir vor allem viele schöne neue Lieder und gute Stimmung. Hoffentlich gehen die Leute dann auch glücklich nach Hause. Das ist aber oft so und das wären dann die Geschenke von der Kapelle Petra.

Die „Nackt“ CD wurde schon mal betourt. Was ist das Besondere für euch an dieser Tour / diesem Album?
KP: Ja, wir sehen das eigentlich nahtlos an. Im Prinzip ist es so dass wir relativ viel vom neuen Album spielen und wir jetzt, nach einigen Konzerten ja schon wissen, wie die Songs live funktionieren. Da ist dann weniger Nervosität und alles ist etwas eingespielter. Die Abläufe passen und so kann das dann losgehen.

Wie läuft für euch prinzipiell ein Kapelle Petra Tour-Wochenende? Und wie sieht der Montag für euch danach aus?
KP: Oft ist montags dann ein Songwriting-Tag. Für uns ist aber auch ein tag an dem wir das Wochenende Revue passieren lassen. Telefonate mit Agenturen, Plattenfirma. Kurz und knapp gesagt Organisation und Songwriting. Seit 2012 leben wir ja auch von der Musik. Ein Job, der mir wirklich Spaß macht. Ich muss nicht oft in Urlaub fahren, kann auf viele Dinge verzichten, da wir das machen dürfen was uns Spaß macht.

Auch Gazelle ist wieder am Start. Ist es für ihn nicht anstrengend, auch in der Käte seine Rolle als Bühnenskulptur nachzugehen. Oder hat er durch sein Olympiatraining bereits alles gesehen?
KP: Auf der Bühne ist es schon hier und da etwas kalt für die Gazelle. Gerade seit es LED-Lampen gibt. Die sind deutlich kälter als die älteren Strahler. Da wurde er dann auch immer schön gegrillt in seinem Sessel. Gazelle hat aber noch einen anderen Job. So ist er auch nicht immer dabei. Aber wenn es in seinen Zeitplan passt, dann ist Gazelle natürlich dabei. Heute im Übrigen auch (lacht).

Auf „Nackt“ sind wieder viele typische Kapelle Petra Hits am Start. Wie leicht / schwierig war es, diese ins Programm zu integrieren und wie wurden die neuen Songs vom Publikum (bisher) aufgenommen?
KP: Am Anfang ist das wirklich schwer. Gerade da du viele neuen Nummern spielen möchtest. Bei den ersten Konzerten merkst man recht schnell, was wie passt. Die neuen Songs wie „Also stoßen wir an“ wurden allesamt gut aufgenommen so dass es jetzt ein sehr rundes Programm geworden ist.

„Geht mehr auf Konzerte“ ist einer eurer Hits. Ihr seid bereits seit 1996 am Start. Was hat sich in dieser Zeit (aus eurer Sicht) am Konzerte geben / Konzerte besuchen geändert?
KP: Eigentlich war es immer schon so dass es für Newcomer Bands sehr schwer war. Grundsätzlich laufen Konzerte ab einer bestimmten Besucherzahl gut. Für junge Bands ist es aber wirklich schwierig, Auftritte zu finden. Gerade auch weil viele 200-300 er Clubs ja immer mehr sterben. Daher hatten wir damals diese Kampagne gestartet. Für uns ist das ganz gut ausgegangen, da mittlerweile doch meist viele Menschen kommen. Aber auch Konzerte vor weniger Publikum machen Spaß und sind es wert gespeilt und besucht zu werden. Selbst wenn es nur 10 Leute sind. Das Konzerterlebnis ist und bleibt aber ein besonderes Erlebnis. Also: Hingehen. Ich unterschreibe die Aussage weiterhin: „Geht mehr auf Konzerte“.

Mit „Radio“ fordert ihr unter anderem die Kassierer im Radio. Wenn ihr eine Stunde Radio DJ machen dürftet. Welche Songs würdet ihr noch anspielen wollen?
KP: (lacht) Ja das kann ich nicht so genau sagen. Mich nervt am Radio das eigentlich gar nicht mehr geschaut wird, was es denn überhaupt so gibt, sondern dass Leute bedient werden, mit immer dem gleichen Kram. Gerade Künstler leben ja doch davon. Es gibt so viel gute Musik und es läuft immer das gleiche. Wenn ich SJ wäre dann wären die Kassierer aber sicher vorne mit dabei (lacht). Wir haben sogar schon 2-3 Mal mit denen gespielt und Wölfi war da auch nackt. Bei Rock am Ring waren wir sogar mal mit auf der Bühne. Schon krass bis man die Satire verstanden hat. Krass aber cool. Sowas braucht die Musik.

Euer Schlagzeuger hat den schönen Namen „Ficken Schmitt“. Auf Ficken reimt sich Saarbrücken. Könntet ihr euch vorstellen das er heute unter dem Synonym Saarbrücken Schmidt die Bühne betritt?
KP: Das ist eine gute Idee. Da kann man vielleicht was draus machen (lacht). Ich denk mal drüber nach (lacht).

„Morgen ist frei“ vom „The Underforgotten Table“ Album ist natürlich auch einer eurer Ohrwürmer. Ist dies der Grund („Morgen ist frei“) dass ihr eher am Wochenende tourt oder sind das berufliche Gründe (bzw. die Trainingszeiten von Gazelle)?
KP: Eigentlich haben wir nicht so richtig freie Tage. Jeder von uns hat so seine eigenen Aufgaben. Songwriting, Organisation etc. Wann ich Songs schreibe ist egal. Und wo ja auch. Zuhause, wenn ich mit dem Hund spazieren gehe.

Auf der Special Box des neuen Albums war ein Livemitschnitt als Video zu sehen. Könntet ihr euch vorstellen, auch mal ein Livealbum zu veröffentlichen?
KP: Ja würden wir gerne mal machen. Das ist aber schon Aufwand. Auch das passende Konzert zu finden. Ich würde aber definitiv gerne mal ein Livealbum machen.

„Nackt“ klingt ja auch etwas nach „Unplugged“. Für euch eine Idee, auch mal die Kapelle Petra unplugged auf die Bühne zu setzen? Falls ja, welche Rolle hätte die Gazelle dann?
KP: Definitiv. Das haben wir schon paar Mal gemacht und das funktioniert sehr gut. Auch bei Wohnzimmerkonzerten. Beim WDR. Das rockt auch. Ob wir da mal ne ganze Platte machen weiß ich aber nicht.

Ihr habt euer eigenes Festival am Start. Was erwartet Hamm im August und wie kam es auf diese Idee?
KP: Wir brauchen halt immer so ein paar Aktionen, um uns wieder neu zu erfinden. So dass wir nicht einschlafen. Irgendwie so Highlights wie auch die Museums-Tour. Oder eine Jubiläums Tour bei der sie Song gelost wurden. Das Festival ist halt was Neues für uns. Das ist zwar Arbeit macht aber auch Spaß. In Hamm gibt es noch nicht so viel im Musik-bereich und da wollen wir halt mal was starten. Das Ganze wird ein Tagesfestival mit 5-8 Bands.

Bitte vervollständigt die folgenden Sätze.
Kapelle Petra 2020 wird …
KP: … noch besser als 2019.

Nach „Nackt“ kommt …
KP: … ein großes Geheimnis.

In der Saarbrücker Zeitung finden wir morgen die folgende, alles offenbarende Schlagzeile …
KP: … Ficken Schmidt heißt ab heute Saarbrücken Schmidt. Als wir hier reingefahren sind muss ich sagen, dass das ein schönes Bild war und sicher hätte Ficken Schmidt da jetzt nichts dagegen.

Die Kapelle Petra möchte ….
KP: … in 25 Jahren auch noch Kapelle sein.

Vielen Dank für das Interview. Die letzten Worte gehören euch.
KP: Ja, danke für das nette Interview. Hat wirklich Spaß gemacht. Wir sind auf Tour, arbeiten an einem neuen Album. Geht mehr auf Konzerte, schaut uns im Internet an und macht es gut.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den Jungs von der Kapelle Petra für ein äußerst interessantes Interview und ein super Konzert im Studio 30 in Saarbrücken.

Interview von Thorsten im Januar 2020

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