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Interviews

Veröffentlicht am: März 24th, 2020 | durch Florian Puschke

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„Devil’s Music“: Die Hardrock-Band Sloppy Joe’s im Interview

Die Hamburger Hardrock Band Sloppy Joe’s, haben mit „Devil’s Music“ gerade ein Hardrockalbum veröffentlicht, das richtig Laune macht. Im Interview beantworten diese Fragen zu Band, zum Album und zum Teufel selbst.

Hey ihr Lieben, vielen Dank dass ihr euch die Zeit genommen habt. Wobei erwischen wir dich gerade?
Sloppy Joe’s: Eigentlich wären wir jetzt mitten im Live-Modus und würden Konzerte auf unserer „Devil’s Music Tour“ zum neuen Album spielen. Aufgrund der Corona Pandemie ist jetzt aber alles anders und die Tour vorerst gecancelt. Im Moment sind wir dabei, unsere Konzerte so gut es geht umzuplanen bzw. zu verschieben. Somit haben wir gerade jetzt viel Zeit, um Interviews zu geben.

Hardrock aus Hamburg. Für Leute, die euch noch nicht kennen. Beschreibt uns etwas die Band Sloppy Joe‘s.
Sloppy Joe’s: Ok: Wir sind eine dreiköpfige Rockband, bestehend aus Jesse Garon (Gitarre + Gesang), Johnny Angel (Bass) und Pätzy Dävey (Schlagzeug). Wir kommen aus Hamburg und das hört man auch. Uns gibt es seit 2011. Bislang haben wir 2 Alben und eine EP rausgebracht und bereits weit über hundert Konzerte gespielt. Einige Rock-Magazine bezeichnen uns auch als „Powertrio“, weil wir mit drei Leuten wohl einen echt fetten Sound abliefern.

Mit „Devils Music“ habt ihr gerade euer neues Album am Start. Was ist der Unterschied zum ebenfalls gut rockenden „Eight Reasons to Rock“ Album?
Sloppy Joe’s: Im Vergleich zu „Eight Reasons To Rock“ haben wir uns bei „Devil’s Music“ für die Produktion, das Song-Writing sowie auch die Gestaltung des Artworks und der Musikvideos zu den ersten beiden Singles (Devil’s Music + The Journey) sehr viel Zeit genommen. Am Ende haben es auch zwei Songs mehr auf das Album geschafft. Mit dem Ergebnis sind wir mehr als zufrieden und hoffen, dass es der großen Rock-Welt da draußen genauso gut gefällt wie uns. Übrigens ist es unser erstes Album, das auf farbigem Vinyl erschienen ist.

Ihr habt Cover Versionen aber auch eigene Kompositionen am Start. Wie wichtig ist euch das Einbringen von Cover Songs und wie wählt ihr da aus?
Sloppy Joe’s: Ursprünglich haben wir als Konzeptband angefangen und ausschließlich bekannte Pophits aus dem 20. Jahrhundert in Rockversionen verwandelt. Das waren Songs wie z.B. „Hot Stuff“ von Donna Summer oder „Delilah“ von Tom Jones. Wirklich gecovert haben wir dabei nur den Text und die Melodie, alles andere wurde zu fettem Heavy-Rock umgebaut und mit neuen Riffs ergänzt. Viele dieser Cover-Versionen sind nach wie vor live in unserer Setlist dabei und kommen extrem gut beim Publikum an. Deshalb schaffen sie es, auch immer wieder auf unseren Alben zu landen.

Der Teufel auf dem Cover sieht gar nicht so angsteinflößend aus. Woher kommt diese Figur? Müssen wir uns vor ihr fürchten?
Sloppy Joe’s: Der Titel des Albums und das kleine Teufelchen auf dem Cover sind mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Das Ganze ist dadurch zustande gekommen, dass wir ein Flugblatt aus den 50er Jahren entdeckt haben, mit welchem die Kirche damals versucht hatte, die Bevölkerung vor der aufkommenden Rock’n’Roll-Musik zu warnen. Darin heißt es: „Rock’n’Roll is the Devil’s Music! BEWARE…“. Wir haben uns also gesagt: OK, wir machen Rock’n’Roll, lasst es uns logischerweise „Devil’s Music“ nennen. Früher hieß es „Macht die Teufelsmusik aus“, heute machen wir sie eben lauter!

Songs wie „Devils Music“ gehen super ins Ohr. Wie entstehen Sloppy Joe‘s Songs?
Sloppy Joe’s: Meist fängt es mit einer Melodie an und entwickelt sich schnell zu einer Vision eines gesamten Songs. Der Hauptimpuls kommt dabei meist von Jesse. Er bringt die Vision mit in den Proberaum und da finalisieren wir dann den Song bis alle drei damit glücklich sind.

Wer sind eure musikalischen Vorbilder?
Sloppy Joe’s: Wir selbst sind Fans der großen Rock-Giganten wie KISS, Black Sabbath oder Iron Maiden, also der Bands, die wirklich hart arbeiten und vor allem live eine riesige Show auf die Bühne bringen. Mit unserer Musik versuchen wir, einen ähnlichen Rock’n’Roll Spirit in die heutige Zeit zu transportieren.

Auch „Ups n‘ Downs“ ist ein Highlight auf dem Album. Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem Stück?
Sloppy Joe’s: „Ups N‘ Downs“ ist ein Uptempo-Rocksong und handelt von Zusammenhalt, Liebe und Vertrauen. Gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Situation bzgl. Corona-Krise drücken solche Lieder eine Menge aus. Niemand sollte sich allein fühlen.

„Means So Much“ hätte vor 20 Jahren sicher einen Platz bei MTV finden können? Welche Songs sind euch wichtiger. Die härteren oder die langsameren Stücke?
Sloppy Joe’s: Für uns zählt immer das Gesamtpaket. Alle unsere Songs sind unsere Babys. Du fragst ja auch keine Mutter, welches ihrer Kinder sie lieber mag. So gesehen sind alle Songs für uns gleichwichtig.

Wie empfindet ihr grundsätzlich die Möglichkeiten für junge Bands. Einfacher oder schwerer als früher. Eher Vorteile oder Nachteile durch Dinge wie Facebook, Instagram, Spotify, YouTube, …?
Sloppy Joe’s: Früher war das Musikfernsehen (MTV und Viva) das Medium Nummer Eins, um Bands bekannt zu machen. Heute werden dazu vor allem die sozialen Medien genutzt. Das ist Fluch und Segen zugleich: Auf der einen Seite kann man schnell und unkompliziert etwas posten, auf der anderen Seite ist alles einfach total überlastet (fast jeder lädt Clips und Musik hoch, postet lustige Katzen-Videos usw.), was das Durchdringen der Masse und Erreichen potenzieller neuer Fans sehr erschwert.

Songs wie „Means So Much“ könnten auch unplugged gespielt werden. Für euch eine Möglichkeit, eure Songs dem Publikum näher zu bringen?
Sloppy Joe’s: Ja.

Auch „Some Broken Hearts“ besticht durch Strophen, die sich festsetzen sowie einem bomben Refrain. Fast schon Stadionfeeling. Wie groß könnten denn die Bühnen für Sloppy Joe‘s werden?
Sloppy Joe’s: So groß wie irgend möglich.

Nach den Album ist vor … ? Was plant ihr für die Zukunft?
Sloppy Joe’s: Die Sloppy Joe’s-Rakete ist gerade erst gestartet. Unsere Musik funktioniert international. Deswegen ist eines unserer Ziele, auch vermehrt Konzerte im Ausland zu spielen. An neuen Ideen, Motivation und kreativem Input mangelt es uns dabei nicht. Je mehr Menschen wir mit unserer Musik erreichen und begeistern können, desto besser.

Wenn ihr aussuchen dürftet. Welche Band würdet ihr supporten wollen? Bitte mit Begründung!
Sloppy Joe’s: KISS, AC/DC + The Sisters of Mercy, weil wir selbst Fans dieser Bands sind.

Was bedeuten euch die folgenden Begriffe?
Hamburg
Sloppy Joe’s: Heimatstadt, Rock City, Nicht umsonst die Geburtsstätte der Beatles, von Helloween und Selig.

Rock n Roll
Sloppy Joe’s: God gave Rock n Roll to You

Popmusik
Sloppy Joe’s: Gut und weniger gut – Je nach Jahrzehnt

Grunge
Sloppy Joe’s: Heavy Metal Killer No. 1

Punkrock
Sloppy Joe’s: Grundsätzlich ne gute Idee

Misfits
Sloppy Joe’s: Devil’s Lock und Evil Elvis

Tough Magazine
Sloppy Joe’s: Nie gehört 😉

Bitte vervollständigt die folgenden Sätze:
Sloppy Joe‘s werden …
Sloppy Joe’s: …dieses Interview beenden, wenn noch mehr solcher Fragen kommen.

2020 ist …
Sloppy Joe’s: …der Beginn einer neuen Dekade, in der Rock n‘ Roll hoffentlich trotz Corona-Krise immer noch Bestand hat.

Clubkonzerte sind …
Sloppy Joe’s: …etwas, auf das wir nicht verzichten wollen.

Clubkonzerte werden …
Sloppy Joe’s: …vermutlich leider aussterben, weil immer mehr Clubs schließen müssen und die Veranstalter Probleme haben, ihre Läden voll zu bekommen.

Der Teufel …
Sloppy Joe’s: …steckt im Detail.
Sloppy Joe’s: …hat den Schnaps gebrannt.

Die Musikindustrie …
Sloppy Joe’s: …ist nicht mehr das, was sie mal war.

Vielen Dank für das Interview. Die letzten Worte gehören euch.
Sloppy Joe’s: Liebe Leute da draußen. Es gibt so viele tolle Rockbands, die es verdienen, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen und Eure Unterstützung gut gebrauchen können. Darum: Geht mehr auf Konzerte, auch auf die von noch nicht so bekannten Acts. Das Erlebnis eines Livekonzerts ist nicht durch Youtube oder Spotify zu ersetzen!

Interview von Thorsten im März 2020

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