Rogers – Augen Auf

Die Rogers präsentieren mit „Augen Auf“ ihr neues Album. Es enthält 13 Songs, hat eine Spielzeit von 45 Minuten und erscheint bei People Like You Records.

Schon mit ihrem Album „Nichts zu verlieren“ konnten mich die Musiker aus Düsseldorf überzeugen. Als erstes fällt mir das Artwork positiv auf, die Farbabstimmungen und auch die Schrift gefällt mir gut. Ziemlich cool finde ich auch, dass der Text vom titelgebenden Song untem im gesamten Booklet abgedruckt wird – also durchgehend auf jeder Seite setzt sich der Text fort!

Kommen wir zu Musik und den Anfang macht der Titel „Nie euer Land“ – hier zeigen die Rogers klare Kante und sagen deutliche ihre Meinung. Es folgt der besagte Titeltrack, der mich von Anfang an gepackt hatte – bereits als das Video rauskam; großartiges Lied. „Helden sein“, bei dem Sebastian Madsen am Mikro unterstützt, finde ich persönlich nicht ganz so stark. Dafür aber den folgenden Titel „Die Nachbarn von oben“, hier wird etwas von der Vergangenheit geträumt.

Ebenfalls nicht ganz so in mein Bild passt der Song „Einen Scheiss muss ich“, mit „Wohin“ will sich die Band mal so gar keine Gedanken über die Zukunft machen – muss man auch nicht immer; toller Text und ein ohrwurm-lastiger Refrain. Um den Trennungsschmerz und darum, dass dieser auch weider vergeht, geht es in „Vorbei“. Laut mitgröhlen kann man dann wieder bei „Sie hören zu“, hier stelle ich mir gut vor, wie es live abgehen wird.

Das letzte Dritten wird mit „Unter Tränen“ eingeläutet – hier wird angedeutet, dass sich dieses Land in die falsche Richtung bewegt. „Mit mir“ handelt von einem Neuanfang, den man schon so lange machen möchte, sich aber mit dem Warten lange Zeit lässt. Mächtig Druck gibt es dann mit „Tagesschau“, der meiner Meinung nach davon handelt, dass man gar nicht mehr so weit weg gucken muss, heutzutage passiert überall was und man kann sich nicht mehr sicher fühlen!

„Mensch“ hat mich ziemlich überzeugt, denn hier wird ganz klar gesagt, dass der Mensch alles zerstört und dabei völlig vergisst, dass er selber sterblich ist – großartiger Text! Eine komplette Gänsehaut habe ich dann beim abschließenden „Früher“ bekommen – eine Ballade, die sich damit auseinandersetzt, dass man sich in den Jahren verändert und sich auseinanderlebt. Eine sich langsam aufbauende Ballade, die unter die Haut geht!

Dazu gibt es auf einer Bonus-CD, unter dem Namen Die Roberts, noch Cover-Versionen zu den Songs „Schmidtchen Schleicher“, „Wärst du doch in Düsseldorf geblieben“, „Es gibt kein Bier auf Hawaii“, „Liebficken“, „Immer wenn ich traurig bin“, „Ich möcht‘ der Knopf an deiner Bluse sein“ und „Sieben Fässer Wein“ – natürlich im Rogers-Look; ziemlich cool!

Die Rogers packen im Vergleich zum Vorgänger eine ordentliche Schippe drauf und können mich mit vielen Songs und deren Texten überzeugen – ein tolles Punkrock-Album!

Ab dem 25.01.2018 sind die Jungs auf Tour – zieht euch die Daten rein!

Rogers – Augen Auf

Dieser Artikel wurde am: 19. Dezember 2017 veröffentlicht.

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