Pears – Pears

Selbstbetitelte Alben sind ja immer was Besonderes.

Manchmal auf für die Band ein Umbruch.

So war ich gespannt, was die Jungs von Pears denn auf ihrem selbstbetitelten Album dem Hörer in ganzen vierzehn Songs, in einer Spielzeit von gerade mal einer halben Stunde präsentieren.

Bei Fat Mike unter Vertrag und ebenso wie dessen Band NOFX sind Pears hauptsächlich dem Punk verschreiben, aber sie trauen sich auch was und gehen hier und da Experimente ein.

Worm“ zum Beispiel ist solch ein Song, der etwas schief daherkommt. Hier wird geknüppelt wie in vielen anderen Songs auf der Veröffentlichung auch, dann kommen aber recht überraschend etwas schiefe Gesänge, so dass es mich kurz an Knorkator erinnert hat.

Sehr verstörend dieser „Wurm“, der alles andere ist als ein Ohrwurm. Aber ein Wachmacher. Wie das Album auch.

Viele Fans werden aber sicher auch Gefallen finden an anderen straighten Punk-Wachmachern wie den Opener „Killing Me“. Hier kommt wütender Gesang zum Ausdruck und eigentlich erwartet man einen richtig krachenden Refrain aber die Jungs ziehen die Nummer etwas langsamer bis zum Ende durch um danach direkt mit „Zero Wheels“ in eineinhalb Minuten eine Vollgas Nummer herauszuhauen.

Im Gengensatz zu manch anderen Veröffentlichungen aus diesem Genre legen die Pears hier wert auf Vielfältigkeit. Mir gefällt zum Beispiel auch der Wechsel in den Gesangsparts im Song „Rich to Rags“.

Im Großen und Ganzen kann man sich die Scheibe gut reinziehen.

Auf jeden Fall geeignet für Punk-Fans, die die Veröffentlichungen aus dem Hause Fat Wreck abfeiern.

Wer die Pears bisher nicht kannte, kann sich mit dem selbstbetitelten Werk einen guten Einblick verschaffen.

Ein Jahrhundertalbum ist es nicht, aber eine gute Punkrock-CD mit dem ein oder anderen Ausflug in andere Genres.

Hart aber herzlich.

Weiß zu gefallen, aber nicht ganz zu begeistern.

Review von Thorsten

Dieser Artikel wurde am: 19. April 2020 veröffentlicht.

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