O Captain! My Captain! – Sleep Well Soon

Sleep Well Soon” heißt die CD von O Captain! My Captain!, die zehn englischsprachige Songs in 33:44 Minuten ein Zuhause bietet.

Für Anhänger der Band, die diese noch vom Folk-Punk her kennen, muss ein „Achtung aufgepasst“ angebracht werden, denn die Band hat sich etwas umgestellt und spielt nun Indie-Punk, der auf den zehn Songs überwiegend eine positive Figur hinterlässt.

And It Was Still Hot“ kommt in den Strophen noch etwas langsamer rüber, der Refrain ist aber ein echter Ohrwurm und „Time is everything“ kann man auch so stehen lassen. Guter Auftakt. Mir gefällt die Stimme des Sängers, die sehr angenehm und keinesfalls aufgesetzt wirkt. Kein Geschrei, sondern einfach relaxt gesungen.

Schön zu sehen ist auch, dass sich die Jungs was trauen. Auch Popmusik sowie Singer/Songwriter bekommen die Hand gereicht und aus diesen Verbindungen entstehen schließlich Stücke wie „Bluebird“ über den „Rebel in Yuu“.

Ganz akustisch werden O Captain! My Captain! dann in der Mitte des Albums. „Strangers‘ Beds“ ist eine getragene Nummer, die auch irgendwie was von Oasis mitbringt.

Doch auch wenn dieses Stück gut ist gefällt mir die Band besser, wenn etwas aufs Gaspedal getreten wird. Nach „Euphoric & Lost“ als Übergang, den man gar nicht gebraucht hätte, bekommen wir mit „Five Weeks“ fast schon eine Stadionrocknummer und einen zweiten Anspieltipp. Ganz großer Song.

Doch es geht noch etwas besser.

Bad Ghosts“ ist mein persönliches Highlight auf dieser Platte und ein Song, der ganz gut Sommerattitüde entfaltet. Sehr geil und der klingt wirklich mit Strom deutlich besser als mit akustischen Gitarren (will ich mir gar nicht vorstellen).

Diese werden dann im abschließenden „Love The Night“ ausgepackt. Hätte man sich auch fast denken können, dass eine Ballade das Album anständig beendet. Auch dieses Stück ist nicht schlecht, auch wenn es nicht ganz an die Anspieltipps rankommt.

Insgesamt sehe ich mehr gute Songs als langweiligere Stücke und das Album gehört zu den besseren Veröffentlichungen aus dem Indie-Rock Bereich.

Eine gute Band, die sicher noch eine Schippe drauflegen kann.

Großes Potential und eine schöne Veröffentlichung.

Ich drücke den Daumen für den Captain.

Review von Thorsten

Dieser Artikel wurde am: 22. Juli 2020 veröffentlicht.

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