Night Nurse – Night Nurse

Es gibt mal wieder was neues in Sachen Psychobilly aus dem Hause Wolverine Records – Night Nurse heißt die Band aus den Tiefen Finnlands. Ob die Band sich bewusst nach einem Hustensaft benannt hat, nach dessen Einnahme man sich am Folgetag wie ein Zombie fühlt (laut Amazon Rezension), ist der Tough Magazine-Redaktion leider nicht bekannt.
 
Was uns aber bekannt ist, ist das erste Album der fünf Finnen, das ebenfalls unter dem Namen „Night Nurse“ daher kommt.  Der 12 Song starke Longplayer kommt mit einer coolen Psychobilly und Punkrock Attitüde daher, bei der man schnell merkt, dass die Jungs und das Mädel schon vorher in der ein oder anderen Band aktiv waren. Frontfrau Camy hat ihre Band aus gestandenen Psychos und Punkrockern zusammengetragen, die ihre großartige rauchige Stimme mit dem richtigen Sound hinterlegen. Dabei erfinden Night Nurse auf keinen Fall das Rad neu, sondern bedienen sich gekonnt bei anderen Bands und picken hier und da etwas heraus und machen ihren eigenen Sound daraus.
Auch wenn Night Nurse ohne großartige Überraschungen daherkommt, so ist das Erstlingswerk der Finnen doch nicht so eingefahren und langweilig wie einige andere Releases junger Bands aus dem Genre. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Night Nurse Mitglieder bereits mit ihren anderen Projekten die Bühnen Finnlands mit Bands wie den Rezurex, Gutter Demons, Celtic Bones u.v.m. teilen durften.
 
Zusammengefasst: Coole Band, irgendwo zwischen den Cramps, Horrorpops und  Demented Are Go. Psychos aufgepasst, das könnte noch durchaus spannend werden. Reinhören ist in jedem Fall Pflicht, mir haben vor allem Song „Deep Sleep“ und der Opener „Where Shadows Go“ gefallen. Leider ist das Album mit seinen 12 Songs doch etwas kurz geraten und überraschend schnell wieder vorbei. Aber zum Glück gibt es die Repeat-Taste.
 
Review von Florian Stoffelen
 

Dieser Artikel wurde am: 26. Januar 2014 veröffentlicht.

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