Halbstarke Jungs – Egal Wohin…

Halbstarke Jungs präsentieren mit „Egal Wohin…“ ihr neues Album. Es enthält 13 Titel, hat eine Spieldauer von 49 Minuten und erscheint bei Sunny Bastards.

Ich verfolge die Band seit ihrer Gründung und kenne somit auch das 2009er Werk „Zu verlieren gibt es nichts“, das 2011er Album „Dissonant“ und die Samplerbeiträge und Split-EPs. Gerne erinner ich mich an die 7″-Split mit The Bullet Kings – da kommen direkt nette Erinnerungen hoch.

Jetzt ist also das dritte Album „Egal wohin…“ via Sunny Bastards erschienen und mit den neuen Songs gehen die Musiker aus Gräfenhainichen konsequent ihren Weg weiter und machen den so gern besagten Schritt nach vorne! Musikalisch gibt es sehr fett produzierten Streetrock auf die Ohren und auch der Gesang ist satt, kräftig und gut verständlich. Mir gefallen die ersten vier Titel „Stimmt ein!“, „Niemandsland“, „Fadenkreuz“ und „Wie es geht“ ziemlich gut und zusammen mit dem Titeltrack „Egal Wohin…“, „Unity is a Weapon“ und „Anonymus“ als die Besten bezeichnen. Teilweise hört man den Double-Bass knallen und mit gut gesetzten Breaks gibt es kurze Momente zum Durchschnaufen. Bei „Unity is a Weapon“, dem einzigen Song, der in englisch gesungen wird, hört man Mike Crucified (Only Attitude Counts) und Iron Mike (Punishable Act) als Gastsänger am Mikro.

Textlich geht es um die Heimat, die tägliche Überwachung, den Zusammenhalt oder auch darum, dass die Welt langsam aber sicher stirbt – das Ganze mit klugen Texten, die nicht einfach so runtergeschrieben worden sind!

Wer auf Streetrock/Streetcore mit rauem Gesang steht, ist bei den Halbstarken Jungs genau richtig. Die Weiterentwicklung ist gelungen und mit den neuen Songs haben die Musiker ihren Sound verfeinert und zeigen uns den Weg, den sie gehen werden.

Review von Florian Puschke

Halbstarke Jungs – Egal Wohin (Medley)

Dieser Artikel wurde am: 24. August 2015 veröffentlicht.

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