Grumpy Old Men – Pubrock

Grumpy Old Men veröffentlichen mit „Pubrock“ ihr Debütalbum. Es enthält 13 Songs, hat eine Spielzeit von 38 Minuten und erscheint beim Label Contra Records.
 
Zunächst muss man sagen, dass es nicht viele deutschsprachige Bands auf das Label schaffen – wenn das so gesagt werden darf. Ich glaube im letzten Jahr gab es keine Band aus Deutschland, die ein Album bei der Plattenfirma aus Wurzen released hat. Aber ab und an gibt es dann doch mal eine Veröffentlichung von einer deutschen Band, so wie auch in diesem Fall. Grumpy Old Men haben sich 2007 gegründet, kommen aus Berlin und spielen Oi!-Punk. Musikalisch einsortieren könnte man die Jungs irgendwo zwischen Troopers und Berliner Weisse und auch wenn man bei dem Albumtitel denken könnte, hier geht es textlich nicht ganz so hochwertig zur Sache – dann täuscht man sich. Denn Songs wie „Die Wut stirbt nie“, „Pest & Unheil“, „Say it isn’t so“ oder „Kein Zurück“ überzeugen durchaus mit ihren klugen Texten; dazu kommen gute Melodien, die man ratz-fatz mitsingen kann! Und wo wir schon den Song „Say it isn’t so“ erwähnen – es gibt unter den dreizehn Titeln fünf englisch-sprachige Nummern. Für Abwechslung ist also gesorgt! Ausserdem kommen mit Songs wie „We are the Grumpys“, „Skinhead“, „Pubrocker“ oder „Kneipenskins“ natürlich auch die typischen Oi! Themen zum Vorschein; hier darf es auch mal etwas stumpf zugehen! Der Song „Pubrock“, der mich anfangs an Loikaemie erinnert, zählt für mich, zusammen mit „Mein Leben“ und „For the old Skins“ zu den Besten.
 
Das Album gibt es als limitierte CD (500 Stück) und als limitierte LP (100xweiß / 200xschwarz)!
 
Mir gefallen die Songs ganz gut und für ein Debüt ist das mehr als ordentlich. Das Bass vom Schlagzeug irritiert mich ab und zu – es hört sich in zwei Songs so an, als ob da immer einmal zuviel „getreten“ wird; aber das nur nebenbei! Die Covergestaltung, der Sound und die Melodien sind gelungen – weiter so!
 
Review von Florian Puschke
 
Grumpy Old Men – Mein Leben
 
 

Dieser Artikel wurde am: 9. März 2014 veröffentlicht.

Ähnliche Beiträge

NOFX – Half Album
CD Reviews

NOFX – Half Album

Jahrelang habe ich bei NOFX immer wieder getönt, dass die Jungs um Fat Mike keine halben Sachen machen. Hatte ich Unrecht? Irgendwie ja, aber irgendwie auch nein. Es ist 5 vor 12 auf der NOFX-Uhr und die Jungs biegen auf die Ziellinie eine äußert erfolgreichen...

The Menzingers – Everything I ever Saw
CD Reviews

The Menzingers – Everything I ever Saw

Nach 20 Jahren Bandgeschichte und bisher sieben veröffentlichten Alben kann man durchaus mal einen Rückblick auf Vergangenes ziehen und Vermutungen anstellen, was die Zukunft bringen könnte. Zumindest klingt der Titel „Everything I ever Saw“ erstmal nach Kassensturz...

1 Kommentar

  1. Hammer Mucke, hoer ich immer wieder gerne

    Reply

Kommentar Schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert