G31 – Live auf St. Pauli 

Wie könnte man ein Jahr besser ausklingen lassen als mit einem schönen, rotzigen Punk-Rock Konzert. So dachten wohl auch die Deutsch-Punks von G31 und haben diesen Gedanken im Rahmen des Blitzcore Festivals mit einem Live-Konzert im Indra-Club auf der legendären Reeperbahn Hamburgs in die Tat umgesetzt. 

Kurz noch ein paar Infos zur Band: Gegründet wurde die Hamburger Combo im Jahr 2015, ihren Stil beschreiben sie selbst als Oldschool-Deutschpunk, unter Anderem mit Einflüssen von Slime, But Alive und Daily Terror. Wer sich fragt woher der Bandname stammt und ob dieser eine nähere Bedeutung hat, dieser ist einfach von der Adresse des Proberaums abgeleitet. Aktuell besteht G31 aus folgender Besetzung: Ille (Schlagzeug), Petting (Bass), Captain (Gitarre), Peter (Gitarre), Mitra (Gesang).

Nun aber ein paar Worte zur vorliegenden Live-Platte, das Konzert umfasst 10 Songs, welche mit Ausnahme von „Fußball schafft Frieden“ alle dem letzten Studioalbum „Die Insel der versunkenen Arschlöcher“ entsprungen sind. Textlich wird ein breites Themenfeld von Frontfrau Mitra beackert, im politischen „Zu schön für dich“ geht’s der AFD an den Kragen, in „Sonne im Park“ wird der Klimawandel zum Thema gemacht und im kritisch angehauchten „Wir dienen nicht“ die Notwendigkeit einer Leistungsgesellschaft hinterfragt. Eine besondere Liebesgeschichte mit politischem Hintergrund wird mit „Flaschenwerfer“ erzählt, an diesem Punkt soll jedoch nicht allzu viel verraten werden, hört einfach selbst mal rein.

Die Live-Atmosphäre ist auf der Platte gut eingefangen, man merkt die Interaktion von Sängerin Mitra mit dem Publikum stößt auf beiden Seiten auf Gegenliebe und Spaß am Konzert. Der Sound kommt rotzig, rau und unpoliert aus den Boxen, exakt so wie er live klingt und gespielt wurde. Für mich eindeutig ein Pluspunkt, es gibt meiner Meinung nach nichts Schlimmeres als nachträglich im Studio nachbearbeitete Live-Mitschnitte. Einziges Manko, sind die doch an einigen Stellen schwer zu verstehenden Vocals, was aber auch dem eigenwilligen Gesangstil geschuldet sein kann. 

Mit „Live auf St. Pauli“ haben G31 sich ein schönes Live-Statement gesetzt, was ihnen hoffentlich zu einem größeren Bekanntheitsgrad verhilft. Ich kann diese Scheibe allen Deutschpunk Fans bedenkenlos empfehlen. Wer außer mir Lust bekommen hat, die CD kann für 5 € direkt bei der Band bezogen werden, schaut dazu einfach auf Facebook oder der Bandhomepage: https://g31punk.org/ vorbei. 

Review von Florian Goergen.

Dieser Artikel wurde am: 3. Juni 2024 veröffentlicht.

Autor: Nessa Deleto

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