Fluegge – Heiter Weiter

Seit nunmehr sieben Jahr befinden sich die Aachener Jungs von Fluegge auf ihrer musikalischen Reise quer durch Deutschland. Einst als Akustik-Duo 2018 von Tobias Peters (Gesang, Gitarre) und Sven Käsgen (Gitarre, Gesang) gegründet und einer späteren Auswechslung Käsgens gegen Adolfo Alvarez Blanco (Gitarre, Cajon, Keyboard) wurde kürzlich die Entscheidung getroffen, die Band um zwei weitere Mitglieder zu erweitern. 

Mit Jan-Felix Klein am Bass und David Mareck hinter der Schießbude haben die Jungs nun die Möglichkeit ein breites musikalisches Repertoire abzurufen, was ihren Songs mit mehr Klangfülle, Druck und Energie zugutekommt.  

Wie sie nun in neuer Besetzung klingen, verraten sie auf ihrer aktuellen EP „Heiter Weiter“, es erwarten uns 6 Songs mit den unterschiedlichsten Facetten, einmal mehr Emo, dann wieder deutlicher punkiger und kraftvoller mit Anleihen Richtung Hardcore. 

Ja, ganz so hoffnungsvoll und positiv ist der EP-Titel „Heiter Weiter“ dann doch nicht zu sehen, die Texte bewegen sich oftmals zwischen Kritik an der Gesellschaft und politischen Versagen, aber auch eigener Wut und Hoffnung an sich selbst. Kurzum, ein Rundumschlag über den menschlichen Alltag und der heutigen Gesellschaft.

Schon beim ersten Hören der Songs merkt man sofort, die Entwicklung zum Quartett war die richtige Entscheidung: druckvolle Riffs, markante Melodien und wandlungsreiche Drums geben den notwendigen Kick, dazu geschmackvolle Soli, beispielsweise zu Hören in „Drei Kalender“, ja Fluegge sind flügge geworden. 

Auch wenn der Vergleich mit anderen deutschen Bands wie Marathonmann oder Turbostaat nahe liegt und diese EP das Rad nicht neu erfindet, schaffen Fluegge es doch den Songs eine eigne, individuelle Note zu geben. 

„Woanders besser sein“ oder auch das abschließende „Nichts zu unserem Besten“ kommen mit einer dynamischen Bandbreite daher, die mich beim Hören sofort abgeholt hat. Ein langsames Intro, der Spannungsbogen wird langsam aufgebaut und entfesselt seine Energie in schnellen Gitarrenriffs und wütendem, intensivem Gesang, dennoch mit viel Gefühl und Emotionen.

Ich freue mich in Zukunft darauf, mehr von den Jungs zu hören und hoffe auf ein baldiges, vollwertiges Album, die vorliegende EP hat meine Neugier geweckt und macht Lust auf mehr.

Review von Florian Goergen.

Dieser Artikel wurde am: 19. November 2025 veröffentlicht.

Autor: Nessa Deleto

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