Distant Past – Utopian Void
Distant Past veröffentlichen mit „Utopian Void“ ihr neues Album. Es enthält 12 Titel, hat eine Spielzeit von 60 Minuten und erscheint beim Label Pure Steel Publishing.
 
Die Schweizer Truppe Distant Past erblickte 2002 das musikalische Licht der Welt und setzte sich zum Ziel Heavy-Metal mit Power-Metal und Hard-Rock auf ihren Alben miteinander zu vereinen. Mit Sänger Jvo Julmi verfügen sie auch noch über einen Sänger mit einer großartigen Stimme.
 
Bombastisch starten sie auch auf ihrem Opus, das auf den Namen „Utopian Void“ hört durch. „A day of Darkness“ platzt fast aus allen Nähten und ist ausgestattet mit harten Riffs und eingängigen Passagen. Aber so bombastisch und eingängig das Stück auch sein mag, hat es auch seine Schwächen. Dies ist bei Distant Past zu finden – beim Drumming, das kann der enormen Druckwelle einfach nicht standhalten und kommt somit ziemlich dünn rüber. Ich bin mir sicher, dass Jan Zwiebel ein guter Drummer ist, aber hier wurde bei der Produktion ein wenig geschlampt. Es mangelt aber auch nicht an melancholischer Atmosphäre wie beim Stück  „Helpless“ zum Beispiel, wo der hoch emotionale Gesang einen begeistert. Es ist ja immer ein gefährlicher Drahtseilakt, wenn man zu viele musikalische Stile unter einen Hut bringen will, denn man kann sich leicht in ein Labyrinth verrennen. Aber Distant Past zeigen uns, wie es richtig gemacht wird und wenn man sich ein Stück wie „Touched By The Gods“ anhört, das Bombast mit Atmosphäre verbindet und dann noch ein fantastisches Solo aus dem Hut zaubert kann man nur zufrieden sein.
 
Distant Past sind eine abwechslungsreiche Band die mit „Utopian Void“ ein gewaltigen Brocken Musik auf uns loslassen, nun muss nur noch ein wenig an der Produktion gearbeitet werden. Dieser ist im Grunde genommen der einzige Schwachpunkt des Albums.
 
Review von Mike Dostert
 
Dieser Artikel wurde am: 7. Dezember 2013 veröffentlicht.

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