Diaabend bei Zoey – Alles Leuchtet

Mit „Alles Leuchtet“ haben die 4 Hamburger Jungs von Diaabend bei Zoey im April dieses Jahres den Nachfolger ihrer 2017er EP „Sekundenschlaf“ veröffentlicht, darauf finden sich 6 Songs mit einer Gesamtspielzeit von etwa 25 Minuten, die EP selbst ist als Download oder limitierte Vinyl erhältlich.

Diaabende, ich selbst kenne dieses Erlebnis nur noch aus Erzählungen meiner Großeltern, aber sehr gerne haben sie dabei im Beisein der Familie oder guten Freuden gemeinsam die in Form von Dias festgehaltenen Erinnerungen revue passieren lassen und die verbrachte Zeit genossen. 

Doch wie interpretiert die Band einen Diaabend bei Zoey? „Diaabend bei Zoey ist eine Band wie eine gute Freundin, die auf Partys mit einem Bier in der Küche steht. Es riecht nach kaltem Rauch und irgendwer spricht fortlaufend über das Ende der Welt. Ihre Musik klingt wie ein zerzauster Mix aus verträumtem Punkrock und Schrammelmelodien, wie ein vertonter Abschiedsbrief, den man nie abgeschickt hat.“

Ja, nach dem Hören der Songs muss ich sagen, diese Beschreibung trifft es sehr gut. Eine groovende, mit ordentlich Fuzz unterlegte Bass-Line eröffnet den Opener „Jeden Morgen“, die Gitarre würzt mit kleinen Melodie-Licks und mit Minute 1 hört man exakt den beschriebenen Mix aus Punkrock und Schrammelmelodie. Man merkt den Jungs die Spielfreude an, auch die nachfolgenden Songs wie „Stille“ oder „Alles leuchtet“ überzeugen mit groovenden Schlagzeug-Beats, staccato-artige Rhythmus-Parts und zweistimmige Gitarrenmelodien, kurzum, ein stimmiges Gesamtpaket, welches kaum Wünsche offenlässt. Lediglich der Gesang könnte für meinen Geschmack an mehreren Stellen deutlicher sein, ich hatte teilweise echt Probleme die Lyrics akustisch zu verstehen, was aber dem insgesamt positiven Gesamteindruck wenig schadet.

Überrascht hat mich das Abschließende „Zum letzten Mal“. Die melancholische Grundstimmung zu Beginn, getragen von Gitarre und Gesang, erreicht ihren Höhepunkt und kippt gegen Ende des Songs in die bekannte, energiegeladene Punkrock-Schrammelei, dissonante Akkorde und ordentlich Wut in der Stimme geben der EP einen würdigen Abschluss.  

Fazit

Diese Scheibe hat es auf jeden Fall verdient gehört zu werden. Die Songs machen Spaß beim Hören, gehen gut ins Ohr und ich bin davon überzeugt, dass sie auch live auf der Bühne das Publikum mitziehen und begeistern können.  

Schaut einfach unter https://diaabend.bandcamp.com/album/alles-leuchtet nach, dort kann die EP als digitales Album oder Vinyl erworben werden.    

Review von Florian Goergen.

Dieser Artikel wurde am: 14. Juni 2026 veröffentlicht.

Autor: Nessa Deleto

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