Das Festival Mediaval öffnet wieder seine Burgtore. In Selb verwandelt sich der Goldberg unter dem diesjährigen Thema „LEGENDS“ drei Tage lang zu einem legendären Erlebnis für groß und klein. Schon das 17. mal strömen bis zu 7000. Besucher am Septemberwochenende durch das Gelände.
Neben legendären Shows erleben die Zeitreisenden eine breite Auswahl an Händlern, Tavernen und allerlei Lagergruppen. Daneben sorgt ein reichhaltiges Kulturangebot z.B. im eigens aufgebauten Literaturzelt für einen schönen Kontrast. Wer eher flüssiges Kulturgut genießen will, der kann auch auf das täglich stattfindende Whisky-Tasting zurückgreifen.
Hier ist also neben der Musik auch für jeden etwas dabei! Musikalisch bietet der Goldberg gewohnte Klänge aus dem mittelalter- und Folk-Spektrum.Das wirkt keineswegs eintönig, sondern ist in Realität tatsächlich absolut divers.
Deloraine, Cara, Flook, Benni Cellini, Corvus Corax und Faun begleiteten meinen ersten Abend in Selb. Von der kleinen, fast intimen Bühne im Sternenhain, auf der Cellini mit seinem Soloauftritt das Publikum begeisterte, bis zur großen Schlossbühne, auf der Corvus Corax, samt Chor, gewaltig performten.
An Bandbreite mangelt es definitiv nicht.
Mein Highlight des Abends fand gleich nebenan, auf der Burgbühne statt. Nunja wohl nicht nur AUF der Bühne, sondern auch DAVOR. Kurz vor Faun, als die Sonne schon längst verschwunden war, wurde der Sternenhimmel nämlich von einer ausgesprochen beeindruckenden Feuershow erleuchtet.
Die Gruppe Ad Absurdum zeigten, wie sie das Feuer - fast magisch - kontrollierten und den Zuschauern Begeisterung in die Gesichter zaubern können.
Wenn das kein gelungenes Vorspiel für das 25-Jahre-Special von Faun war!
Die sechs-köpfige Band um Sänger Oliver Pade spielte dabei durch die Bank weg alte Klassiker und neue musikalische Wegbegleiter aus ihrer 25 jährigen Historie. Als Pade „Diese kalte Nacht“ anklingen lies, musste sich wohl kaum ein Zuschauer lange darauf einstimmen. Denn die eisigen 10 Grad in der Nacht bietete die perfekte Kulisse für den bekannten Song. Nicht nur, um etwas Wärme in den Körper zu bekommen, sondern vielmehr durch eine makellose Performance auf der Bühne, fand im Publikum freudiges Tanzen, Feiern und Mitschwingen statt.
Somit war auch schon der erste Tag des Festivals vorüber. Für mich persönlich immer eine Freude, hier zu sein. Und damit freu ich mich schon auf den nächsten Tag!
Nachbericht und Fotos von Marco Liske
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