Kittie begeistern beim Free & Easy München mit Nostalgie und neuer Energie!

Das Konzert von Kittie, einem der begehrtesten Auftritte bei der diesjährigen Ausgabe des Free & Easy Festivals im Münchner Backstage, hatte mit Vexed und Crypta on top zwei durchaus interessante Support-Acts zu bieten.

Den Auftakt machten Vexed. Die britische Band nahm sich keine Sekunde Zeit, um erst einmal vorsichtig abzutasten, was sie erwartet. Sie war sofort da! Mit einer Mischung aus Metalcore, Groove und deutlich aggressiveren Passagen wärmte sie die Bühne für das auf, was danach folgen sollte.

Und dann kam Crypta. Der diesjährige Sommer ist ohnehin ziemlich heiß – die zweite Band des Abends sorgte dafür, dass die Temperatur noch deutlich weiter nach oben kletterte. Ihr Death Metal ist direkt und kompromisslos, mit einem furiosen Schlagzeug, das in manchen Passagen Rhythmen und Elemente aufgreift, die klar an die brasilianische Metal-Tradition erinnern. Sängerin Fernanda Lira eroberte die Bühne schnell für sich und schaffte eine sehr direkte Verbindung zum Publikum. Der Rest der Band hielt die Intensität derweil konstant hoch – es war wahrscheinlich der energiegeladenste Teil des Abends.

Das Publikum war für den Hauptact – für mich kam allerdings noch etwas Persönliches hinzu: Kittie ist eine dieser Bands, die ich während meiner Jugend gehört hatte und die im Laufe der Jahre einfach aus meinen Playlists verschwunden war. Sie nun live zu sehen, machte mich also nostalgisch. Songs, die ich seit Jahren nicht mehr gehört hatte, fühlten sich sofort wieder vertraut an. Gleichzeitig zeigten die Kanadierinnen, dass sie nicht nur gekommen waren, um von der Erinnerung zu leben. Morgan Lander besitzt nach wie vor eine starke Bühnenpräsenz, und die Band klang während des gesamten Konzerts solide und druckvoll. Dabei mischten sie ihre bekanntesten Songs mit Material aus ihrer jüngeren Phase.

Einer der Momente, die mich am stärksten in der Zeit zurückversetzten, war „Brackish“. Der Song klang wie immer, aber das Zusammenspiel der Stimmen von Morgan und ihrer Schwester Mercedes, die sich überschneiden und fast so wirken, als würden sie miteinander kämpfen, fesselte mich wieder neu. Diese Dynamik live zu hören war eines dieser kleinen Details, das Konzert für mich besonders machten.

Am Ende gab es aber noch ein anderes Bild, das mir von diesem Abend im Gedächtnis bleiben wird: Mehrere Teenager, die das Konzert genau so begeistert miterlebten, wie ich Kittie in ihrem Alter erlebte (und gerne bereits damals live gesehen hätte). Um es leicht philosophisch zu formulieren: Für die einen (mich) bedeutete der Auftritt eine Reise zurück in die Jugend – für andere fängt die musikalische Reise gerade erst an!

Nachbericht und Fotos von Melvin Núñez

Dieser Artikel wurde am: 15. August 2026 veröffentlicht.

Autor: Nessa Deleto

FOTOS von Kittie, Vexed und Crypta

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