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Veröffentlicht am: November 29th, 2015 | durch Florian Puschke

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Festivalbericht: Baltic Open Air 2015

Zum 5. Mal fand das Baltic Open Air am 28. Und 29.08.2015 bereits auf der Freiheit in Schleswig statt, mit dabei Größen wie Eisbrecher, Schandmaul oder Uriah Heep. Dass das Festival aber mindestens von Flensburg bis Hamburg bereits seit Monaten in aller Munde war, hatte aber einen ganz anderen Grund: Mit Bekanntgabe des Veranstalters Daniel Spinlers im Februar 2015, dass die Band Frei.Wild als Headliner auf der Bühne stehen werde, entbrannten hitzige Diskussionen sowie unzählige Protestwellen, die bis zum Festivalende nicht enden wollten. Das Festival selbst verlief dagegen völlig ruhig und ohne böse Zwischenfälle. Auf 2 Bühnen präsentierten sich Bands unterschiedlichster Genres, freitags mit dem Opener Kärbholz, über Fiddler’s Green, der grandiosen Rammstein Tribute Band Völkerball bis zu Mittelalter-Folk mit Schandmaul oder Kevin Russell mit seiner Band Veritas Maximus, wobei Völkerball mit „heißem“ Flammenauftritt sowie Growdsurfing im Schlauchboot für die meisten das Highlight des Tages gewesen sein müsste.

Am Samstag gab es neben den Kultbands Lautstark und Extrabreit die schwedische Heavy-Metal-Band Mustasch und die Rock-Urgesteine Uriah Heep. Im Vergleich zum Vortag konnte man allerdings sehr schnell sehen, auf wen die Besucher am meisten warteten. Von 3 Festivalbesuchern trugen im Durchschnitt 2 T-Shirts von Frei.Wild und so war es auch kein Wunder, dass es vor dem Auftritt der Band besonders kuschelig vor der Bühne wurde. Kurzzeitig unterbrochen werden musste der Auftritt von Frei.Wild, als die Bühne heftig Feuer fing, ausgelöst durch ein defektes Ventil einer Druckleitung der Pyrotechnik. Die Band musste sicherheitshalber die Bühne verlassen und die Zuschauer wichen vor den hohen Flammen zurück. Verletzt wurde aber niemand und die Security bekam das Feuer schnell in Griff. „Dann spielen wir jetzt einfach schneller“, war der Kommentar von Frontsänger Philipp Burger über die verlorene Zeit. Den Abschluss auf der Bühne bildeten die Power-Metal-Band Powerwolf vor Eisbrecher, die mit ihrer Musik noch einmal das Festivalgelände zum Beben brachte.

Wer den besonderen Kick suchte, konnte seinen Mut bei einem Bungeesprung beweisen und sich kopfüber direkt auf das Festivalgelände stürzen. Hier konnte man aus 65 m Höhe ins Leere springen und das Festival von einer ganz anderen, sehr luftigen Seite, genießen. Insgesamt war das Rahmenprogramm sehr gelungen: Neben einem urigen Mittelaltermarkt und zahlreichen Imbissbuden war auch die Wacken Foundation vor Ort, die mittels Glücksrad Spenden sammelte, die Newcomer-Metalbands zugutekommen. Verbesserungsfähig sind beim Baltic Open Air nur einige Punkte der Infrastruktur.

Die Anfahrt dauerte am Donnerstag Stunden, was wohl vor allem mit den starken Regenfällen der vorherigen Tage und damit verbunden mit unbefahrbaren Campingplätzen zu tun hatte. Viele Besucher haben keinen Campingplatz bekommen und mussten am Straßenrand im Auto übernachten. Gleichzeitig katastrophal war die Eingangskontrolle am Donnerstag, die ebenfalls Ewigkeiten dauerte. Waren diese Hürden aber erst einmal überwunden, war das Baltic Open Air ein voller Erfolg. Und weil es so schön war, startete direkt im Anschluss an das Festival auch bereits der Vorverkauf für 2016 mit Spezialpreis und exklusivem T-Shirt. Ob so wirklich die Wikinger rocken würden, wie es in der Festival-Werbung so schön heißt, ist fraglich. Aber ein empfehlenswertes Rockfestival ist das Baltic Open Air auf jeden Fall.

Komplettes Line-Up

Freitag

Main Stage

  • Kärbholz
  • Fiddler’s Green
  • Völkerball
  • Schandmaul
  • Kevin Russell mit Veritas Maximvs

Sea Stage

  • Immortal Sin
  • Motorjesus
  • Up To You

Samstag

Main Stage

  • Mustasch
  • Uriah Heep
  • Frei.Wild
  • Powerwolf
  • Eisbrecher

Sea Stage

  • Loudstark
  • Extrabreit
  • Dystopolis
  • Crucified Barbara

Festivalbericht von Stefanie Kreft

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