Folkfield Festival 2026: Zwei Tage Folk, Rock und Mittelalter im Amphitheater!

Zum vierten Male öffnet das Amphitheater Gelsenkirchen seine Tore, um das Folkfield Festival stattfinden zu lassen. Es ist der Band SCHANDMAUL zu verdanken, das sich hier einmal im Jahr befreundete Bands und die Freundinnen und Freunde der mittelalterlichen Folk- und Rockmusik zusammenfinden. Flankiert von Ständen mit Accessoires der alten Zeit und neuem Band-Merch, geht es natürlich in erster Linie um die Shows und natürlich das Feiern unter Gleichgesinnten.

Am Freitag ging es schon relativ früh (15:00 Uhr) los mit DEUS VULT, die eine gute Show lieferten, leider jedoch noch vor einer relativ überschaubaren Gruppe von Zuhörern. Schade, hätte sich gelohnt dabei zu sein, aber … naja war eher früh und die Anfahrt war auch von Baustellen im weiten Umfeld des Ruhrpotts behindert. DOPPELBOCK aus Hessen brachten dann – trotz Nieselregen - weitere Folk-Power und gute Laune in Halbrund des Theaters, bevor es mit KATERFAHRT auf Kaperfahrt ging.

Einen weiteren Höhepunkt am Freitag setzten dann SUBWAY TO SALLY. Die Cotbusser brachten dann die mittlerweile doch gut angewachsene Zuschauerzahl mächtig in Bewegung, bevor dann die Lokalmatadoren dem Abend die Krone aufsetzten.

SCHANDMAUL stellten am Freitag und am Samstag sowohl ihr neues Album sowie den neuen Sänger vor. Mit bewegenden Worten erkläre Thomas Lindner, dass auf Grund von einigen Rückschlägen es ihm leider nicht mehr vergönnt ist als Sänger zu arbeiten. Till Herence, der schön 2024 vertretungsweise den Gesang übernommen hatte, ist nun seit dem letzten Jahr offiziell die Stimme der Band. Das neue Album STERNENSEGLER bildete das Grundgerüst der beiden Shows der Band am Freitag und Samstag und wurde durch teilweise weitere Songs ergänzt.

Für eine würdige Eröffnung des Programms am Samstag sorgte die Bonner Band LETRANGE, die kurzfristig für THE RUMPLED eingesprungen ist, da der Sänger erkrankte. Begleitet wurde der Start des zweiten Tages dann auch von dem was alle erhofft hatte: besseres, trockenes Wetter. MANNTRA genoß es sichtlich in der Arena aufzutreten und vor wachsendem Publikum eine wie gewohnt gute Show abzuliefern. Mit RAUHBEIN stand eine weitere hessische Band auf der Bühne gab sich als – wie sie sich selbst bezeichnen – „die laute und schnelle Musikkapelle“ alle Ehre. Deutschrock gepaart mit irischem Folk und Punk mischte die Anwesenden gut auf.

Anschließend gab es noch drei Headliner in Folge. Mit FIDDLERŚ GREEN begann das famose Finale des Festes. Wer sich bis dahin noch nicht tanzend im – nun doch gut gefüllten - Theater bewegt hatte, ging jetzt mit. Auch der Trommler ließ sich keinesfalls davon beirren, als es kühles Fass-Nass (vielleicht auch Bier (was eine Schande wäre)) auf seine Pauke regnete und bearbeitet das Gerät sehenswert weiter. Nachdem dann SCHANDMAUL (wie bereits erwähnt) mit seiner Samstagshow glänzte, bildete die italienische Power und Folk Metal-Band WIND ROSE aus Pisa den Abschluss des diesjährigen Festivals. Mit ihren – meist auf den Werken von J.R.R.Tolkien basierenden – Songs und eindrucksvollen Show, setzten sie nochmal ein dickes Ausrufezeichen zu einem gelungenen Festival.

Im nächsten Jahr geht es wieder eintägig zur Sache. Am 4. September 2027 werden neben den Matadoren von SCHANDMAUL auch VERSENGOLD, IRDORATH, SAGENBRINGER und andere dem Amphitheater mittelalterliches Folk- und Rock-Leben einhauchen.

Nachbericht und Fotos von Jürgen Kempken

Dieser Artikel wurde am: 17. September 2026 veröffentlicht.

Autor: Nessa Deleto

FOTOS von Folkfield Festival

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