Am 18.07.2026 fand die dritte Ausgabe des Festivals Wiesmoor Rockt! statt. Ich war zusammen mit meiner Familie dort – so wie bisher in jedem Jahr. Die Anfahrt aus der Krummhörn ist mit 45 Minuten nicht lang und von daher passt das schonmal.
Als wir gegen 11:30 Uhr angekommen sind, wurden wir auf dem Parkplatz eingewiesen, auf dem man zu einem spitzen Preis von 5 Euro parken kann, haben noch ein kleines Bierchen getrunken und sind Richtung Gelände gelaufen. In diesem Fall dauert der Fußweg ungefähr 2 Minuten.
Die Freilichtbühne in Wiesmoor ist perfekt für ein Festival, da man sich auch mal hinsetzen und die Musik aus der Entfernung genießen kann. Im Gegenzug ist man innerhalb von Sekunden in der Menge und kann abgehen.
Bevor wir zu den einzelnen Bands kommen, zu denen übrigens mein Sohn alles geschrieben hat, möchte ich noch auf das Drumherum eingehen. Für Essen und Trinken wurde vor Ort hervorragend gesorgt. Eine Pizzabude, ein Asiate, ein „typischer“ Grill und so manche andere Leckerei wurde angeboten – somit hat man die absolute Qual der Wahl. Und es ging auch alles wirklich flott. Die Getränkebuden waren ebenso gut besetzt und jeder wurde flott bedient – so flott es eben geht. Also alles wirklich gut.
Die Toiletten-Situation ist in Wiesmoor schon seit Start des Festivals 2024 ein Thema – da hatte man schon Pech. In diesem Jahr gab es erneut die Pissoir-Pilze (so nenne ich sie mal) und „normale“ Toilettenwagen und Waschbecken. Auch in diesem Jahr muss ich sagen, dass es okay war, aber es gibt hier noch Luft nach oben was die Reinigung angeht. Aber hey, man ist auch auf einem Festival!
Kommen wir zu der Musik, denn die ist schließlich am wichtigsten und ab hier übernimmt der Sohnemann. Es gibt auf dem Festival eine große und eine kleine Bühne – hier spielen die Bands dann den ganzen Tag abwechselnd. Vorab sei gesagt, es kam zu keinen Zeitproblemen – das wird seit dem ersten „Wiesmoor Rockt!“ perfekt durchgeführt – Respekt!
Zuerst spielte die junge Band “Chapter X” auf der großen Bühne. Für dieses Festival war diese Band ein guter Start, da sie energievoll angefangen und auch mit den Fans interagiert hat. Dafür, dass es sich um eine Junge Band, die sich 2019 gegründet hat handelt, haben sie einen guten Auftritt hingelegt. Ein Highlight direkt am Start war es, als der Sänger von der Bühne kam und sich auf einen der IBC-Tanks gestellt hat, um von dort aus zu singen.
Daraufhin spielten auf der kleinen Bühne “Die Fliesenleger”, die für mich persönlich schon ein kleines Highlight waren. Sie sind zwar nicht die bekannteste Band, aber haben eine super Show abgeliefert mit fast keinen Verspielern. Jedoch gibt es diese Band auch schon seit 21 Jahren. Leider oft unterm Radar – hier kann man nur allen Punkrock-Fans empfehlen, mal reinzuhören.
Als nächstes war auf der großen Bühne die Band “FRAUPAUL” dran, welche die einzige Band war, die nur aus Frauen besteht. Das muss ja jeder für sich entscheiden, jedoch hat mich diese Band leider nicht zu 100% abgeholt – auch wenn es musikalisch von der 2021 gegründeten Band sehr gut war.
Dann folgte die Band “Sascha und die Heringe” wieder auf der kleinen Bühne, die auch wieder einen guten Auftritt hingelegt hat, da viele Fans diese Band gefeiert haben. Diese Band gibt’s auch “erst” seit 2021 und dafür war es echt gut. Die Band versprüht eine starke Energie während es Auftritts und jetzt wurden auch die ersten Bangalos gezündet.
Danach spielte die Band “Hi!Spencer” auf der großen Bühne mit einem für mich sehr guten Sound. Sie fingen direkt mit dem Song “Fotopapier” an, welcher für viele Fans als Liebling gilt. Für mich spielt die Indie-Punkband sehr melodische Songs und sie konnte in Wiesmoor sehr viele Besucher begeistern und den einen oder anderen Fan dazugewinnen.
Darauf folgte die Band “Treptow” auf der kleinen Bühne die nur aus 2 Männern besteht. Ein Sänger, der gleichzeitig die Gitarre spielt und ein Schlagzeuger. Textlich ist die Band ziemlich gut, jedoch hat man die Stimme nicht gut verstanden und die Gitarre war zu leise abgemischt, da das Schlagzeug auch ein bisschen zu laut war. Aber auch die Band hat für Stimmung gesorgt. Hier lege ich euch den Song „Dein viel zu lautes Leben“ ans Herz.
Dann ging es wieder auf der großen Bühne weiter und zwar mit “Adam Angst”. Diese fand ich war sehr gut, weil der Sound für mich gut abgemischt war. Außerdem sind die Lieder nicht langweilig, sondern haben viele spontane Parts, was abwechslungsreich war. Die Fans haben auch hier wieder ordentlich mitgemacht. Reinhören lohnt sich hier für alle, die die Band noch nicht kennen sollten.
“100 Kilo Herz” ist der Name der nächsten Band auf der kleinen Bühne und diese hat am meisten für Stimmung gesorgt. Von Bengalos bis Fahnen war alles dabei. Außerdem spielen sie ja auch mit Trompete und Saxophon, was die Fans sehr feierten. Der Sound war für mich bei der Band am besten abgestimmt. Viele ihrer stimmungsvollen Hits wurden absolut gefeiert. Bevor die Band auf die Bühne kam, wurde „Keine Angst“ von Danger Dan gespielt und alle sangen mit – hier gab es Gänsehaut.
Daraufhin spielte schon die Band auf die sich die meisten, laut T-Shirts, gefreut haben - “Betontod” auf der großen Bühne. Mit einem Polizeiauto als Kulisse und Megaphon hat diese Band sehr gut abgerissen. Am Anfang hatten sie ein paar Probleme mit dem Sound, diese haben die Ton-Techniker aber relativ schnell in den Griff bekommen. Ansonsten waren “Betontod” wirklich super! Dort konnte man auch die meisten Fahnen sehen.
Als Abschluss spielte die Band “Doppelbock” auf der kleinen Bühne, was auch eine gute Wahl war für den Schluss, da auch sie gut gespielt haben und das Festival so gut mit einer absoluten Feier-Laune beendet haben.
Im Allgemeinen kann man sagen, war die Band-Auswahl wieder sehr gut und dieses mal ein bisschen abwechslungsreicher, was ja jeder für sich entscheiden muss ob es gut oder nicht so gut war. Jedoch hat es mir wieder gut gefallen.
Ende Sohnemann – danke!
Ich habe als Abschluss noch ein paar Band-Wünsche für das nächste Jahr und ihr könnt auch mal eure Wünsche in die Kommentare schreiben! Ich nenne mal „Fahnenflucht“, „Alarmsignal“, „Emscherkurve 77“ und „Slime“ und ja ich weiß, dass bestimmt schon fast alle Bands für 2027 feststehen – trotzdem darf man doch mal träumen, oder?
Also – macht weiter so! Ihr macht das wirklich gut!
Nachbericht und Foto von Florian Puschke
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