Egal, wie oft ich mir Live-Videos von Turnstile angeschaut und dabei gedacht habe: „Da wäre ich jetzt gerne dabei“ – wirklich dort zu sein war noch viel besser als in meiner Vorstellung.
Der Abend in München startete schon kraftvoll, mit High Vis im Vorprogramm. Die Band lieferte die perfekte Einstimmung auf das, was noch kommen würde: Viel Energie, viel Schweiß, viele Sprünge. Das Publikum war sofort Feuer und Flamme und tanzte jeden Song mit.
Die zweite Vorgruppe, The Garden, drosselte das Tempo dann etwas. Besonders der experimentelle Teil nach den Punksongs passte meiner Meinung nach nicht ganz zum restlichen Programm des Abends. Vielleicht war es aber auch nur mein Eindruck – denn viele Fans im Publikum haben den Auftritt regelrecht gefeiert. Und mein Körper hatte zwischen den beiden anderen Bands zumindest eine kleine Verschnaufpause.
Schon bevor Turnstile die Bühne betrat, lag dann eine besondere Spannung in der Luft. „Never Enough“, der Titel, der auch ihrem neuen Album den Namen gibt, war als Opener zwar ein überraschend ruhiger Song … doch danach begann mit „T.L.C.“ der völlige Ausnahmezustand.
Turnstile wechselten in rasanter Geschwindigkeit zwischen den Titeln ihres neuen Albums und denen des vorherigen, „Glow On“. (Zwischendurch spielten sie natürlich auch ein paar ältere Werke an). Die Intensität war während des gesamten Konzerts sowohl auf als auch vor der Bühne auf dem Maximum – großes Lob an die Security vor der Bühne, die teils mit drei Crowdsurfern gleichzeitig klarkommen musste. Bei „Birds“, dem letzten Song, wurden Band und Publikum dann eins. Im wahrsten Sinne des Wortes – denn so viele Fans, wie dort nur irgendwie Platz fanden, ließen es sich nicht nehmen, diesen großartigen Abend Arm in Arm mit der Band auf der Bühne ausklingen zu lassen.
Nachbericht und Handy Foto von Melvin Núñez.
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