Unser letzter Festivaltag begann auf der Sounds for Nature Stage mit 100 Kilo Herz. Die Jungs präsentierten sich erneut als absolut verlässliche Live-Bank. Energiegeladen, sympathisch und mit viel Spielfreude. Bereits am Morgen hatten sie ein Akustik-Set auf der Campingplatz-Stage Festival Village gespielt, doch jetzt wurde richtig losgelegt, inklusive reichlich Pyro-Einlagen aus dem Publikum.
Danach stand auf der Taubertal-Stage der diesjährige Gewinner des Emergenza Newcomer World Final Contests: Crimson Bloom. Die gesamte Band beeindruckte mit einer enormen Ausstrahlung und einer Bühnenpräsenz, die man bei einem Newcomer so nicht jeden Tag erlebt.
Zurück auf der Nebenbühne gab es mit den Emil Bulls Alternative Metal in Reinform. Die Show war ein wahres Brett, energiegeladen, laut, präzise. Bilder können das kaum einfangen, und für viele und mich eingeschlossen war sofort klar: Das muss man sich nochmal live geben.
Anschließend wurde es auf der Hauptbühne ruhiger. Ennio brachte Indie zum Mitsingen. Gleich zu Beginn gab es allerdings eine Unterbrechung durch Ennio wegen eines Notfalls in den ersten Reihen. Erst als die betroffene Person in Sicherheit war, wurde das Konzert fortgesetzt werden. Danach folgte ein emotionales Set, bei dem die Fans jede Zeile mitsangen.
Gestärkt durch die zahlreichen Essensstände ging es wieder zur Sounds for Nature Stage, wo The Chats aus Australien mit ihrem rotzigen Punkrock das Tal ordentlich weiter aufheizten.
Auf der Hauptbühne folgten Nothing But Thieves aus Großbritannien mit feinstem Rock. Zwar bewegte sich die Band in den ersten drei Songs für Fotograf*innen eher sparsam, musikalisch riss sie jedoch alle mit. Mit The Butcher Sisters neigte sich das Festival auf der Nebenbühne dem Ende zu und wie! Ohne große Ansagen, aber mit voller Kontrolle über die Menge: Vom Scooterfahren über eine Wall of Death bis hin zu einer „Geburt“ auf der Bühne. Dieser Auftritt war ein einziger Fiebertraum oder für uns ein Spektakel. Trotz teilweiser Überschneidung mit Nothing But Thieves war der Platz vor der Bühne brechend voll.
Den krönenden Abschluss auf der Taubertal-Stage lieferte Yungblud. Wie am Vortag begann das Konzert nach einer kurzen Verzögerung und mit Änderungen bei den Foto-Songs. Von da an wurde nichts ausgelassen: Konfetti, Pyro, eine perfekte Lichtshow und eine Stimmung, die auf den Punkt war. Viele waren extra für ihn angereist, und das absolut zu Recht. Highlights gab es gleich mehrere: Als er jemanden aus dem Publikum auf die Bühne holte, der dann Gitarre spielte, ein Moment, den viele nur aus Videos kennen, oder sein Cover von Changes (Ozzy Osbourne), das den Abschluss unvergesslich machte.
Wer noch in Erinnerungen schwelgt, den sollte es sicherlich mehr als freuen, dass das Datum für 2026 bereits steht! Vom 06. bis 09. August geht es in ein Jubiläumsjahr, denn das Taubertal Festival wird 30!
Nachbericht und Fotos von Lukas Pförtsch.
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