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Interviews

Veröffentlicht am: März 4th, 2021 | durch Florian Puschke

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Weekly Carouse: Punkrock aus Calivoerdia

Weekly Carouse sind leider lange irgendwie an mir vorbeigelaufen. Nach dem Release der neuen Single musste ich mir aber doch mal die Scheiben der Band reinziehen. Da hatte ich doch all die Jahre was verpasst. Einfach geiler Punkrock, der ins Ohr und die Beine geht. Frisch aus CaliVOERDia. Wir haben den Jungs einige Fragen zum Release der Single aber auch zur bisherigen Diskografie sowie Plänen gestellt.

Hey ihr Lieben. Schön, dass ihr euch die Zeit nimmt. Wobei erwischen wir euch gerade?
Flo: Beim sonntäglichen Tatort schauen.
Frank: Meine Frau und die Kinder sind im Bett und ich sitz vor der Glotze. Mehr ist ja zurzeit auch nicht wirklich möglich. Aber immerhin trink ich Bier dabei ?
Raphi: Mit dem Laptop im Bett, ohne Bier.
Felix: Beim gemütlichen Sonntagsfrühstück. Gleich geht’s wieder in den neuen Proberaum, zum Renovieren.

Für diejenigen die Weekly Carouse noch nicht kennen. Stellt eure Band (inkl. Bandnamen ?) mal kurz vor.
Flo: Ich bin der Flo, gerade 41 geworden, versuche mich seit ca. 23 Jahren in der Band an der zweiten Gitarre und gelegentlich als Schreihals.
Felix: Ich bin der Felix und jetzt seit 17 oder 18 Jahren dabei, den Rest überlasse ich Frank. ?
Frank: Weekly Carouse heißt übersetzt „wöchentliches Saufgelage“. Der Name ist zwar unter Marketinggesichtspunkten ein totales Desaster, aber bis vor ein paar Jahren passte das noch ganz gut zu uns. Mittlerweile bin zumindest ich (fast 50) nicht mehr in der Lage mich wöchentlich abzuschießen?. Ich bin das einzig verbliebene Original-Mitglied, spiele Gitarre, seit 2001 Leadsänger und schreibe 99% aller Songs. Halli, der heute leider nicht dabei sein kann, spielt seit ca. 5 oder 6 Jahren Drums bei uns. Nebenbei ist er auch Drummer der Band POTTRIDDIM aus Mülheim. Felix vergaß zu erwähnen, dass er ebenfalls bei POTTRIDDIM am Bass dabei ist.

Weekly Carouse sind seit 1994 Jahre am Start. Wie würdet ihr Weekly Carouse von heute mit den Jungs von vor 25 Jahren vergleichen. Was hat sich geändert? Was ist gleichgeblieben?
Felix: Vor 25 Jahren war ich ja noch nicht dabei. Aber wenn ich an die Band von vor 15 Jahren zurückdenke, dann glaube ich, sind mittlerweile alle entspannter bei der Sache. Es gibt keinen inneren Druck, irgendwelche großen Ziele erreichen zu müssen. Wir können mit der Band tun und lassen, was wir wollen. Trotzdem sind die Proben viel produktiver geworden.
Frank: Zunächst mal ganz banal: das Line-Up und unser Alter haben sich geändert ?. Das Songwriting ist besser geworden. Vor allem die Texte. Wenn ich mir heute ein paar Texte von den ersten Scheiben durchlese, steigt mir etwas die Schamesröte ins Gesicht.
Flo: Geblieben ist der Durst, wenn wir mal zusammenhocken; geändert bzw hinzugekommen sind die Schmerzen nach dem Durst.

Ihr bedient ja durchaus viele Punkrock-Fans, da es in euren Songs sowohl englischsprachige, aber auch deutsche Nummern gibt. Zudem seid ihr in der Spielweise sehr vielfältig aufgestellt. Welche Bands sind eure Vorbilder?
Flo: Vorbilder in dem Sinne habe ich eigentlich nie gehabt; wenn es aber um Punkrock geht muss ich sicherlich die Hosen als Erste aufführen. Die kamen durch den Herrn Papa 1988 in Form von „Ein kleines bisschen Horrorschau“ ins Haus und wurde dann kurze Zeit später mehr von mir aufgelegt.
Frank: Ich bin in den 1980ern sozialisiert worden. ich hörte (und höre) viel von dem ersten Ami-Kram ala Circle Jerks, Adolescents, D.I., Gang Green, The Freeze usw. Ein sehr großer Einfluss waren für mich auch Social Distortion und Suicidal Tendencies. Dann kam 1988 bzw. 1989 und es änderte sich alles: Bad Religion! NOFX! Ich denke, den Einfluss von diesen beiden Bands, insbesondere NOFX hört man schon sehr heraus. Aber, ich find halt auch andere Musikstile geil, dazu gehört auch Hardcore oder Deutschpunk oder Emo. So dass meine Songs alle doch recht unterschiedlich sind. Das Plastic Bomb schrieb zur letzten Platte „könnte fast nen Sampler sein“. Das empfinde ich als riesen Lob! Sprachlich haben wir eine ähnliche Entwicklung wie andere Bands aus den Mitt-90ern durchlaufen. Die DONOTS haben ja früher auch nur Englisch gesungen und mittlerweile ebenfalls auf Deutsch. Ich denke, das lag damals zum einen an den „Vorbildern“, aber bei mir auch daran, dass ich es immer extrem herausfordernd fand einen guten deutschen Text zu schreiben. Auf Englisch kannst Du ja den größten Mist schreiben und es hört sich als Non-Native-Speaker immer noch gut an.

Mit wem würdet ihr gerne mal die Bühne teilen und warum?
Frank: Ehrlicherweise habe ich da heute niemanden mehr. Früher NOFX, BAD RELIGION und wie sie alle heißen. Ich würde generell gerne mehr Festivals spielen, das hat sich bei uns bisher nie so wirklich ergeben.
Flo: Puh… da fällt mir auf Anhieb gar nix zu ein. Hauptsache Bühne irgendwie.
Raphi: Überhaupt mal wieder eine Bühne mit jemandem zu teilen wäre in diesen Zeiten ja schon eine feine Sache., da wäre ich nicht wählerisch. Selbst als Weekly Carouse Pluseins standen wir erst einmal für einen Song auf der Bühne.

Eure Discografie hat schon einige Platten und Singles hervorgebracht. Auf welche Veröffentlichung seid ihr besonders stolz?
Felix: Immer die letzte.
Frank: Ganz klar die aktuelle Single und die beiden Platten davor. Raphi am Gesang jetzt dabei zu haben, ist einfach nur der Hammer.

Und welche Songs würdet ihr als Einstiegsdroge empfehlen?
– Still Alone
– Matter of Time
– All Talk No Action
– I like NOFX
– Du Stinkst
– Occupy the World

Mir persönlich gefallen die letzten beiden Scheiben super. Auch viele Texte lohnen sich. Mit „Meine Stadt“ habt ihr auch ein kleines politisches Statement am Start. Aus welchem Anlass habt ihr den Song verfasst?
Frank: Da gab es keinen speziellen Anlass. Sondern eher die Allgemeinlage, dass es immer noch Faschos gibt, heute sogar wieder mehr als früher oder sagen wir lieber, heute öffentlicher als früher. Wir waren immer sehr politisch und haben diverse Songs über dieses Thema geschrieben.
Felix: Wenn du in einer so kleinen Stadt wie Voerde aufwächst, hast du nicht die Möglichkeit oder den Luxus, in ein Viertel auszuweichen, wo du unter deinesgleichen bist. Du begegnest ständig, egal was du machst, dieser Kleinstadt-Faschoclique, von der auch eine Bedrohung ausgeht. Der Song ist der Versuch, zu sagen, „Es reicht. Ich lass mich nicht mehr einschüchtern, ich wohn auch hier, verpisst euch!“

Was denkt ihr? Welche Anti-Nazi Songs sind die wichtigsten?
Frank: Ärzte: Schrei nach Liebe
Raphi: Adam Angst: Professoren
Flo: Den oder die wichtigsten möchte ich gar nicht benennen; schlimm genug dass es solche Songs geben muss. Zum Glück kommen aber auch immer noch gute Songs nach.

Und wem würdet ihr heute „Wohlstandspunk“ widmen wollen?
Frank: Immer noch mir?. Witzigerweise haben damals einige Rezensenten diesen Song als Kritik an irgendjemanden aufgefasst. Aber Ende geht´s nur darum, dass ich mittlerweile froh bin, nicht mehr jede Billigplörre trinken, nicht die ganze Nacht an irgendnem Bahnhof auf nen Zug warten zu müssen. Als wir angefangen haben mit der Band, haben wirklich sehr, sehr viele Konzerte gespielt und auf den übelsten Böden, Matratzen gepennt. Wir touren heutzutage nicht mehr, aber wenn man dann sonst wo hinfährt, ist es schon cool, wenn man sich nen vernünftiges Bett im Hotel leisten kann. Das ist ja nur Hobby für uns und es soll Spaß machen. Die Idee zum Song kam mir übrigens, als wir mit ich glaube knapp 10 Leuten in einem Großraumtaxi zum Ruhrpottrodeo gefahren sind. Was jetzt auch nicht wirklich Wohlstand ist, da wir jeder 3 EURO fürs Taxi bezahlt haben. Aber man fühlte sich schon komisch.
Felix: Haha, nach wie vor Frank!

Eure letzte LP „ Weekly Carouse“. Wie wichtig empfindet ihr diese Platte heute?
Felix: Gerade was die Entstehung der Songs angeht, war die Platte sehr wichtig für uns. Davor war es eigentlich immer so, das Frank alle Songs komplett fertig arrangiert bei uns abgeliefert hatte. Bei der Scheibe haben wir uns dann das erste Mal, basierend auf seinen Demos, ausgetauscht und die Lieder gemeinsam entwickelt. Diese Herangehensweise haben wir für die MatterOfTime/Einsamkeit-Single jetzt auch wieder genutzt.
Frank: Felix hat recht. Nach über 20 Jahren Songwriting brauch man dann auch mal Hilfe, auch beim Texte schreiben. Felix hatte damals die entscheidenden Zeilen „Zwischen Ödniss und Tristesse gibt es Tausend Töne grau“ und „Ich weiß genau wo Nowhere liegt, ist Boredem nicht mehr weit“ geliefert. Erst dann habe ich den Text dann zu Ende geschrieben.

„This is all me“ singt ihr da. Was beschreibt euch – in drei Worten – als Menschen, was als Musiker?
Frank:
– Mensch: linksgrün versiffter Gutmensch
– Musiker: besser als früher ?
Flo:
– Mensch: ein Wort: gesellig ?
– Musiker: mehr der Handwerker

Gerade habt ihr mit „Matter of Time / Einsamkeit“ unter dem Namen WEEKLY CAROUSE PLUS EINS eine Single veröffentlicht. Erzählt etwas zu den Songs?
Frank: Beide Songs sind entstanden, als wir die Platte Back To CaliVOERDia aufgenommen haben. „Matter of Time“ hat es aber leider nicht auf die Platte geschafft, weil ich ihn ums Verrecken nicht singen konnte. Die Songs entstammen einer Zeit bzw. erzählen von einer Zeit, in der es mir emotional nicht so gut bzw. als es dann zwar langsam, aber stetig bergauf ging. Auch wenn die Zeiten heute deutlich besser sind, bedeuten mir beide Songs immer noch sehr viel, umso glücklicher bin ich, dass wir Matter of Time endlich fertig gemacht haben und dann die Idee mit der Single zusammen mit Einsamkeit hatten.

Was verbirgt sich unter dem PLUS EINS?
Raphi: Das bin dann wohl ich. 41 Jahre, aufgewachsen in Voerde. Ich habe früher in einer Band namens ESTRCIH BOY Bass gespielt und gesungen. Unser Drummer hatte vorher bei Weekly Carouse gespielt und diese Voerder Band damals live zu sehen war sicherlich auch ein Grund selbst Punkrock zu machen. Das Pluseins ergab sich irgendwie, Weekly Carouse allein schien mir bei dem Projekt nicht passend, aber meinen Namen wollte ich da auch nicht stehen haben, also wurde ich quasi auf die Gästeliste gesetzt.

Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Frank: 2019 haben wir unser 25jähriges mit einem Open Air in unserer Heimat gefeiert. Mit dabei und extra dafür wieder reaktiviert, war die bereits vom Raphi erwähnte Band ESTRICH BOY. Irgendwann nach dem Open Air kam mir dann die Idee, den Raphi mal zu fragen, ob er nicht Lust hätte Matter of Time zu singen. Tja und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Fun Fact: den Überhit von ESTRICH BOY „Saving the End of Summer“ haben wir auf der Back To CaliVOERDia gecovered ?

Die Erlöse kommen der Stiftung deutschen Depressionshilfe zu. Welchen Hintergrund hat diese Wahl?
Frank: Unser Video zu EINSAMKEIT erschien am 22.12.2020 und Stefan von Punkrockers-Radio.de teilte es auf seiner Facebook-Seite, u.a. mit den Worten: „Heute ist vielleicht ein guter Tag, mal jemand anzurufen, der vielleicht allein zu Hause ist.“ Irgendwie machte mir das wieder bewusst, wie viele Leute ich in meinem engsten familiären Umfeld kenne und kannte, die an Depressionen leiden / litten. Die für mich schlimmsten Erlebnisse waren zum einen die Erkrankung meiner Mutter vor über 20 Jahren. Wenn Deine Mutter dir sagt „halt mich fest, sonst spring ich vom Balkon“, dann weißt Du auch echt erstmal nicht was Du machen sollst. Viele Jahre später hat sich meine Großcousine umgebracht, die auch jahrelang aufgrund von Depressionen in Behandlung war. Ihr ist der Song „Etwas bleibt hier“ von der Back To CaliVOERDia gewidmet. Diese Krankheit ist ein solcher Teufel und wird bis heute von vielen immer noch unterschätzt und zum Teil belächelt oder nicht Ernst genommen. Da uns am Ende klar war, dass wir mit dem Single-Verkauf nicht annähernd die Kosten für das Studio, die Pressung und auch das Video, reinbekommen werden, war die Entscheidung dann recht einfach.

Gerade durchleben viele in der Corona Pandemie Depressionen und man merkt das alles einfach anders ist als früher. Wie erlebt ihr als Privatmenschen diese Pandemie?
Frank: Also, wir als Familie leben mit Unannehmlichkeiten in Zeiten des Lockdowns. Ich will da gar nicht jammern, außer vielleicht, dass ich meine Kinder wirklich bedauere. Anderen allerdings geht es viel schlimmer, die stehen kurz davor ihre Existenz zu verlieren oder kämpfen gerade auf irgendner Intensiv-Station um ihr Leben.
Raphi: Der Alltag ist schon ein kleiner Kampf. Meine Frau und ich haben vier Kinder, davon drei im homeschooling. Wir beide sind in medizinischen Berufen tätig, das heißt wir sehen täglich viele Menschen. Das ist einerseits sehr schön, weil wir nicht zu denen gehören, die täglich im home office sitzen müssen, aber irgendwie schwingt auch immer die Sorge mit sich was einzufangen. Ich glaube diese Zeit ist aber für jeden auf eine andere Art eine extreme Belastung.

Und wie als Band?
Raphi: Bisher sehr virtuell oder digital. Bis auf Einzelkontakte beim Einsingen im Studio, sind wir uns alle „körperlich“ kaum begegnet. Die Videodrehs zu den zwei Songs fanden entweder mit dem eigenen Handy oder nacheinander statt. Wir hatten auch schon eine Radiosendung als virtuelles Meeting. Ich hoffe aber sehr, dass sich das bald wieder ändern wird.
Frank: Das letzte Konzert und die letzte Probe waren im Herbst 2019. Wir sind eh nicht so die Probenweltmeister. Aber so zumindest alle 2 bis 3 Monate haben wir uns in der Vergangenheit zum proben getroffen. Mittlerweile seit fast 1 ½ Jahren nicht mehr. Das ist schon krass und fehlt. Wie Raphi schon sagte, bei den Aufnahmen im Studio zur aktuellen Single waren es immer nur Einzelkontakte. Und bei den beiden Videos zur Single gab es auch keinen Gesamt-Band-Kontakt.

Clubs schließen, Konzerte fallen aus. Wann erwartet ihr eine Rückkehr zur Normalität und auf was freut ihr euch besonders?
Felix: Ich hoffe schwer, dass wir zum Sommer hin wieder mehr machen können und dass die Impfungen bis dahin die Infektionszahlen deutlich drücken können.
Flo: Ich denke ohne Herdenimmunität wird es so schnell nicht wieder zu der uns bekannten Normalität kommen und am meisten freue ich mich aktuell auf ein frisch gezapftes Pils an meiner Lieblingstheke mit anderen Menschen.
Frank: Ich fürchte vor 2022 wird das nix mit Normalität. Dann aber, wenn ich noch durch eine Clubtür passe, geht´s erstmal auf nen Konzert, wenn´s denn dann noch Locations und Veranstalter gibt.
Raphi: Ich denke Frank hat da recht, auch wenn sich die Frage stellt, ob wir jemals wieder so eine Normalität haben werden, wie vor der Pandemie. Konzerte zu besuchen oder selbst zu spielen, steht da schon ganz oben auf der Liste der Sachen auf die ich mich freue, aber auch auf einen Restaurantbesuch hätte ich mal wieder Bock, oder Freibad mit den Kids, oder Kino, oder, oder…

Was sind eure Pläne für die nächsten Wochen und Monate?
Flo: Nicht komplett durchdrehen; also zumindest nicht mehr, als die Situation erfordert.
Frank: Dem Virus aus dem Weg gehen.
Raphi: Durchhalten bis alles wieder besser wird.

Können wir mit neuen Songs rechnen? Falls ja, macht und mal neugierig und verratet uns eine Textzeile?
Frank: In der Tat, wir wollen wirklich ’ne Platte machen, als 5-er, also mit Raphi. Aber, kommt Zeit, kommt Rat. Es gibt schon ein paar Songideen, aber Texte sind noch weit wech….

Kommen wir zum Ende des Interviews. Wenn ihr jeweils drei Wünsche frei hättet, was würdet ihr euch wünschen für:
Punkrock 2021
Felix: Hoffentlich wieder live.
Raphi: wieder mal live erleben.
Flo: Ruhrpott Rodeo, Back To Future, Punk Rock Holiday.

Weekly Carouse
Raphi: Dass ich nicht von der Gästeliste fliege.
Flo: Mal wieder proben würde schon reichen.

Fußball – Bundesliga
Frank: Aufhören, aufhören, aufhören! Das geht gar nicht, dass die im Momang noch spielen dürfen.
Raphi: Dem kann ich nur beipflichten…
Flo: Dito.

VOERDE
Frank: Dass die Stockumer Schule (Jugendzentrum) ihren 40. gebührend feiern kann, dass sie weitere 40 Jahre existiert und wir dann noch hin und wieder dort spielen dürfen.

77 Sucks
Frank: Keinen Wunsch, nur eine Erklärung: diesen Song und den Song „Punk Rock“ habe ich für all die Dödel geschrieben, die meinen einem bis HEUTE erklären zu müssen was Punk Rock ist und was nicht. Natürlich fand ich die Pistols, die Ramones, Clash geil. Aber irgendwie wollte ich diese selbstherrlichen Typen auch mal anpissen.

Ascher Fenster Halleluja
Frank: Auch hierzu eine kleine Geschichte: Der Song ist nem alten Bekannten von uns gewidmet, dem Blitz, der leider schon ein paar Jahre Tod ist. Irgendwann, da war ich 16, waren wir auf einer Punkrock Boot-Party. Dort haben Schliessmuskel und Pöbel & Gesocks (damals noch Becks Pistols) gespielt. Zu später Stunde saßen wir an einem Tisch. Blitz war ganz ruhig. Dann nimmt er einen Aschenbecher, schmeißt ihn durch ein Fenster und im Anschluss sagt er ganz trocken „Halleluja“. Werde ich nie vergessen. Problem war dann nur: der Kapitän wollte uns solange nicht von Bord lassen, bis das Fenster bezahlt war …..

Vielen Dank für das Interview. Die letzten Worte gehören euch.
Alle:
Vielen Dank für Euer Interesse und hoffentlich bis bald mal live und in Farbe, quasi persönlich mit nem eiskalten Hefeteilchen inna Hand!

Wir bedanken uns bei Weekly Carouse für das ausführliche Interview im Februar 2021. Wer die Band noch nicht kennt, dem raten wir hier von herzen mal reinzuhören. Punkrock aus Calivoerdia der ins Mark geht und sich festsetzt. Ganz ohne Nebenwirkungen. Wer mehr von Weekly Carouse wissen möchte, der schaut auf der facebook-Seite nach. Viel Spaß beim Entdecken. Nicht vergessen: Die aktuelle Single gibt es für 6 Euro (plus Versandkosten) zu erwerben und die Einnahmen gehen zu 100% an die Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Interview von Thorsten im Februar 2021

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