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Interviews

Veröffentlicht am: Januar 5th, 2020 | durch Florian Puschke

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„Ostgold“: Goitzsche Front im Interview

Mit „Ostgold“ ist das neue Album der Band Goitzsche Front erschienen. Wir haben uns mit den Musiker über die Songs, Hintergründe und weitere Themen unterhalten.

Moin, wo erwischen wir euch gerade?
Goitzsche Front: Wir sind gerade auf Pfeffi Promo Tour quer durch die Republik um auf Ostgold mit den Leuten anzustoßen.

Erstmal: Kürzlich war eure Jahresabschluss-Party – wie war es und wie geht es euch?
Goitzsche Front: Genau, am 14.Dezember war unser großer Jahresabschluss in Halle. Das letzte Konzert im Jahr ist immer ein besonderes! Neben dem wuchtigen Abriss am Abend hat unser Fanclub eine Spendenaktion für Kinder aus den umliegenden Kinderheimen organisiert bei denen sage und schreibe 6254€ zusammen kamen.

Mit „Ostgold“ erscheint im Januar euer neues Album. Lief im Studio alles wie immer, oder habt ihr dieses Mal etwas anders gemacht?
Goitzsche Front: Wir haben bei dieser Produktion immens viel Zeit in Anspruch genommen. Eine gute Platte ist wie ein guter Wein. Desto länger er reift, um so wertvoller wird er. Wir haben schon vor 2 Jahren angefangen mit der Produktion und somit regelmäßig immer wieder an den Ideen gefeilt, bis das gute Stück nun in den Läden steht.

Wie war die Zeit, in der ihr an den Songs gefeilt habt? Wie kann man es sich vorstellen?
Goitzsche Front: Die Zeit verlief generell mit einer Menge Arbeit aber noch viel mehr Spaß. Ein Album ist immer ein Zeitabschnitt aus dem Leben und Ostgold der Abschnitt von ca. 2 Jahren.

Kann man sagen, auf welche Kern-Themen ihr dieses Mal den Fokus gelegt habt?
Goitzsche Front: Die Platte ist extrem vielfältig. Jeder wird auf seine Kosten kommen, weil jede Nummer ein ganz eigene Berechtigung hat. Es geht um unsere Anfänge als Band, das 10 jährige Bestehen und den noch immer andauernden Spaß mit unseren Fans unterwegs zu sein . Wir kotzen uns aus über Leute die uns Steine in den Weg legten und veranschaulichen die Gesellschaft und die Zeit in der wir momentan leben. Natürlich geht es aber auch um die guten Facetten des Alltags und um das grüne Gold mit dem Hervorragenden Pfefferminzgeschmack. Das waren wir nach 10 Jahren unseren Leuten schuldig.

Wie setzt sich ein Goitzsche Front-Song zusammen? Von der Idee bis zum fertigen Lied?
Goitzsche Front: Das ist grundsätzlich oft unterschiedlich. Meistens haben wir einen Text und eine musikalische Grundlage und versuchen dann die Ideen so lange zu verknüpfen bis das Ding rund wird. Das Wichtigste bei einem Song ist, dass er Bock macht und eine Aussage in sich trägt. Wenn das erfüllt ist, ist der Kreativität keine Grenze gesetzt.

Die Texte beschäftigen sich mit dem Leben, Freunden, der Musik – ihr blickt aber auch zurück. Habt ihr damit gerechnet, dass es die Band soweit schaffen kann/wird?
Goitzsche Front: Nie im Leben! Als wir im Jahr 2009 angefangen haben, was alles nur als Garagenprojekt gedacht. Viel Bier und eine dicke Freundschaft- das hat sich bis heute nicht geändert.

Den Song „Der Osten rockt!!!“ habt ihr neu arrangiert und aufgenommen, mit dabei ist Dieter Birr. Wie kam es zur Zusammenarbeit?
Goitzsche Front: Maschine hat uns bei einer Show in Berlin besucht. Aufmerksam wurde er auf uns durch unseren Manager Steven, die vor einigen Jahren zusammen gearbeitet hatten.
Wir haben dann mit Maschine im backstage spontan ein paar Songs geträllert und irgendwie hat es gefunkt zwischen uns. Kurze Zeit später hatten wir die verrückte Idee von der Trabi-Tour quer durch die alte DDR und so hat sich über die Zeit eine tolle Freundschaft entwickelt.

Er ist auch auf eurem Jahresabschluss-Konzert mit aufgetreten – was bedeutet euch das?
Goitzsche Front: Es ist jedes Mal wieder ein atemberaubendes Gefühl mit solch einer Legende zusammen auf einer Bühne zu stehen. Verbunden durch die Leidenschaft zur Musik greifen wir über Generationen.

Auch beim Song „Was bleibt“ singt er mit – ist das ein ganz spezieller Song für euch?
Goitzsche Front: Der Song hat eine ganze besondere Bedeutung für uns. Auf der “Der Osten rockt – Tour” ist die Nummer zur Hymne geworden und jeder der dabei war, weiß ganz genau was wir damit meinen.

Ab dem 17.02.2020 geht es auf große „Ostgold“-Tour – wie bereitet ihr euch vor?
Goitzsche Front: Wir haben bislang 2 mal geprobt. Das sind genau 2 Proben mehr als in den letzten 4 Jahren zusammen. Aber wir sind guter Ding und haben große Lust auf die Zeit! Holt euch noch ein Ticket und lasst euch das nicht entgehen.

Was können die Fans erwarten? Gibt es Support?
Goitzsche Front: “VIVA” aus Nürnberg wird den Leuten ordentlich einheizen. Danach können sich die Leute gefasst machen auf die volle Power Goitzsche Front mit neuen Songs und alten Klassikern im Gepäck.

Bitte beendet folgende Sätze!
Die Goitzsche brennt…
Goitzsche Front: …jedes 2. August Wochenende zu unserem Festival.

Unser Rucksack wird immer voller Bier sein, weil…
Goitzsche Front: …wir vorbeireitet sind.

Meine kleine Welt ist wunderbar, weil…
Goitzsche Front: …wir sie uns genauso machen!

Was bedeuten euch folgende Wörter?
Familie
Goitzsche Front: Zuhause.

Freunde
Goitzsche Front: Rückhalt.

Freiheit
Goitzsche Front: Das höchste Gut.

Der Osten
Goitzsche Front: Rockt!

Pfeffi
Goitzsche Front: Nationales Kulturerbe.

Vinyl
Goitzsche Front: Kult.

Tough Magazine
Goitzsche Front: Cooler Scheiss.

Vielen Dank, die letzten Worte gehören euch!
Goitzsche Front: Danke für dieses Interview und das wir das Leben so leben dürfen und unsere Fans mit enormem Rückhalt hinter uns stehen.

Interview von Florian im Dezember 2019

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