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Interviews

Veröffentlicht am: Oktober 21st, 2021 | durch Florian Puschke

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„Now or Never“: Supernova Plasmajets im Interview

Das ist eine Ansage! Die Supernova Plasmajets haben mit „Now or Never“ ein kleines Feuerwerk auf den Markt geworfen. Die 80er Jahre ins Hier und Jetzt transferiert. Jetzt oder Nie! Und tatsächlich legen sie mit dem Album einen weiteren Grundstein, der sie vor größeres Publikum bringen kann. Wir haben den Supernova Plasmajets (Alexis Rose) einige Fragen zum „Jetzt oder Nie“ – „Now or Never“ gestellt.

Hey ihr Lieben, schön dass ihr euch die Zeit fürs Interview nimmt. Wobei erwischen wir dich gerade?
Alexis Rose: Hi! Es ist gerade Montag Morgen, ich sitze beim Kaffee und wir koordinieren gerade ein paar Dinge wie z.B. unsere Tour im Herbst (da muss nämlich u.a. noch Merch bestellt und ein paar Hotels gebucht werden), außerdem gab es Probleme mit dem Release der Japan-Edition, da gibt es auch noch ein bisschen was zu klären. Überwiegend ist aber schon die Vorfreude auf die Album-VÖ kommende Woche.

Für Leute, die euch noch nicht kennen. Stellt die Supernova Plasmajets einmal in wenigen Sätzen vor.
Alexis Rose: Wir haben uns 2010 als Side-Project gegründet, damals noch auf deutsch, mit Till Promill am Gesang, der dann zu Saltatio Mortis gewechselt hat. 2013 haben wir bis auf den Bandnamen nochmal alles auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und mit Jennifer als Sängerin in die englische Sprache gewechselt. 2014 kam dann die erste EP, 2017 das erste Album. Wir kommen alle aus Mannheim oder der umliegenden Region und unser erklärtes Ziel ist es, den lang vermissten Stadion-Rock der 80er in einem frischen Gewand, einer neuen Generation wieder
schmackhaft zu machen.

Egal wie man euch erlebt. Ob von Platte oder auf der Bühne. Die Referenz an die 80er Jahre sind nicht nur im Outfit, sondern vor allem in der Musik unverkennbar. Wie kam es zu dieser Idee, den
80er Jahre Stadion-Rock nun wieder in die Clubs zu transportieren?
Alexis Rose: Manni und ich sind Kinder der 80er und für uns war die Zeit sehr prägend. Wir haben vor SNPJ zusammen über 10 Jahre in einer NuMetal Band gespielt, die dann Richtung Metal-Core ging. Uns hat das einfach alles irgendwann gelangweilt, auch was sonst an Musik auf den Markt kam. Wir dachten in den 80er war irgendwie alles kreativer, eigentlich müsste man den Sound von damals ins Hier und Jetzt transferieren und so kam dann nach und nach die Idee und Vision bei der wir heute angekommen sind. 80s aber zeitgemäß und keine Kopie.

Sicher habt ihr alle Vorbilder in den 80er Jahren. Welche Künstler sind euch da besonders im Gedächtnis geblieben?
Alexis Rose: Da hat jeder so seine Lieblinge. Ich stehe voll auf Mötley Crüe, Poison und Warrant. Manni mehr auf Guns n Roses, Whitesnake und Europe. Am Ende kommt ein schöner Mix raus. Es Gab auch noch andere coole Bands wie Treat, Def Leppard, Skid Row oder Ratt.

Und welche Platten aus der damaligen Zeit hört ihr selbst noch gerne?
Alexis Rose: Für mich ist „Look what the cat dragged in“ von Poison immer noch der Hammer. Bei Manni auf jeden Fall die beiden „Use Your Illusions“ und „Appetite“ von Guns n Roses.

In der Corona – Zeit ist sicher vieles anders gelaufen. Viele Bandes haben durch Corona Touren verschieben, Releases umplanen und andere Dinge machen müssen, die so nicht geplant waren
(Auto-Konzerte, Streaming, …) Was war für die Supernova Plasmajets das ätzendest an der Corona Zeit?
Alexis Rose: Das nervigste war, dass wir 2019 noch auf Tour mit Kissin Dynamite waren und 2020 die neue Platte, samt Tour nachschieben wollten. Das hat dann halt leider nicht geklappt und bei so manchem Konzert-Besucher gerät man nach zwei Jahren auch wieder in Vergessenheit. Außerdem hatten wir trotz laufender Kosten null Einnahmen, die wir dringend für die Platte benötigt hätten. Aber ich will da nicht jammern, andere Künstler und Menschen aus der Branche hat das wesentlich härter getroffen. Streaming und Auto-Kino hatten wir komplett abgelehnt – Entweder richtig oder gar nicht.

Und was habt ihr Positives mitgenommen?
Alexis Rose: Ganz klar, dass wir mehr Zeit hatten für die Platte hatten, das hat den Songs nochmal extrem gut getan.

Kommen wir zum neuen Album. „Now or Never“ als Albumtitel sagt schon einiges aus, gibt aber auch Platz für Spekulationen. Was bedeutet euch der Albumtitel?
Alexis Rose: Den Songtitel gab es schon vor Corona, den Album-Titel aber nicht. Wir fanden die Doppeldeutigkeit dahinter ganz charmant und ja, wir wollen es jetzt einfach wissen :)

Was war diesmal beim Songwriting und der Produktion gleich zum Vorgänger. Wo waren die Unterschiede?
Alexis Rose: Wir haben diesmal die Synthies als eigenes, sechstes Instrument betrachtet, das gibt dem ganzen noch mehr diesen 80er-Jahre-Flair. Außerdem haben wir zum ersten Mal ein Song-Feature mit Andy Brings dabei, sowie einen Cover- Song „Tell It To My Heart“, im Original von Taylor Dayne. Ansonsten sind die Songs aber recht gleich in der Entstehung geblieben – wir erarbeiten zusammen im Proberaum die Grundgerüste und produzieren später im Homestudio, sowie im richtigen, großen Studio den Rest zu Ende. Das hatte sich beim Debüt schon bewährt und haben wie so beibehalten.

Man kann die Songs am Stück durchhören. Viele davon bleiben aufgrund der starken Kompositionen im Ohr. Die ersten Rezensionen von Presse aber auch Freunden und Fans sind sicher da. Welche Reaktionen haben euch am stärksten erfreut und welche überrascht?
Alexis Rose: Reviews sind ein schwieriges Thema. Man kommt nicht drumherum, meistens fallen sie ja ganz gut aus, das freut einem natürlich, es war aber auch schon so, dass man das Gefühl hatte, dass derjenige die Platte überhaupt nicht komplett angehört und dann am Ende auch nicht verstanden hat, worum es geht. Das nervt dann. Ich lese mir immer alle Reviews durch und kann auch bei Kritik ganz gut darüber stehen, wir haben aber auch Bandmitglieder, die interessiert das gar nicht. Was man aber sagen kann zum Thema überrascht – Reviews aus dem Ausland fallen fast immer sehr viel besser aus, da merkt man schon, dass die deutschen Schreiber einer deutschen Band nicht immer den „Erfolg“ (wenn man das mal so nennen mag) gönnen oder man schon mal von vornherein „härter“ betrachtet und kritisiert wird. Insgesamt war aber die Kritik bisher fast ausnahmslos sehr gut und das ist natürlich eine schöne Sache.

Mit „Take Me to the Underground“ habt ihr eine strake Nummer, die direkt von dem Ohr in die Beine und von dort sicher auf die Tanzfläche geht. Welchen Hintergrund hat das Stück?
Alexis Rose: Insgesamt sind die Stücke und Texte diesmal etwas düsterer ausgefallen, was wohl dem Zeitgeist geschuldet ist. Das ganze spiegelt sich auch im Artwork wider. Speziell bei dem Song war es so, dass wir auch was schnelles und tanzbares wollten, das hat ganz gut geklappt :)

„Now or Never“ als Titelsong wurde auch als Single ausgekoppelt. Was bedeutet euch dieser Song und was macht ihn eurer Meinung nach zur sicheren Single? Ist dieser Song ein Stück, das die
Supernova Plasmajets 2021 am besten beschreibt?
Alexis Rose: Bei dem Songtext handelt es sich um eine zwischenmenschliche Geschichte, wie bei fast allen anderen Songs auch. Rein instrumental betrachtet ist der Song aber 100% unser unverkennbarer Style, von daher war es auch die perfekte Single und zugleich eine gute Gelegenheit den Albumtitel zu manifestieren.

Ich persönlich finde ja „I’m not Okay“ mega gut. Welchen Hintergrund hat das Stück?
Alexis Rose: Danke sehr, das ist auch einer meine Favoriten, weil ich den Groove total geil finde. Was den Hintergrund betrifft, müsstest du mal mit Jennifer sprechen, sie hat den Text geschrieben, aber im Prinzip beruht das auch auf persönlichen Erlebnissen – ein Thema über das man wahrscheinlich Romane schreiben könnte ;)

In auch „Break Me Down“ habt ihr Andy Brings als Gastsänger am Start. Wie kam es zu dieser Kooperation?
Alexis Rose: Zum einen ist es so, dass Sodoms „Tapping The Vein“ Platte mit Andy an der Gitarre mich mit 12 Jahren zum „richtigen“ Metal gebracht hat und sozusagen die Initialzündung für so so ziemlich alles musikalische in meinem Leben war. Wir haben uns zufällig vor Jahren kennengelernt und haben uns persönlich wie musikalisch sofort blind verstanden. Wir spielten dann auch einige gemeinsame Shows und es war eigentlich schon immer klar, wenn es mal zu einem Feature kommt, dann mit Andy.

„Tell it to my Heart“ ist sicher ein lässiger Abschluss eines guten Albums. Wem würdet ihr diesen Song gerne widmen?
Alexis Rose: „Tell It To My Heart“ ist ein Cover Song, den wir schon seit einer ganzen Weile Live im Set integriert hatten. Wir wurden sehr oft gefragt, ob wir den nicht mal aufnehmen könnten und dem Wunsch kamen wir natürlich gerne nach. Von daher ist er allen Fans gewidmet, die uns auch schon seit Jahren unterstützen. Danke dafür!

In den Danksagungen im Booklet kann man viele Partner aber auch einige Bands lesen. Welche dieser Begegnungen mit anderen Bands bedeuten euch am meisten?
Alexis Rose: Bei mir persönlich war es schon cool, dass ich als alter Sodom Fan mal mit Onkel Tom zusammen auf einem Festival spielen konnte, außerdem spielten wir auch mal mit Fozzy, bei denen Wrestler und WWE Superstar Chris Jericho am Mikro steht und Wrestling fande ich eine ganze Zeit lang auch ziemlich nice. Ganz speziell fand ich aber auch Gespräche mit Korn-Mitgliedern, Phil Anselmo (Pantera) oder Zoli (mittlerweile Ex-Ignite). Das sind so die Sachen, die man niemals vergessen wird. Besonderen Dank muss ich aber auch an Eskimo Callboy aussprechen, die uns bereits schon seit 2013 auch immer unterstützt haben und mit denen wir auch schon öfters als Support zusammen gespielt haben. Genau so wie „The New Roses“ und „Kissin Dynamite“, die uns auch immer wieder mal als Support einladen.

Nach der Platte ist… Was haben die Supernova Plasmajets im Jahr 2021 aber auch im kommenden Jahr vor?
Alexis Rose: Da gibt es noch keine konkreten Pläne, man muss die Entwicklung abwarten, aber wahrscheinlich schon wieder an neuen Songs arbeiten, denn für 2022 noch Shows zu bekommen, wird relativ schwierig werden, da die fertigen Line Ups von Touren und Festivals ja nun schon seit fast 1,5 Jahren bestehen und dann „hoffentlich“ 2022 auch wieder stattfinden können. Ich plane und überlege also eher schon in Richtung 2023. Im Moment steht der Fokus aber auf Album-Release und anstehender Tour.

Bald ist der Release des Albums. Welche drei Sätze würdet ihr gerne von welchem Musiker über die Platte hören?
Alexis Rose: Okay, das ist eine gute Frage! Und ich werde bewusst richtig übertreiben. Tommy Lee (Mötley Crüe): „They are my new favourite band and we should invite them to our stadium tour.“ Hayley Williams (Paramore): „I want so sing and record a duett with Jennifer Crush.“ Slash (Guns n Roses): „They are bringing back the real feeling and spirit of the 80s“.

Kommen wir zum Schluss des Interviews zu Gedankenblitzen. Was bedeuten euch die folgenden Begriffe?
Mannheim:
Alexis Rose: Heimat und Lebensmittelpunkt mit dem besten Fußballverein Deutschlands, dem SV Waldhof Mannheim.

Song des Jahres:
Alexis Rose: Linksradikaler Schlager von Swiss

Große Bühne
Alexis Rose: Das erklärte Ziel für die Zukunft

Einhörner
Alexis Rose: Kann man bei unseren Auftritten Live auf der Bühne sehen.

Dinosaurier
Alexis Rose: Scorpions

Interviews in Corona Zeiten
Alexis Rose: Gab es bisher wenige und werden gerade wieder mehr, Corona neigt sich dem Ende.

Tough Magazine
Alexis Rose: Super Seite, Danke für eure Unterstützung!

Bitte entscheidet euch mit Begründung
Alice Cooper Vs Ozzy Osbourne
Alexis Rose: Ozzy weil er Ozzy ist, alleine schon wegen der Fledermaus-Geschichte. Aber auch musikalisch gesehen viel geiler als Alice, Sorry Herr Cooper, du bist aber auch cool!

Yps Vs. Mickey Mouse
Alexis Rose: YPS natürlich, das vermisst man doch genau so sehr wie den Stadion-Rock von früher.

Tom Vs. Jerry
Alexis Rose: Jerry, weil er immer gewinnt.

Marty Mc Fly Vs. Arnold Schwarzenegger
Alexis Rose: Marty, weil es die drei besten Filme ever sind. Danach kommt aber schon Arnie wegen Predator und Terminator auf Platz 4 und 5.

Mötley Crüe Vs. AC/DC
Alexis Rose: Crüe! Weil meine absolute Nummer 1. AC/DC mag ich leider überhaupt nicht und nervt mich sogar richtig. Schon immer!

Jennifer Crush Vs. Crushed Ice
Alexis Rose: Jennifer, weil Crushed Ice bekommt man überall, Jennifer aber nicht.

Wir bedanken uns bei euch für die Zeit, die ihr euch genommen habt? Natürlich gehören die letzten Worte euch. Also los :)…
Alexis Rose: Wir danken euch, dem Tough Magazine, und allen Fans, die uns immer so mega unterstützen. Wir sehen uns auf Tour oder bei einem Festival. Wir freuen uns drauf! Stay heavy und healthy!

Tatsächlich haben wir uns sehr gefreut, dass die Supernova Plasmajets sich die Zeit genommen haben. Musiker, mit Spaß an der Sache. Sowohl live als auch auf CD stark. Wer mehr wissen möchte, der schaut mal auf der facebook-Seite vorbei unter. Wir wünschen nur das Beste und freuen uns auf weitere Projekte von mit den Supernova Plasmajets.

Interview von Thorsten im Oktober 2021

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