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Interviews

Veröffentlicht am: August 4th, 2020 | durch Florian Puschke

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„Immer auf der Suche“: Doris Daydream im Interview

Wer hätte das gedacht? Obwohl Doris Daydream als Sekretärin eher weniger im Rampenlicht steht, hat sich diese für ein Interview zur Verfügung gestellt. Natürlich betreffen die Fragen die Abenteuer aus ihren beiden Comics, die bei Weissblech erschienen sind, aber auch ihre Suche nach Akte 369/B, ihrem Arbeitgeber der Anwaltskanzlei Grabbe & Bluster aber vielleicht auch den Weissblech Verlag. Wir wünschen euch viel Spaß mit dem Interview mit einer sittsamen Sekretärin die tatsächlich irgendwie mehr Bond als Bondage in sich hat (oder war es umgekehrt?)

Hey liebe Doris. Schön, dass du dir die Zeit fürs Tough Magazine nimmst. Wobei erwischen wir dich gerade?
Doris: Beim Sommerurlaub auf dem Balkon.

In den letzten Jahren hast du durch Abenteuer in „Schlagzeilen“ auf dich aufmerksam gemacht. Wie sehr hast du dich gefreut, als plötzlich im Weissblech Verlag zwei ganze Bände über deinen Alltag erschienen?
Doris: Ich habe mich riesig darüber gefreut! Bei Weissblech werden noch richtige Comics gemacht.

Von einer sittsamen Sekretärin zur Dimensions-Detektivin. Erklär uns deinen Werdegang!
Doris: Ach du je, das ist schwer zu erklären. Es war ja nun eher eine wüste Aneinanderreihung abstruser Zufälle denn ein Werdegang. Die beste Erklärung liefern, glaube ich, die beiden Alben von Weissblech.

Die Akte 369/B ist irgendwie ein großes Rätsel des ersten Bandes. Wofür steht die Abkürzung in der Anwaltskanzlei? Was bedeutet das „B“?
Doris: Hmm, eine sehr interessante Frage. Die ich mir selber komischerweise nie gestellt habe. Bitte halte mich doch auf dem Laufenden, falls Du in dieser Sache etwas herausfindest, ja?

Wie groß war für dich bei der Suche nach der Akte der Schock, als du plötzlich auf einer Party aufgetaucht bist? Wieso hast du vorher diesen Keller nicht entdeckt?
Doris: Damals war ich sehr erschrocken. Im Rückblick aber ist es wahrlich nicht das Schlimmste, das mir passierte. Den Raum im Keller kannte ich, die Überraschung war, dass dort eine Party stattfand.

Als Gallionsfigur hast du durchaus eine gute Figur abgegeben. Für dich ein Job mit Perspektive?
Doris: Nein, danke! Aber vielleicht hast Du Interesse? Die Blutmarie sucht ständig nach neuen Gallionsfiguren.

Auch Gianni Guigini ist für dich sicher mehr als nur ein flüchtiges Abenteuer, oder? Was bedeutet dir Gianni?
Doris: Na, da haben wir den Dimensionssalat! Gianni Guigini bedeutet mir tatsächlich gar nichts. Denn ich bin nicht die Doris, die 40 Jahre ihres Lebens mit ihm verbracht hat. Ich bin aber sicher, dass die Doris aus der anderen Dimension ihn sehr geliebt hat.

Kurz nach dem Zusammentreffen mit diesem fährst du auf einem Feuerstuhl durch einen dimensionslosen Raum? Was hast du in diesem Moment empfunden? Für dich eine Verwandlung oder eine Befreiung?
Doris: Erstmal eine Befreiung. Und ein Weckruf. Mir taten sich plötzlich völlig neue Horizonte auf. Die Verwandlung stellte sich erst nach und nach ein.

Im ersten Roman gibt es mehr als einen Mann, den du, ähhh küsst. Wer war der beste?
Doris: Tut mir leid, ich möchte lieber keine solche Rangliste erstellen. Das führt nur zu Schmerz und Missverständnissen.

Der glücklose Sven ist sicher ein tragischer Held des ersten Bandes? Was empfindest du bei Menschen wie Sven?
Doris: Ich halte Sven gar nicht für so tragisch. Er hat eigentlich alles, was er braucht, in sich. Er muss es nur finden und befreien. Wir alle sind im Grunde Sven.

Im zweiten Band hast du schon im Vorwort ein Superheldinnenkostüm am Start? Kannst du dir, als Dimensions-Detektivin auch noch ein knalligeres Kostüm überlegen oder bleibt es so, ähhh, schlicht?
Doris: Oh, vorstellen kann ich mir vieles. Und Kostümwechsel geschehe ja am laufenden Band in meinen Abenteuern. Ich kann mich da also gar nicht festlegen.

Der Pfarrer im Band zwei deiner Abenteuer wird von dir praktisch gerettet? Wie wichtig ist dir dieser Hochwürden?
Doris: Nun, zunächst einmal war er die Zielperson meiner Mission, das Interesse war also in erster Linie beruflich. Dann hat sich schon so etwas wie eine Romanze entwickelt, aber schließlich… na, das lässt sich am besten in meinem zweiten Weissblech-Album, „Die bizarren Bondage-Abenteuer einer tolldreisten Diumensionsdetektivin“ nachlesen.

Das zweite Abenteuer im zweiten Band hört auf den schönen Namen „Kamasutra Neolithica“? Kannst du unseren Lesern dieses Kamasutra etwas erläutern? Sicher ist es ein Brettspiel? Oder?
Doris: Haha, Brettspiel, eine großartige Idee! Das solltest Du unbedingt realisieren. Nein, das Kamasutra ist ein altindisches Buch über Liebespraktiken. In diesem Fall in der Neusteinzeit angesiedelt.

Auch Brigitte Sonnenfroh belebt deine Abenteuer. Wie stehst du zu Brigitte? Habt ihr eure Handynummern schon getauscht?
Doris: Mal abgesehen von dem Fluktuanten Frollo habe derzeit überhaupt keinen Kontakt zu Mitarbeitern des BDSM, wie man sich nach Lektüre meiner Abenteuer vielleicht vorstellen kann.

Wie ist grundsätzlich der Handyempfang in der Dimensionslosigkeit?
Doris: Schlecht. Sehr schlecht.

Wenn jemand deine Geschichten als teuflisch bezeichnet, kann man ihm recht geben. Immerhin spielt auch Satan im zweiten Band mit? Wieviel Teufelsweib steckte in dir vor deinem ersten Abenteuer und nach deiner Entwicklung zur Dimensions-Detektivin?
Doris: Ich glaube, ich bin am Anfang und am Ende im Grunde die Gleiche. Ich habe nur vieles in mir entdeckt und zugelassen.

Sicher bist du auch derzeit sehr aktiv. Wird es weitere Geschichten von oder mit dir geben?
Doris: Ja, das ist wahrscheinlich. Aber erstmal bin ich wenig aktiv, weil im Sommerurlaub ;)

Welche Geschichten über dich dürfen nie an die Öffentlichkeit?
Doris: Es wäre wenig sinnvoll, wenn ich die jetzt hier ausplaudern würde, oder?

Im Weissblech Verlag haben deine Abenteuer ein Zuhause gefunden? Vor welchen Helden des Weissblech Universums fürchtest du dich am meisten?
Doris: Im Grunde sind das alles sehr liebe Kollegen. Aber wenn ich wählen muss: Vor dem Fährmann.

Und wen hättest du gerne beim Ermitteln an deiner Seite?
Doris: Oh, das fällt mir leichter: Luba Wolfschwanz, die neueste Heldin bei Weissblech. Ihre Kraft und Entschlossenheit fehlen mir manchmal.

Welche Musik hörst du persönlich, wenn du mal nicht als Detektivin am Start bist?
Doris: Da kann ich mich schwer festlegen, ich mag so vieles. Im Sommerurlaub gerne France Gall und den frühen David Bowie.

Und welche Comics liest du?
Doris: Auch hier könnte ich eine lange Liste schreiben. Meine Favoriten sind und bleiben Will Eisners Spirit und Mike Mignolas Hellboy. Und natürlich Weissblech-Comics.

Was bedeuten dir die folgenden Begriffe?
Virginia Payne
Doris: Intrigante Papiertigerin.

Levin
Doris: Ein netter Kerl, vielleicht ein wenig schrullig.

Rock `n` Roll
Doris: Drei Akkorde, zwölf Takte, Millionen Möglichkeiten.

Comic Branche
Doris: Das wäre schön!

Eckart Breitschuh
Doris: Er gibt sich ja Mühe.

Gürtel
Doris: Können nützlich und kleidsam sein.

Tough Magazine
Doris: Das seid ihr, oder? Hallo, liebe Grüße!

Vielen Dank für das Interview die letzten Worte gehören dir!
Doris: Oh, danke!

Wir bedanken uns bei der sympathischen Doris Daydream für ein nettes Interview im Juli 2020. Wir wünschen ihr, dass die Sommermonate nicht zu heiß für sie sind und sie sie auch mal abkühlen kann. Im nächsten Abenteuer gibt es bestimmt wieder genug Momente zum Dampf ablassen. Wer mehr über Doris Daydream wissen möchte, der schaut nach unter weissblechcomics.com.

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