Jérôme 5 – Punkt, punkt, komma, klar

Jérôme 5 kommen recht schnell auf den Punkt. „Punkt, punkt, komma, klar“ heißt ihr Album, das fünfzehn Song beinhaltet und 45 Minuten lang klaren Punkrock liefert.

Natürlich auch mit Aussage.

Dass der Punk bei Jérome 5 groß geschrieben wird, versteht sich von selbst, denn die seit 2018 aktive Band hat sich auf dem 2018er Ruhrpott Rodeo (ja, vor Corona) kennen gelernt und sind seitdem am Start.

Ihre Songs sind flotte Punkrocknummern, die zum Teil noch klingen als seien sie live (im Proberaum) aufgenommen, aber das hat hier seinen Charm.

Nach dem Intro geht es mit „BCHVLLKPFLR“ nach vorne. Eine ordentliche Punkrocknummer mit einem schönen Gitarrensolo am Ende. Ordentlicher Start.

Die „Mofakette“ finde ich etwas schlechter.

„Jeremy 5“ (ist das der Bruder von Jerome?) ist wieder ein kleiner Hit. Erinnert mich ein wenig an die Chefdenker. Guter Song.

Dass die Band nicht nur Vollgas Nummer spielen kann zeigen sie mit „Einzeller“. Das ist dann ein Song, der im Kopf bleibt. Ganz geile Melodie.

Das danach folgende „Rottendotcom“ gefällt mir mit am besten vom ganzen Album. Schön rockiger Song. Einige Tempowechsel und ein starker Text. Reinhören. Ist ein Treffer.

Wenn sie ganz vom Gaspedal zurückschalten, kommen dann Stücke wie „Calippo, Labello, Aleppo“ aus den Boxen. Auch das gut, da anders. „Wir beißen auf Gold, die anderen ins Gras“ ist natürlich auch gut.

Auch wenn „Das B. in Deutschlanb“ ein super Songtitel ist, finde ich die Umsetzung etwas schlecht. Der Text ist aber ganz geil.

Bildung. Ja, gebildet sind die Jungs auch. Zumindest im Fach „Punkrock“ haben sie gut zugehört und auch praktisch können sie diesen gut umsetzen.

Ein ordentliches Album. Ich bin da gespannt auf mehr.

Wird aber auch kommen, denn auf ihrer Facebook-Seite kündigen sie es ja schon an. Schaut mal vorbei.

Ein Album, das Fans deutschsprachiger Punkmusik gefallen kann.

Sicher? Ja,klar.

Punkt, punkt, komma, klar.

Review von Thorsten

 

Dieser Artikel wurde am: 18. April 2021 veröffentlicht.

Ähnliche Beiträge

Betontod – Wir fangen jetzt erst an
CD Reviews

Betontod – Wir fangen jetzt erst an

Kaum liegt die neue Scheibe der Jungs von Betontod auf meinem Tisch kommen alte Erinnerungen hoch. Das 2017er Album „Revolution“ habe ich damals rauf und runter gehört, es war mein ständiger Begleiter im Auto oder beim Sport. Trotzdem habe ich die Band danach aus den...

Muff Potter – Klepto
CD Reviews

Muff Potter – Klepto 

Mittlerweile sind auch schon wieder vier Jahre ins Land gezogen seit der Veröffentlichung von „Bei Aller Liebe“, dem ersten Studioalbum von Muff Potter seit ihrer Reunion 2018. Diese Durststrecke und das Warten auf neues Material ist aber nun vorüber, denn seit...

EUROPE – Come This Madness
CD Reviews

EUROPE – Come This Madness

EUROPE sind zurück. Neun Jahre sind mittlerweile vergangen, seit uns die Schweden mit „Walk The Earth“ zuletzt ein neues Studioalbum beschert haben. Neun Jahre, in denen man sich durchaus fragen durfte: Was kommt da eigentlich noch? Denn EUROPE haben ein kleines...

0 Kommentare

Kommentar Schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert