<

CD Reviews

Veröffentlicht am: April 6th, 2018 | durch Florian Puschke

0

J.B.O. – Deutsche Vita

J.B.O. sind wieder da. Die Herrschaften vorzustellen brauch ich wohl eher nicht, denn schon seit 30 Jahre, so auch die Aussage in der eigenen Bandbiografie, die mir gerade vorliegt, sind die Herrschaften in der Musiklandschaft und sorgen mit ihren rosa Klamotten und eigenem Humor in immer wieder gekonnten Coverversionen für Aussehen.

Ich kenne ich die Band seit 20 Jahren und der „Explizite Lyrik“. Und damals und auch noch heute muss ich bei Songs wie „Ejaculatio Praecox“ oder „ Schlaf Kindlein, Schlaf“ lachen oder zumindest schmunzeln. Das war damals richtig neu und richtig gut.

Außerdem finde ich das „Diggin‘ The Nose“ (da bohrt der Boss noch selber) ein echter Brüller ist. Da muss man zuerst mal drauf kommen …

Die Zeiten haben sich geändert. Musikstile kamen, Musikstile gingen. Bands erschienen, Bands gingen. Ich glaube sogar Modern Talking war in dieser Zeit wieder aktiv. Glaube ich das, oder befürchte ich das. So genau weiß ich es nicht.

Und J.B.O. sind immer noch dabei. Und sie haben wirklich nie was Neues ausprobiert. Ein paar eigene Songs, die sich nahtlos in die Coversongs einreihten und das passte.

Ich frage mich: ist das nicht langweilig!?

Ja, ich fand J.B.O. zwischendurch langweilig. Die Alben von 2004 bis 2011 fand ich sogar richtig öde. Dann kam das Killeralbum. „Welch‘ ein Cover“, dachte ich mir. Das muss ein Hit sein. Aber nein, leider versprach das Album auch mehr als der Inhalt. Es war auch nicht meins. Ganz und gar nicht.

Mit den Folgewerken „Nur die Besten werden alt“ und „11“ hatten sich die Erlanger Jungs wieder etwas gefangen und nun liegt ihr neues Werk hier vor mir.

14 Songs mit 43:40 Minuten Spielzeit.

Ich lese die Songtitel und denke mir: Waren die etwa auf einer 80er Jahre / Neue Deutsche Welle Party.

Und genau so ist es!

J.B.O. tun an diesem Werk genau das, was sie schon immer konnten. Sie nehmen sich Ohrwürmer, würzen die Teile mit etwas Rock’n’Roll und lustigen Texten und das ganze kann sich sehen lassen. Und ja, das Gericht schmeckt.

Und so wirken Songs wie „Alles nur geklaut“ nicht nur frisch, sondern auch noch lustig. Das Vito sein „Smartphone vergessen“ hat, ist sicherlich auf der einen Seiten traurig, da er nun keine Fotos mit dem „Farbfilm“ machen kann, aber was der Vito da alles auf dem Handy drauf hat, das würde ich gerne mal selber sehen…

Für die NDW – Songs „Nur geträumt“, „Blaue Augen“, „Ich will Spaß“ und „Hurra Hurra die Schule brennt“ gilt das Gleiche. Gut gemacht. Wenig überraschend. Aber rocken gut. Zudem kann man auch mit 2 Promille locker mitsingen. Hervornehmen muss ich noch das „Lummerland“ und auch „Deutsche Vita“. Das ist mit Ansage und auch mit News zu DJ Ötzi.

Im Großen und Ganzen finde ich die CD gelungen, kann aber mit den alten Werken nicht ganz mithalten.

Aber sie haben hier sicherlich nichts falsch gemacht. So sind die halt, unsere Verteidiger des wahren Blödsinns.

Darauf ein „Fränkisches Bier“.

Review von Thorsten

J.B.O. – Alles nur geklaut

J.B.O. – Deutsche Vita Florian Puschke
Songs
Artwork

Summary:

2.6


User Rating: 0 (0 votes)

Tags: , , , , , , , , ,



Über den Redakteur



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Aufwärts ↑
  • Letzte Posts

  • Archiv

  • Google Anzeige




  • Tough präsentiert

  • Werben bei Tough Magazine