Grillmaster Flash – Flash Metal

Von wegen! Wie oft liest man das es an „Typen in der Musikbranche“ fehlt.  Von wegen! Ein ganz klares Nein. Denn hier ist einer. Grillmaster Flash durfte ich schon als Vorprogramm von den Abkürzenden Brieftauben und den Mimmis sehen und was er damals abgerissen hat, hat mich bis heute beindruckt. Sein Debüt hieß „Anderer Leute my Ass“ und ist eine kleine Parodie auf den großen Bruce Springsteen mit seiner „Born in the USA“ Scheibe.

Schon das Debüt hatte einige Knaller am Start („Ich war nie Rock n Roll“, „Anderer Leute my Ass“, „Bud Spencers Bart“) und der Solokünstler legte nach. Mal Stadionrock, mal Punk und immer ganz viel Grillmeister. Die folgenden Alben hörten auf Titel wie „Komplett ready“ oder „Stadion“ sowie „Pinökel“ und irgendwie sind die Alben alle anders. Einfach abwechslungsreich mit schönen Songs und irrwitzigen Ideen.

Stillstand bedeutet für Grillmaster Flash scheinbar Langeweile und so tobt sich der Gute nun am Heavy Metal aus. Mit neun Songs (+Outro) und einer Spielzeit von knapp 45 Minten erfüllt er ebenso die Metal-Ansprüche wie mit dem Cover des flotten Digipacks.

Blitze kündigen ein Feuerwerk an, dass wir auch in den Songs verspüren. Ein deutschsprachiges Metal-Album, dass mit ganz viel Augenzwinkern bekannte Genre-Größen widerspiegelt aber auch lustige Geschichten erzählt. So erfahren wir in „Die Superbösen“, dass die Welt schlecht aber für den Grillmeister noch nicht schlecht genug ist, erkennen, dass die Musik nur dann gut ist, wenn sie hart ist, oder sind mit Flash „Gefangen in der Friendzone“. 

Dass Flash auch an den Rasenmähermann glaubt und davon zu berichten weiß, finde ich persönlich fast so spannend wie den „Hund von Baskerville“. Neben den krachenden Songs, sollte aber auch ein Blick auf die Gästeliste geworfen werden. Rodrigo González, Bela B, Sascha Madsen und Markus Kavka sind auf diesem vielfältigen Album zu hören, dass kurzweilig ist und richtig Spaß macht. Mit diesem Höllenfeuer braucht der Grillmeister keinen chemischen Anzünder für den nächsten Grillabend. Mahlzeit und bitte ein Bierchen auf dieses Album. In der Deluxe Edition des Albums gibt es neben einem Metal-Patch eine Chili-Soße! Nichts für Weicheier also.

Das Album gibt es hier: https://bit.ly/FlashMetal

Dieser Artikel wurde am: 23. März 2024 veröffentlicht.

Autor: Nessa Deleto

Ähnliche Beiträge

Kettcar – Gute Laune ungerecht verteilt
CD Reviews

Kettcar – Gute Laune ungerecht verteilt

„Gute Laune, ungerecht verteilt”. So heißt sie also. Die neue Veröffentlichung von kettcar, die uns zwölf Songs in einer Spielzeit von 45:33 Minuten präsentiert und uns von der ersten Sekunde an mitnimmt. Wir haben es ja irgendwie geahnt. Umso größer natürlich die...

Butterwegge – Alle drehen durch
CD Reviews

Butterwegge – Alle drehen durch

„Alle drehen durch“! Sicher könnte man so die momentane Situation auf unserem blauen Planeten beschreiben. Und wenn man das Cover der neuen Butterwegge CD betrachtet, kommt einem auch genau das in den Sinn. Da explodiert ne Bombe, sind einige der uns bekannten Clowns...

Stage Bottles – We Need Each Other
CD Reviews

Stage Bottles – We Need Each Other

Gegründet im Jahr 1993, aus einem engen Freundeskreis der antifaschistischen Skinhead-Szene, können die aus Frankfurt am Main stammenden Stage Bottles mittlerweile auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Neben hunderten Konzerten in Deutschland konnten sie auch...

0 Kommentare

Kommentar Schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert