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Bücher & Hörspiele

Veröffentlicht am: Juli 17th, 2021 | durch Florian Puschke

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Slash: Die Autobiografie

Genau das was schon zu Beginn hier drauf steht ist auch drin.

„Es klingt übertrieben, was aber nicht heißt das es nicht passiert ist“. Lesen wir auf dem Buchumschlag und die lässige Haltung des wohl berühmtesten Hutträgers der Rockgeschichte lässt uns eine kleine Zeitreise in die spänten 80er und frühen 90er Jahre unternehmen.

„Was aber nicht heißt das es nicht passiert ist“ ist tatsächlich ein guter Untertitel für eine Autobiografie über Slash, der mit Guns `n` Roses Geschichte geschrieben hat.

Und ein Teil dieser Geschichte dürfen wir hier miterleben.

Anthony Bozza und Slash liefern hier auf diesen über 500 Seiten Lesestoff, der den fan oder auch den interessierten Leser hier und da den Kopf schütteln lässt, staunend weiterlesen oder auch manchmal herzlichen lachen über das Leben von einem ganz Großen in der Branche.

Sex Drugs und Rock `n` Roll stehen sicher auf vielen Seiten in ganz vielen Biografien von einigen Rockstars.

Aber hier sind diese Begriffe tatsächlich angebracht.

Egal ob wir Geschichten aus der Kindheit, der ersten Bahnfahrt oder auch des ersten Plattenspielers lesen, und auch später nacherleben, wie Slash mit der Auflösung seiner Familie umging, immer hat man das Gefühl, sehr nah am Geschehen dran zu sein.

Geschichten über Gras und Koks überschatten etwas die Erzählungen über Gitarrenriffe, Lieblingsbands oder auch erste Kontakte mit eigener Musik und der Band Tidus Loan.

Wie zum Beleg sieht man bei den jeweiligen Erzählungen oft schwarz-Weiß Fotos aus der damaligen Zeit, die praktisch wie ein kleiner Zeitungsbericht aus der Vergangenheit wirken.

Bilder von alten Guns `n` Roses Plakaten und Live-Bilder von Auftritten mit Hollywood Rose läuten die erste erfolgreiche Zeit ein.

Die, wie fast schon selbstverständlich wieder von Sex, Drugs und purem Rock `n` Roll erzählt.

Das interessanteste Kapitel für mich persönlich war sicher die Geschichte über „Die Guns gehen an den Start“, aber auch das Schreiben über die Phase in der Slash ausgebrannt und praktisch vom Management zu einer Notpause gezwungen wurde, zeigen das es nicht immer so schrill und bunt als Rockstar ist, wie es uns in den Medien oftmals vorgemacht wird.

Auch die Schattenseiten des Ruhms werden hier offen besprochen und natürlich auch auf das vorläufige Ende von Guns `n` Roses eingegangen.

Momente der Anwälte statt Akkorde der Musiker.

Das Buch endet beinahe so wie es begann. Mit einem Familienleben, das Slash nun als Vater zeigt. Ein schöner Übergang, denn so ähnlich hat das Buch begonnen.

Tatsächlich habe ich hier Spaß an der Autobiografie gehabt.

Man merkt, dass Slash hier viele Sachen sehr intensiv offengelegt hat und an manchen Stellen kommt man sich fast vor als säße man mit dem Gitarrenkönig im Bus, im Backstagebereich oder vielleicht sogar im Beichtstuhl.

Insgesamt ein Buch für alle Fans der Band aber auch für diejenigen, die mal hinter die Kulissen schauen wollen.

Schade finde ich etwas, das nur sehr wenige farbige Fotos enthalten sind.

Auch über Gastbeiträge (u.a. Lenny Kravitz) wird zwar geschrieben, aber hier hätte man noch einige Fotos aus dem Archiv kramen können.

Auch gibt es sicher viele spektakuläre Live-Bilder von denen sicher noch einige gerne im Buch gewesen wären.

Doch trotzdem ist dies eine umfassende und sehr ausführliche Biografie, die sich aber trotz hoher Seitenzahl sehr schnell liest, da sie nie langweilig wird.

Ich hoffe auf weitere Jahre mit Slash bei Guns `n` Roses und würde mich freuen, wenn er in einem zweiten Teil dann einige Seiten zur Aufnahme einer neuen CD mit Guns `n` Roses schreiben würde.

Warten wir es ab.

Review von Thorsten

Slash: Die Autobiografie Florian Puschke
Story
Artwork

Summary:

3.9


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