Bereits seit 2007 versammelt das Wolfszeit Festival sein Rudel. Ob von nah oder fern, bei Sonnenschein oder bei Regen, die Wölfe hören den Ruf und sie folgen.
Das Festival, im märchenhaften Feriendorf Auenland im Thüringer Wald, steht diese Jahr unter einem besonders stürmischen Stern.
Regen, Nebel und sogar eine Evakuierung haben Besucher am Mittwoch und Donnerstag erlebt. Die musikalischen Darbietungen von z.B. Wolfchant, Finntroll und den fast schon ikonischen „Darkkirchensteuer“ dürften die Wolfsbrust am Donnerstag aber reichlich aufgewärmt haben.
Das Rudel war schon merklich in Partystimmung, als ich Freitag Nachmittag das Infield, zeitlich passend zu Cân Bardd, erreichte. Die Genfer Truppe ist für mich einfach immer ein Highlight. Wer die Schweizer kennt, weiß dass die Musik absolut in den Bann zieht. Ihre Songs aus dem Genre Atmospheric Black Metal und Folk Metal passen so angegossen zur Stimmung des Wetter und der Location, wie Pommes mit Ketchup und Mayo. (Randnotiz: Es soll tatsächlich Menschen geben, die Pommes auch mit Senf essen. Weird)
Mit Ende von Cân Bardd setzte wieder ein durchgehender Regenschauer ein und ich suchte „kurz“ Schutz im Biergarten. Das Festival bietet nämlich nicht nur musikalische Highlights, auch für Speis und Trank ist bestens gesorgt. Daneben gibt es noch allerhand im Heidnischen Dorf zu entdecken, das direkt neben dem Infield angesiedelt ist. Lagerguppen, Met-Taverne und ein stimmungsvolles Tagesprogramm, mit einem Mix aus Waffenschau, Schildbau und Vorträgen, ist nur ein kleiner Auszug des Dorfalltags beim Festival.
Den Abend läuteten Manegarm und Varg ein. Feuer, Feuer und nochmals Feuer begleitete die Bühnenperformance beider Gruppen. Wieder teils unter strömendem Regen verbleib aber kaum ein Wolf in seinem Wolfsbau: Der Platz vor der Bühne war drängend gefüllt. So kann man Varg definitiv als ein Tageshighlight ansehen, denn die Truppe um Philipp Seiler lies die Masse richtig mitgehen. Vereinzelt zeigten sich auch Crowdsurfer.
So war mein erster Tag auf dem Wolfszeit definitiv ein sehr schönes und stimmungsvolles Erlebnis. Morgen heißt es wieder „ihr Wolfe erhebt euch“ und ich bin schon gespannt was der Abschluss des Festivals bereithält.
Nachbericht und Fotos von Marco Liske
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