Eins vorneweg.
Achtung: Suchtgefahr.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie die Ärzte oder auch Kapelle Petra.
Sven van Thom ist zurück und serviert mit „Ins Gras“ sein vielleicht bestes Album seit „Ach““, das ich seit dem Erscheinen 2013 immer wieder gerne höre.
Aber jetzt hat „Ach!“ einen ach so charmanten Nachfolger bekommen, der gar nicht so charmant ist, wie es manchmal vielleicht den Eindruck erweckt.
Schließlich ist es eine Sven van Thom – CD und diese bestehen und nun mal vor allem aus großartigen Melodien und starken Texten.
So auch hier.
Ganze sechszehn Songs haben es auf das Album geschafft, das eine Spielzeit von über 50 Minuten aufweist.
Die Songs bewegen sich zwischen Pop und Rock und sind allesamt sehr schnell im Ohr.
Immer wieder erwischt man sich, dass man nach dem Hören des Albums, dann doch irgendwelche Refrains von Songs wie „Die Luft“, „Hoch die Tassen, Prost“ oder auch „Ich kann mich nicht entscheiden“ vor sich hinzusummt.
Ja, „Ich kann mich nicht entscheiden“ ist eigentlich schon passend, wenn man denn einen Anspieltipp geben sollte.
Wie wäre es mit ALLE!?
Sven packt in den Songs mit seiner gewohnten lässigen Art verschiedene Themen an. Mal geht es ums Älterwerden („Wütend auf junge Menschen“), die Probleme, die man bekommt, wenn man ständig den Staubsauger mit rechts bedient („Staubsaugerarm“) oder halt so Alltagsprobleme wie Erkältungen, die auch mal alternativ („Anhängig von Globuli“) bekämpft werden.
Ganz heftig geht es dann bei Stücke wie „Plazenta im Tiefkühlfach“ zur Sache.
Aber hey, ich soll mich ja nicht entscheiden, welche Songs man denn unbedingt hören sollte, denn wenn ihr dabei seid, hört ihr sicher mehr als ein Stück.
Mir persönlich bleibt bei „Hoch die Tassen, Prost“ oder „Der Life-Coach“ sehr oft der Finger auf der Repeat-Taste hängen.
Warum? Weil die Texte einfach großartig sind.
Genau wie diese Veröffentlichung.
Danke, lieber Sven van Thom, für ein weiteres starkes Album.
Ich hoffe ja auf eine kleine Tour.
Vielleicht kommen wir dann alle auch mit „Anzug, Schlips & Brille“.
Review von Thorsten.
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