Hung Like Hanratty – Going Nowhere

Ja, es gibt sie noch.

Bands, die man einfach liebhaben muss.

Warum?

Nun, weil man schon vom ersten Ton einer neuen CD weiß, wo der Weg hinläuft und auch schon nach wenigen Songs merkt, dass die Band einfach ihren Weg weitergeht.

Zu diesen Band gehören auch Hung Like Hanratty, die mit „Going Nowhere“ weitere Gute-Laune-Songs auf uns loslassen, die mich sowohl an die straken Hymnen von Cock Sparrer aber auch an die Chaoten von Dirt Box Disco erinnern.

So schaffen es Hung Like Hanratty mit dem neuen Album, genau dort weiterzumachen, wo sie schon mit „Dragged Up“ vor drei Jahren aufgehört haben.

Wir haben hier dreizehn Songs in einer Spielzeit von knapp 34 Minuten versammelt und die Stücke haben vor allem eines gemein: geradlinig und punk(t)genau auf die Zwölf.

Schöner kann man britischen Punkrock kaum spielen. Sicherlich wiederholen sich einige Sachen und gerade, wenn man die letzten Scheiben kennt, merkt man doch, dass die Jungs auch mal ein wenig bei sich selbst geklaut haben. Das macht schmälert das Vergnügen aber kaum. „What you see is what you get“, so hieß schließlich das (für mich bis dato beste) Album von 2018.

Und genauso ist es hier. Punkrock, der Spaß macht, ins Ohr, die Beine und vor allem auch in die Kehle geht (ja man muss da schon mal ein Bierchen zwischenlegen) und mit Stücken wie „The Joys Of Getting Old“, „Adult Dating Site“ oder auch „Machines Are Taking Over“ wieder einige starke Nummern am Start.

Songs, die man weiterskippen muss, findet man hier wenige, dafür ist das Album zu homogen und zu gut.

Leider fehlt der Band noch der ganz große Hit aber Spaß machen tun die Jungs auf alle Fälle.

Ich wünsche mir (wie auch schon beim Review der letzten Veröffentlichung) endlich mal ein Konzert der Hanratty Boys hier in Deutschland.

Nur weiter so – Punkrock lebt!

Review von Thorsten

Dieser Artikel wurde am: 17. Januar 2023 veröffentlicht.

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