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Veröffentlicht am: Juni 12th, 2014 | durch Florian Puschke

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Cherry Poppin‘ Daddies: Sänger Steve im großen Interview

Die Swing,- Skaband Cherry Poppin‘ Daddies hat im März ihr aktuelles Album „White Teeth, Black Thoughts“ veröffentlicht. Wir trafen den Sänger/Songwriter/Gitarristen Steve Perry und sprachen mit ihm über die Songs, den Weg der Veröffentlichung und weitere Pläne der Band!

Hi, bitte stell uns deine Band vor!
Steve: Hey, wir sind die Cherry Poppin‘ Daddies aus Oregon, USA und ich bin Old-Ass-Singer Steve (lacht).

Ihr habt „White Teeth, Black Thoughts“ im März auf People Like You Records veröffentlicht. Erzähl mir doch etwas darüber!
Steve: Ja das hast du recht. „White Teeth, Black Thoughts“ ist unser erstes reines Swing Album seit unserem 1998er Release „Zoot Suit Riot“. Wir haben versucht verschiedene Swing Spielarten darauf  wie z.B. Jump Blues, Kansas City Style, Big Band Style, Viper Jive, darauf zu vereinen. Aber du darfst jetzt nicht denken wir hätten uns nur von den Klassikern inspieren lassen, kein reines Swing Album sondern auch ein Rock Album zu machen, das merkt man vorallem in den Lyrics.

Mir ist auch aufgefallen das ihr auf „White Teeth, Black Toughts“ mehr in Richtung „Zoot Suit Riot“ und wieder stärker von Jazz und Swing inspiriert ist. Ist euer neustes Album so eine Art „Back to the Roots“-Geschichte oder haben euch die Touren mit Bands wie Reel Big Fish und Bad Religion so stark beeinflusst, das ihr zunächst ein Ska Album wie „Skaboy JFK“ machen musstet,bevor ihr wieder ein Swing Album machen konntet?
Steve: „Skaboy JFK“ war 2009 eine Compilation von all unseren Back Up Ska Songs plus noch einigen zusätzlichen neuen Songs. Wir haben viele Fans, die unsere alten Ska-Sachen lieben und genau denen haben wir dieses Album gewidmet und es für sie herausgebracht. Als wir damals 1988 angefangen haben, haben wir eine Mischung aus 60% Swing 30% Punk Funk und 10% einer wilden Mischung Oingo Boingo gespielt. Als wir dann in den 90ern mit Ska Bands wie: Fishbone, No Doubt, Mighty Mighty Bosstones, usw. tourten, wurden wir natürlich durch deren Sound auch beeinflusst und wir begannen etwas Ska hier und da in unsere Songs einfließen zu lassen. Um ehrlich zu sein sind wir kein Teil irgendeiner Szene. Unser Hauptaugenmerk lag und liegt immer noch auf dem Swing. „White Teeth, Black Thoughts“ entstand während der Wirtschaftskrise 2008, da schien es nur logisch ein Album à la „Depression Jazz“ zu machen. „Concrete Man Blues“, „The Babooch“ und „I Love American Music“ – all diese Songs wurden von dem bekannten Bild „Nighthawks“ von Edward Hopper inspiriert. Textlich hab ich mich moderner orientiert, aber schlussendlich passierte es von ganz allein das es wieder ein Swing Album wurde.

Warum habt ihr euch gerade ein deutsches Punk Label ausgesucht um euer Swing Album in Europa herauszubringen? Ihr unterscheidet euch ja deutlich mit eurem Neo-Swing von den anderen Bands des Labels.
Steve: Ich finde es gar nicht schlimm, dass wir etwas anders sind als die anderen Bands auf PLY Records. Wir haben auch etwas härtere Songs in petto, ein bißchen gitarrenlastiger oder mehr bei Rockabilly,- und Psychobilly-orientierte Songs. Ich denke, dass unser nächstes Album diese Seite der Cherry Poppin‘ Daddies wieder mehr widerspiegeln wird. Aber wie ich schon sagte: Swing ist und bleibt unser Hauptaugenmerk! Aber wir mögen auch mehr Gitarren! (lacht) Ich bin auch Gitarrist, es sind nicht nur Blasinstrumente, die mich interessieren, außerdem will ich noch mehr deutsche Wörter wie „Affentittengeil“ lernen!

Cherry Poppin‘ Daddies – The Babooch

Das wird sicherlich kein Problem sein. Warum wurde „White Teeth, Black Thoughts“ in den USA schon 2013 veröffentlicht und kommt jetzt erst in Europa auf den Markt?
Steve: Das ist einfach der Lauf der Dinge. Wenn es nach mir ginge würden wir jedes halbe Jahr durch Europa touren, aber manchmal laufen die Dinge nicht so einfach wie man es sich wünscht. Ich könnte mir durchaus vorstellen mit meiner Familie für 1 oder 2 Jahre sogar irgendwo in Europa zu wohnen. Ich bin wirklich gerne bei euch! Ich denke mit unserem neuen Album ist der Grundstein für häufigere Besuche bei euch in Europa gelegt und du kannst dir sicher sein das wir in Zukunft öfter bei euch sein werden als in der Vergangenheit!

Dann mal Butter bei die Fische! Gibt es schon Tourpläne für Europa?
Steve: Ja die gibt es! Wir werden im Herbst/Winter diesen Jahres nach Europa kommen!

Bisher hab ich leider keine eurer Shows sehen können. Wie läuft eine Show bei euch ab? Ist es eher das klassische Swing Konzert oder doch eher die Punkrockrockshow mit wild tanzender Crowd?
Steve: Es wird auf jeden Fall mehr Swing getanzt, den der Großteil unserer Musik ist halt einfach Swing. Wenn wir auf Tour sind, spielen wir größteneils nur die Swing Sachen mit einer Prise Rockabilly. Auch wenn einige Songs etwas schneller und lauter sind, so bleibt es doch Swing. Unsere Shows sind eher nicht die klassische Punkrock Shows.

Ich habe im Internet gelesen, dass ihr euer neuntes Studio Album „Please Return The Evening“ noch 2014 veröffentlichen werdet. In wie weit stimmt das? Wann wird „Please Return The Evening“ in Deutschland erscheinen?
Steve: Ich bin mir nicht sicher wann „Please Return The Evening“ in Europa erscheinen wird. Das Album ist ein Tribut an das Rat Pack. 15 Coversongs im klassischem Frank, Dean and Sammy Style. Es ist wirklich großartig geworden! (lacht) Wir haben es für unsere Fans und für die Musik gemacht, die uns über so viele Jahre so stark inspiriert hat. Es fühlt sich wirklich nach 1960 an. Der Release in den USA steht auch noch nicht fest, aber ich denke im Juni werden wir anfangend das Album über unsere Website zu verkaufen und natürlich bekommt ihr euer Exemplar auch auf einer unserer Shows!

Danke Steve für das coole Interview. Das letzte Wort gehört wie immer dem Künstler!
Steve: Wir freuen uns wirklich sehr demnächst wieder bei euch in Deutschland zu spielen! Ihr werdet in Zukunft noch einiges von uns zu hören bekommen! Ich hoffe euch alle auf einer unserer Shows im Herbst zu sehen. Bis dahin!

Interview von Florian Stoffelen im Mai 2014

Foto: Rod Black

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