The Good The Bad & The Zugly – Decade of Regression / November Boys

Welche ein Überraschung.

Da denkt man an nicht böses und dann liefert der Postbote ein Palet ab, das unbedingt geöffnet werden will.

Es schreit förmlich danach, auf den Player geworfen zu werden.

Und was tun wir nicht alles.

Schließlich gehören The Good The Bad & The Zugly die man kennen muss.

Die Band stammt aus Hadeland in Norwegen und existiert seit 2011. Musikalisch bewegen sich The Good The Bad & The Zugly im Schnittfeld aus Punkrock, Hardcore und skandinavischem High-Energy-Rock – irgendwo zwischen Turbonegro, GBH und Kvelertak, deren Sänger Ivar Nikolaisen hier ebenfalls am Mikro steht. 

Ihr Stil ist schnell, bissig, humorvoll und immer mit einer ordentlichen Portion Selbstironie versehen. 

Für euch haben wir in die letzten beiden Platten Decade of Regression und November Boys genauer hingehört.

Decade of Regression

The Good The Bad & The Zugly liefern mit „Decade of Regression“ eine Platte ab, die sich wie ein wilder Ritt durch die letzten zehn Jahre ihrer eigenen Bandgeschichte anfühlt – und das, obwohl es sich offiziell „nur“ um eine Sammlung von BSeiten handelt. Tatsächlich ist das Material aber viel zu stark, um als Ausschussware durchzugehen. Die Songs stammen aus Sessions der vergangenen Jahre, teils unveröffentlicht, teils von raren 7-Inches, und zeigen die Band in all ihrer rotzigen, hochenergetischen Bestform. 

Diese Mischung sorgt dafür, dass die Platte trotz der verschiedenen Aufnahme-Sessions wie ein geschlossenes Album funktioniert. Besonders spannend ist, dass viele dieser Tracks ursprünglich als „nicht gut genug“ für reguläre Alben galten – was angesichts der Qualität schwer nachvollziehbar ist. Als Anspieltipps auf dieser Platte lege ich euch gerne den Opener „Before and After“ sowie „I Hate Conversations“ und „Going Postal“. Wer bei diesen Songs sitzenbleibt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Große Songs eines Albums, das auf die volle Spielzeit von 30 Minuten funktioniert und einen schönen Appetizer auf das aktuelle November Boys-Album darstellt.

November Boys

November Boys“ ist das bislang rundeste, melodischste und irgendwie auch bissigste Album von The Good The Bad & The Zugly. Eigentlich auch eine Platte, die an einem neuen Weg schnuppert und auch zeigt, wie souverän die Jungs mittlerweile ihre Mischung aus Punk, Hardcore und Rock nach vorne bringen. Die Platte bringt es ebenso auf eine kompakte Spielzeit von knapp über einer halben Stunde, was aber auch reicht um ordentlich abzurocken.

Interessant an diesem Album ist es, dass die Jungs mittlerweile auch weitere Stile in ihre Songs einbringen, was man an kurzen Pop-Momenten aber auch melodischeren Phasen voller Melancholie spürt.

Beispiele hierfür sind Songs wie „Dig A Ditch“ oder „FOMO“ die halt auch mal „anders“ funktionieren.

Natürlich erhalten wir aber auch die gewohnten Brecher, die sich dieses Mal hinter den Songtiteln „How To Do Nothing“, den Titelsong oder das unfassbar geile „Norwegians Abroad“.

Jo, da geht was.

Zwei Alben, die sicher das Zeug haben irgendwann mal als Klassiker bezeichnet zu werden.

Vor allem das „November Boys“ möchte ich euch stark ans Herz legen. 

Das Teil rockt und erinnert dann doch ab und an Turbonegro, die Band aus Norwegen, die ja doch so einiges bewegt hat.

Klopfen hier schon die Nachfolger an die Tür.

Wer weiß. Jedenfalls haben The Good The Bad & The Zugly wieder einmal ordentlich abgeliefert und wir sind sehr gespannt, was da noch kommt.

Wer The Good The Bad & The Zugly noch nicht kennt, dem empfehlen wir die beiden Alben hier weiter. 

Aber Vorsicht! 

Hochexplosiv!

Review von Thorsten.

Dieser Artikel wurde am: 18. März 2026 veröffentlicht.
Autor: Thorsten

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