Am 21. Januar 2026 wurde das Im Wizemann in Stuttgart zur Bühne für einen kompromisslosen Hardcore-Abend. Mit Lionheart an der Spitze und hochkarätigem Support, bestehend aus Madball, Gideon und Slope stand früh fest: Dieser Mittwoch würde nichts für schwache Nerven werden.
Den Startschuss setzten Slope, die ohne großes Aufwärmen direkt zur Sache gingen. Auch wenn die Halle zu diesem Zeitpunkt noch nicht komplett gefüllt war, machte die Band klar, dass sie nicht als bloßer Opener angereist war. Roh, direkt und authentisch präsentierten sie ihren Sound – ein Auftritt, der durch die spontane Bass-Vertretung innerhalb der Crew zusätzlichen Hardcore-Spirit ausstrahlte.
Mit Gideon kippte die Stimmung endgültig von konzentriert zu explosiv. Die Band erhöhte spürbar das Tempo und riss die Crowd aus der Reserve. Erste Moshpits öffneten sich, die Bewegungen im Publikum wurden wilder und der Geräuschpegel stieg merklich an. Spätestens hier war klar: Der Abend nahm Fahrt auf.
Als Madball die Bühne betraten, war das Wizemann nun dicht gefüllt. Die New-York-Hardcore-Veteranen lieferten ein Set ab, das vor allem von Routine und ungebremster Energie lebte. Frontmann Freddy Cricien dominierte das Geschehen, hielt permanent Kontakt zum Publikum und sorgte dafür, dass die Intensität nicht abflachte. Die Halle verwandelte sich in einen brodelnden Hexenkessel. Nicht ohne Grund zählt Madball zu den bekanntesten Vertretern ihres Genres und auch das Publikum brauchte nicht zu verbergen, dass eigentlich ein zweiter Headliner auf der Bühne stand.
Das Finale des Abends folgte mit Lionheart. Vom ersten Ton an stand die Halle unter Strom. Der Sound war massiv, die Band präsent und fokussiert. Neben bekannten Crowd-Favoriten fanden auch Songs aus dem aktuellen Album „Valley of Death II“ ihren Platz im Set und fügten sich nahtlos ein.
Besonders eindrucksvoll waren die gemeinsamen Momente zwischen Band und Publikum: synchrones Abtauchen der Menge, kollektives Innehalten und anschließende Explosionen aus Bewegung und Lautstärke. Beim finalen „LHHC“ gab es kein Halten mehr – ein Abschluss, der sinnbildlich für den gesamten Abend stand.
Nachbericht und Fotos von Felix Haberl.
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