Donots live in Erlangen (23.09.2025, E-Werk)

Die DONOTS luden zur akustischen Reise nach Erlangen und wir ließen uns nicht zwei Mal bitten. Natürlich waren wir auch hier wieder für euch vor Ort im E-Werk. Was ursprünglich im Redoutensaal geplant war, verlegte sich am 23. September noch am selben Tag ins E-Werk – und das war definitiv die richtige Entscheidung.

Kurzfristige Änderungen können manchmal zum Segen werden! Die 7 Punkrock-Legenden spielten mit ihrer „Schwert aus Holz“-Akustiktour Teil 2 in der fränkischen Universitätsstadt und sorgten vor fast ausverkauftem Haus für einen Abend voller Überraschungen.

Den Auftakt machte Norbert Buchmacher mit einem soliden 45-minütigen Set. Das Duo lieferte akustische Singer-/Songwriter-Stücke mit politisch bissiger Message – passend für den Punk-Abend. Während das Publikum anfangs noch etwas verhalten reagierte, taute die gut gefüllte Halle ab der Hälfte der Show merklich auf. Besonders sympathisch war die direkte Publikumsinteraktion: Der sympathische Sänger reichte das Mikrofon durch die erste Reihe und ließ die Fans sich kurz mit Namen vorstellen. Eine charmanter Opener, der den Grundstein für den warmherzigen Abend legte.

Dann betraten die DONOTS die Bühne und zeigten sich gleich nostalgisch: Sie erzählten von ihrer Geschichte mit Erlangen – bereits 2004 waren sie beim Summer Break am Dechsendorfer Weiher, 2006 dann zum ersten Mal im E-Werk. Die alte Unterschrift gibts Backstage immer noch! Die Verbundenheit zu ihren Wurzeln war echt spürbar hatte einen schönen Touch.

Das Konzept der „Schwert aus Holz“-Tour ging weit über einfache Unplugged-Versionen hinaus. Anspruch war, dass es nicht nur „langweilige“ akustische Versionen der bekannten Lieder sein sollten, sondern dass diese einen echten, neuen akustischen Klang bekommen. Und das ist ihnen definitiv gelungen! Und von allem etwas war dabei: Zwei neue Lieder – „Allein zu Allein“ und „Out in the cold“ – ebenso der umgearbeitete Klassiker „Whatever Happened To The 80s“ und „Room With A View“. Besonders beeindruckend war, wie auch flottere Songs wie „Dead Man Walking“ und „Problem kein Problem“ akustisch funktionierten.

Für ordentlich Schmunzeln sorgte ein kleiner Running Gag des Abends: Immer wieder fielen scherzhaft Anspielungen auf eine bekannte amerikanische Künstlerin. Das ging so weit, dass sogar das Handy eines Fans auf die Bühne gereicht wurde, auf dessen Screen ein Bild von ihr zu sehen war – und die Crowd feierte diese spontane Aktion.

Schnell wurde klar: Auch die akustischen Versionen brachten das Publikum ordentlich in Bewegung. Die lockeren Gespräche zwischen den Bandmitgliedern über Alltägliches rundeten das Geschehen ab und machten den Abend zu einem intimen Erlebnis trotz der fast ausverkauften Halle.

Setlist:

– Allein zu allein
– Dead Man Walking
– Whatever Happened To The 80s
– Room with a view
– Hey Ralph
– Calling
– Out in the cold
– Augen sehen
– Problem kein Problem
– Keiner kommt hier lebend raus
– Stop the clocks
– All die ganzen Jahre
– Wake the dogs
– Piano Mortale
– Eine letzte letzte Runde
– We’re Not Gonna Take It
– So long

Nachbericht und Fotos von Marco Liske.

Dieser Artikel wurde am: 29. September 2025 veröffentlicht.

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