Markus Keimel im Interview

Markus Keimel bezeichnet seine Lieder als Friedenstifter und Seelenstreichler. Seine Stimme ist weicher als Butter, sein Sound klingt emotional und warm. Der Musiker, Künstler und Schriftsteller stammt aus Österreich, wo er im zarten Alter von zwölf erste Songs zu schreiben begann und bereits mit vierzehn Jahren sein Bühnen-Debüt absolvierte. Der Singer-Songwriter-Stil hält zwar den roten Faden, während Pop, Rock und Jazz Keimels Klangwelt allerdings in ausgewogener Balance halten. Mit seinen lebensnahen Aphorismen und Kalenderweisheiten findet Keimel zudem regelmäßig Beachtung in Medien, Politik und Wirtschaft. Der 38-Jährige wurde aufgrund seiner emotionalen Kunst bereits häufig als „Österreichs Vorzeigemelancholiker“ bezeichnet. 

Markus Keimel veröffentlichte kürzlich seine neue Single „Snowman In The Sun“ samt Musikvideo. Anlässlich des Releases haben wir die Gelegenheit genutzt, dem Künstler intime Fragen zu stellen – um mehr über Markus Keimel als Mensch zu erfahren, ein Gefühl für seine Vergangenheit zu bekommen und einen Ausblick auf seine kommenden Veröffentlichungen zu erhalten.

Markus, mit deiner letzten Single „Snowman In The Sun“ hast du ganz schön für Furore gesorgt. Über 140.000 Aufrufe hat das Video auf Youtube. Wie ist das Release bisher gelaufen? Worum geht es im Song eigentlich? 
Markus Keimel: Es ist bisher wohl meine erfolgreichste Single und ich freue mich auch von ganzem Herzen darüber, dass dieses Lied so gut angenommen wird, weil mein ganzes Herzblut in dieser Musik fließt. 

In „Snowman In the Sun“ geht es um das Gefühl, dass die Welt, so wie man sie von früher kennt, verschwunden ist, und alles im Leben, so wie man selbst, einfach so dahinschmilzt. Es handelt von Vergänglichkeit und Veränderung. Zwei Dinge, die sehr schmerzen können. Du fühlst dich eben wie ein Schneemann in der Sonne und siehst, wie du selbst, das Leben, die Menschen einfach so durch das Sieb der Zeit rutschen. Am Ende soll der Song aber kein Downer sein, sondern etwas Angenehmes, dass dich an der Hand nimmt, um dir die Augen für das Schöne zu öffnen. Eine Erinnerung dafür sein, was wesentlich und wichtig ist.  

Wenn du sagst und besingst, dass sich die Welt so stark verändert, sodass du sie nicht wieder erkennst: Was meinst du damit? 
Markus Keimel: Ich bin ein Kind der 90er und 2000er Jahre, die ich schon noch als eine Dekade bezeichnen würde, in der die Welt und Gesellschaft etwas friedlicher und in sich ruhiger, vielleicht gesünder war. Es hat nach meinem Empfinden auch einen geankerten, gesellschaftsphilosophischen Grundkonsens gegeben, wo Verrücktheit Nische, aber nicht Mainstream war. Ich denke auch, dass alles ein wenig mehr Herz hatte, als das heute der Fall ist. 

Absurde Auswüchse von Social Media, wie etwa Tik-Tok, die Corona-Zeit, Migration, Gewalt, Digitalisierung und viele andere gesellschaftliche Entwicklungen haben mir über die letzten zehn Jahre irgendwie das Gefühl beschert, dass ich in einer offenen Psychiatrie lebe. Das mag für viele etwas hart klingen, dennoch ist es meine Empfindung. Ich bin jemand, der Frieden, Harmonie und Schönheit geiler findet, als Provokation, Verunstaltung und Eskalation. Schon allein damit gelte ich im heutigen Zeitgeist wohl als Dinosaurier. Es kommt mir zumindest so vor! 

Was hältst du dann von aktuellen Musiktrends? Und damit sind alle Musikgenres gemeint. Nicht viel wahrscheinlich, oder? 
Markus Keimel: Nein, in der Tat nicht viel! Ich kann das anhand eines Beispiels verdeutlichen, warum dem so ist. Angenommen, ich müsste mit poetischen Worten, den Wunsch nach einem erfüllten Leben beschreiben. Ich lebe in einer Überzeugung, in der das in etwa so klingen würde: „Ich möchte frei schweben wie ein neugeborener Kondor, getragen vom ersten Licht des Sonnenaufgangs bis hin zum letzten Atemzug des Tages. Und jeder neue Morgen soll mir mein Herz mit stiller, grenzenloser Freude füllen.“ Wir leben aber in einer Zeit, in der das in etwa so klingen würde: “Mein Leben soll sein wie Kebab: Scharf und mit Alles.“ Das mag jetzt absurg klingen, aber hoffentlich macht es verständlich, was ich meine. Diese Differenz betrifft eben nicht nur die Sprache, sondern auch das modische Aussehen, das trendige Mindset, den Sound und vieles andere. Ich tue mir nicht leicht mit dem Momentum unserer Zeit, um es durch die Blume zu sagen. 

Wenn du dieser Zeit entfliehen und eine Zeitmaschine betreten könntest: In welche Zeit würdest du dann reisen wollen? Und warum? 
Markus Keimel: Ich bin zwar bei Gott niemand, der sagt, dass früher alles besser war. Allein, schon wenn ich an Frauenrechte und ähnliches denke, wird mir übel. Aber irgendwie glaube ich trotzdem, dass die Menschheit zwischen den 60er und 90ern ihren Peak hatte. Diese Zeit zu erleben, wäre vielleicht schon ein Segen. Als Anhänger der Prä-Astronautik, die der möglichen Präsenz außerirdischer Intelligenzen in der Frühgeschichte der Menschheit nachgeht, reizt mich aber auch die Vorstellung, durch vergangene Epochen der Weltgeschichte zu reisen. Vielleicht ließen sich dort Wahrheiten finden, die für mich verdrängte und offene Fragen der Menschheitsgeschichte beantworten würden. 

Das heißt, du glaubst an Aliens?
Markus Keimel:  Ja, das tue ich. Und je seriöser und intensiver man sich mit diesem Thema auseinandersetzt, desto schneller kommt man zum Entschluss, dass es viel abstrakter und übergeschnappter ist, nicht an außerirdisches Leben zu glauben, als umgekehrt. Das Denken vieler Menschen ist leider nicht danach ausgerichtet und trainiert, frei und völlig unvoreingenommen zu sein. Erst kürzlich ist ein grandioser Mensch, Denker und Forscher von unserer Welt gegangen, der sich über fast die gesamte Dauer seines Lebens mit der Frage nach außerirdischem Leben auseinandergesetzt hat: Erich von Däniken. Ich hatte die Ehre, ihn vor einigen Jahren im Zuge einer Lesung in Bayern persönlich kennenzulernen und mich mit ihm darüber zu unterhalten. Ich schicke ihm an dieser Stelle einen lieben Gruß in die Sterne und empfehle jedem Menschen, sich unvoreingenommen mit seinen Fragen und Theorien auseinanderzusetzen. Auch selbst wenn sie nicht wahr sein sollten, so bergen sie doch eine Faszination in sich und auch eine wichtige Botschaft: Nicht allem und jedem das Anrecht auf die absolute Wahrheit zuzusprechen und vermeintlichen Wahrheiten gegenüber immer kritisch zu bleiben. 

Foto Credit: Markus Keimel

Wie wichtig sind dir eigentlich Botschaften, die du über deine Songs vermittelst? Es hat ja doch jedes Lied so seinen thematischen Aufmacher. 
Markus Keimel: Für mich selbst hat die Musik ja auch einen selbstheilenden Sinn. Ich möchte mich auf das Gute besinnen, weil diese Welt der Menschen so schlecht ist. Ich möchte, dass meine Lieder deshalb wertvolle und gute Inhalte vermitteln, die ich selbst fühle, die aber auch andere Menschen gut nachempfinden können. Die Songs sollen ein bisschen den Charakter eines Trostpflasters haben. Für mich und auch für andere. Ich möchte, dass meine Lieder einen an der Hand nehmen und Hoffnung schenken. Nicht nur im musikalischen Sinne, sondern eben auch im inhaltlichen. 

Wie kommt es eigentlich zu der Stilrichtung, die du mit deiner Musik jetzt pflegst? Du hast in der Vergangenheit ja auch andere Genres bedient. (Zur Anmerkung: Rock, Metal, Elektro)
Markus Keimel: Ich bin musikalisch in einer Umgebung sozialisiert worden, wo es nur cool war, wenn es laut ist und ordentlich auf die Glocke haut. Da zieht man gezwungenermaßen irgendwann mit. Im Inneren hatte ich als Musiker damit aber nie so richtig Freude. Selbst in meinen härtesten Zeiten habe ich mehr Balladen als „harte Nummern“ geschrieben. Das ist wohl auch eine Wesensfrage. Ich habe Songs früher sogar für Bands umarrangiert, sodass sie in härterem Gewand umsetzbar waren. 

Es hat im Grunde einfach seine Zeit gedauert, bis ich, ich selbst werden durfte und damit auch gelernt habe, dass ich das machen darf und soll, was einen auch wirklich ausmacht. Ich bin eben ein Gefühlsmensch. Ein Friedensstifter und Harmoniebringer. Ein hypersensibles Wesen. Ein Fühler und Denker. Deshalb möchte ich auch nur noch Musik machen, die diese Seite von mir zum Titelbild hat. So Dinge wie Metal haben in keiner Weise mehr eine stimulierende Wirkung auf mich. Irgendwo betrachte ich das aus heutiger Sicht auch bereits mehr als Jugendkultur, die mir in ihrer Ausdrucksweise nicht mehr zusagt. Das mag ein wenig verbohrt klingen, aber ich empfinde wie ich eben empfinde. 

Wurdest du in deinem Leben dann auch oft missverstanden? 
Markus Keimel: Das Gefühl habe ich ehrlich gesagt schon, ja. Ich war aber auch immer ein Sonderling, der nicht so wie die Mehrheit tickte. Das begann schon als Kind, wobei ich dazusagen muss, dass ich auch nicht die leichteste Kindheit hatte und auch schon deshalb ein eher stiller und sehr sensitiver Mensch war. Mehr als andere. Auch später in der Jugendzeit, wo ich vermehrt damit begonnen habe Lyrik zu schreiben, oder Jazz und Klassik anderer Musik vorzog, wurde ich mehr und mehr als stranger Typ wahrgenommen. Ich wollte auch nie Teil einer Szene sein, weil das für mich auch nichts anderes als eine Uniformierung ist, die andere ausschließt und dich nur akzeptiert, wenn du dich gleich kleidest und dasselbe hörst. Ich war auch immer ein system- und gesellschaftskritischer Mensch, der ein eigenes Weltbild vertreten hat. Solche Dinge führen unweigerlich dazu, dass Menschen sich schwer damit tun, einen zu verstehen. Die Herde akzeptiert keine Einzelgänger. Das ist auch irgendwo das trügerische an dieser Gesellschaft. Sie sagt wohl, sei du selbst, wenn dies allerdings wirklich zu einer eigenständigen Persönlichkeit führt, wirst du eher ausgeschlossen, als akzeptiert. 

In einem Posting hast du erwähnt, dass du gerade an einem Kinderbuch arbeitest? Wie kommt es dazu und worum wird es darin gehen? 
Markus Keimel: Das ist tatsächlich ein lang ersehnter Traum, den ich mir gerade erfülle. Ich habe sehr früh in meinem Leben zu lesen begonnen und die ersten nennenswerten Abenteuer in Büchern erlebt. Ich möchte dieses Erlebnis mit eigenen Geschichten an junge Menschen weiter schenken. Da ich immer schon eine große Faszination für Fantasie hatte und auch das Schreiben zu einem professionellen Handwerk entwickeln konnte, ist das nun mich für wirklich etwas Besonderes. Was mir aber dabei auch sehr wichtig ist, ist das Weitergeben einer Botschaft, die jungen Menschen einen Zugang zu den schönen und wichtigen Dingen des Lebens vermitteln soll. Zur Story selbst kann ich noch nichts Tiefgehendes verraten, außer, dass es sich um eine wirklich wunderschöne Fantasy-Geschichte handelt, die ich gerne selbst in meiner Kindheit gelesen hätte. 

Dein letzter Roman „Das bewegte Leben des Pierre Trandel“ war ein psychologischer Roman mit sehr viel Tiefgang und Poesie. Hast du auch noch andere Literatur dieser Art in Arbeit? 
Markus Keimel: Da wären wir schon wieder bei viel Fantasie. Ich habe nämlich einen ausgesprochen umfangreichen, äußerst heftigen Fantasy-Roman für Erwachsene in Arbeit, der bereits zu einem Drittel fertiggestellt ist. Auch dieses Buch wird sehr viel Tiefgang haben. Sehr tief sogar. Es spielt in einem kühlen, tristen Mittelalter-Setting. Von der Größe und Bedeutsamkeit ist das für mich wohl in literarischem Sinne, was Der Herr der Ringe für das Leben Tolkiens war. Wann ich diesen Roman allerdings vollends fertigstellen und veröffentlichen kann, ist für mich noch nicht absehbar. Das wird schon noch zwei bis drei Jahre dauern, denke ich. 

Du veröffentlichst deine Musik nicht etwa unter einem Künstlernamen, wie das viele tun. Warum eigentlich? Und weil es dazu passt: Hast du eigentlich einen Spitznamen? 
Markus Keimel: Ich mache mittlerweile nur noch Dinge, die ein ernsthafter Teil meines Ichs und meines Lebens sind und mich ungeschminkt als den Menschen abbilden sollen, der ich bin. Ich bin keine Kunstfigur und möchte das auch nicht sein. Bei Projektnamen und ähnlichem hätte ich daher das Gefühl, mich hinter irgendeiner Aufmachung zu verstecken und zu verleugnen. Ich möchte authentisch sein und dazu gehört für mich, dass ich das, was ich mache, auch unter meinem echten Namen tue. 

Spitznamen trage ich heutzutage keine mehr. Ich finde meinen Namen auch in Ordnung. Menschen, die mich aber noch aus meiner Jugendzeit kennen, sprechen mich nach wie vor mit „Mäx“ an: Das ist mein Spitzname aus alten Tagen, den ich aber sehr gerne mag.

Foto Credit: Markus Keimel

Markus, lass uns eine kleine Fragerunde spielen, bei der du zwischen zwei Dingen entscheiden musst. 

Was warst du: Klassenbester- oder Klassenclown? 
Weder noch. Lernfaul und kritisch, aber klug. Lustig, aber sicher kein Clown. 
Laut oder leise? 
Leise, gerne auch wirklich still. 
Gitarre oder Gesang? 
Gesang, weil es noch individueller und intimer ist.   
Chaos oder Struktur? 
Struktur. Fast alles braucht seine Ordnung, um sich vollends entfalten zu können. 
Studio oder Bühne?
Studio. Ich liebe es mehr, zu erschaffen, nicht unbedingt das Schaffen wie eine lebendige Jukebox wiederholend aufzuführen.  
Text zuerst oder Musik zuerst?
Musik zuerst. Sonst wäre es die Vertonung von Text.  
Frühstück oder Abendessen wichtiger?
Ohne Abendessen ist machbar, ohne Frühstück hingegen, geht gar nichts.   
Duschen vor dem Aufstehen oder nach dem Aufstehen? 
Ohne Morgendusche verlasse ich das Haus nicht einmal im Ausnahmefall!  
Kochen oder bestellen? 
Ich koche gerne. Ab und an bleibt eine Bestellung aber nicht aus. 
Dusche oder Bad? 
Dusche. Ein Bad ziehe ich nur bei winterlichen Erkältungen vor, was zum Glück aber sehr selten vorkommt.  

Gemeinsam mit deiner Lebenspartnerin (Künstlerin Mara Kornschober) bist du regelmäßig auf Comic Conventions, da sie dort ja ihre Kunst ausstellt. Hast du auch ein Faible für Comics beziehungsweise sammelst du etwas?
Markus Keimel: Ich finde Comics grundsätzlich klasse! Ich lese gerne alte Spiderman- oder Batman-Comics vorm Schlafengehen, weil es eine gute und gesunde Alternative zum Screen ist und mich bei all der Hirnarbeit entspannt und entschleunigt. Die Comics, die ich lese, sind allesamt aus den 80er Jahren und damals unter dem Ehapa-Verlag erschienen. Leider sind die meisten Verfilmungen ziemlich mies aus meiner Sicht, da sie den Charme der Comic-Welt nicht beibehalten, sondern einfach die Story in eine langweilige reale Welt übertragen. Ab und an gelingt das, wie zum Beispiel beim ersten Joker-Film mit Joaquin Phoenix. Ansonsten liebe ich noch die Batman Animated Series aus den 90ern. Das ist wirklich großes Kino! 

Zum Sammeln: Das ist bei mir normalerweise nicht so ein großes Thema, da ich bei Gott kein materialistischer Mensch bin. Eine kleine Ausnahme gibt es aber doch. Ich sammle nämlich tatsächlich Action-Figuren aus meiner Kindheit, da die, die ich damals hatte, aus einer Leihe niemals mehr zurückkehrten. Meine großartige Frau schenkt mir zu feierlichen Anlässen immer wieder die ein oder andere, die sie aus der ganzen Welt bestellt. Das ist großartig und sorgt immer wieder einmal für einen schönen kurzen Moment Kindheit.  

Markus, welche Musik hörst du aktuell? Kannst du eine Top 5 an Songs oder Bands nennen?  
Markus Keimel: Ich höre wirklich viel unterschiedliche Musik aus den unterschiedlichsten Genres. Zu meinen aktuellen Top 5 Songs gehören diese: 
The Connells: 74-’75
Naughty Boy: la la la
Sixpence None the Richer: There she goes
Tahiti 80: 1000 times
Coldplay: Don’t Panic 

Wie entstehen deine Songs eigentlich? Ist das voll durchgeplant oder passiert das spontan? 
Markus Keimel: Das ist mitunter das Schönste am Songwriting, dass es immer und ohne Ausnahme gänzlich spontan passiert. Es ist vielmehr ein Zustand, wo sich das tiefste Innere mit dem Instrument verbindet und aus dem Nichts, völlig gedankenlos und ungesteuert plötzlich Melodien und Lieder entstehen. Ich verstehe bis heute nicht, wie das zu erklären ist. Es passiert einfach. Und ich liebe nichts mehr! 

Was war dein erstes großes Konzert als Zuseher? Was war dein erstes Konzert als Musiker? 
Markus Keimel: Mein erstes nennenswertes, großes Konzert war Iron Maiden in Wien, die damals mit dem Album „Brave New World“ auf Tour waren. Ich war sechzehn oder siebzehn Jahre alt und entsprechend war das dann auch ein wunderschönes Erlebnis. Zu dieser Zeit hat mir diese Musik sehr viel bedeutet. 

Mein erstes Konzert als Musiker selbst hatte ich bereits zwei oder gar drei Jahre davor im Grazer Orpheum gespielt. Dort waren um die sechshundert Leute vor der Bühne. Das war ganz schön aufregend. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich im Warteraum hinter der Bühne stand, und am Zweimonitor Fußball guckte, um mich ein wenig davon abzulenken. Dann ging es raus und die erste Show begann. Gott, war ich nervös! Das Shirt, dass ich damals trug, habe ich glücklicherweise noch immer im Schrank. 

Welches Shirt war das? 
Ein hellblaues Black Panthers Shirt. Das war eine Skateboard-Kugellager-Marke, die in den Neunzigern ziemlich angesagt war.  

Weil du immer wieder von Liebe sprichst und singst. Was bedeutet sie für dich und wie würdest du Liebe definieren? 
Markus Keimel: Liebe ist, wenn es dein innerer Wunsch ist, dass dem anderen etwas Gutes widerfährt und du bereit bist, derjenige oder das zu sein, dass das erwirkt. Gutes zu wollen. Liebe ist zwar mittlerweile ein inflationär verwendeter Begriff, aber immer noch der Grundbaustein unserer Existenz und fortschrittlichen Zivilisation. Liebe ist kein Heilmittel gegenüber Hass, aber sie ist ein probates Mittel, wenn es darum geht, dem Bösen ein Feind zu sein. Ich sehe nichts über der Liebe und werde immer jemand sein, der dafür einsteht.  

Was kannst du uns über den nächsten Song sagen, den du veröffentlichen wirst? Wie lange wird es dauern, bis wir wieder Neues zu hören bekommen? 
Markus Keimel: Ich befinde mich gerade wieder im Prozess der Vorproduktion und habe mehrere Lieder in der engsten Auswahl und ich kann euch sagen, dass ich leide wie nur was. Denn das ist mitunter das Schrecklichste für mich: sich für einen Song zu entscheiden! Alle in meinem Umfeld werden verrückt gemacht, einzelne Passagen werden hunderte Male durchgekaut. Ein einziger Zirkus. Ich werde diese Entscheidung aber bald schon treffen müssen, da ich noch im Februar mit den Recordings beginne. Ich denke, im Mai dürften wir uns dahingehend wieder unterhalten können und darüber fachsimpeln, ob meine Entscheidung eine Gute war. Ich freue mich darauf. 

Danke Markus! Wir wünschen dir alles Gute auf allen weiteren Wegen! Möge die nächste Single noch erfolgreicher sein. 
Markus Keimel: Liebe für euch und euer tolles Magazin! Und Danke für das Gespräch. Ich freue mich im Übrigen immer wieder über neue Freunde und Abonennten auf Youtube und Social Media. Bis bald! Euer Markus! 

Foto Credit: Markus Keimel

Dieser Artikel wurde am: 2. Februar 2026 veröffentlicht.

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