Ultima Ratio Fest live in Geiselwind (11.10.2025, Musichall)

Die Musichall in Geiselwind war am 11.10. prall gefüllt – das Ultima Ratio Fest lockte die Metalheads mit vier Bands, die unterschiedlicher kaum sein könnten nach Geiselwind. Von progressivem Death Metal über Folk-Einflüsse bis hin zu Melodic Metal war eine große Bandbreite dabei.

Den Anfang machten lotunn aus Dänemark. Ohne ihren eigentlichen Frontmann Jón Aldará, dafür mit Toursänger Morten Bering Bryld am Mikro, lieferten die Progressive Death Metaller eine beeindruckende Show ab. Bryld meisterte die gewaltige Aufgabe mit Bravour – seine gesangliche Range von düsteren Growls bis zu emotionalen Clean-Vocals ließ kaum vermissen, dass er nicht der Stammsänger ist. Die technische Finesse der Dänen legte ein solides Fundament für den Abend.

Equilibrium lieferten mein persönliches Highlight des Abends. Eine gute halbe Stunde pure Energie – die Münchner prügelten ihren Sound mit einer Wucht durch die Halle, die sofort zündete. Mitreißend, kompromisslos und mit einer Bühnenpräsenz, die keine Pause zuließ. Die Stimmung kochte gut hoch und bot durch die Setlist hindurch einen guten Mix aus ihren Klassikern. Von „Blut im Auge“, über „Renegades“ bishin zu neuen Songs von und mit dem neuen Frontsänger Fabi.

SOEN traten mit minimalistischer Bühne und melancholischem Progressive-Metal auf. Ein starker Kontrast zu Equilibriums Partystimmung. 
Sänger Joel Ekelöf überzeugte absolut stilsicher und die Band setzt auf Atmosphäre statt Ekstase. Die Setlist, geprägt vom Album „Memorial“, bot harte Riffs, ruhige Momente und das eine oder andere Solo zum reinfühlen. Das Publikum reagierte begeistert, wenngleich zurückhaltender.

Den Abschluss machten Dark Tranquillity, die ihr 1995er Zweit-Werk „The Gallery“ feierten – 30 Jahre und kein bisschen leise. Tatsächlich war der Sound vielleicht für eine größere Venue ausgelegt, denn die Musik war ordentlich laut. Neben der stark vom Jubiläumsalbum inspirierten Setlist überzeugte wie immer der charismatische Frontmann Mikael Stanne, dessen Growls wie gewohnt gut sitzten.Die Band schaffte den Spagat an dem Abend von alten Songs, die etwas weniger vom Publikum gefeiert wurden, bishin zu neuesten Stücken aus „Endtime Signals“. Fast schon ikonisch beendeten die Schweden den Abend mit „Misery’s Crown“, der einfach immer zündet. So blieb am Ende ein Saal voller applaudierender Fans zurück, als der letzte Ton erklang.

Nachbericht und Fotos von Marco Liske.

Dieser Artikel wurde am: 15. Oktober 2025 veröffentlicht.

FOTOS von Ultima Ratio Fest

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