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Veröffentlicht am: Mai 6th, 2019 | durch Florian Puschke

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Nachwuchs-Pause: Kitty In A Casket

Kitty in a Casket machen Pause für ein New Kitty in a Craddle.

„Die Jugend von heute ist … “ … „Waren wir das nicht auch?“

So oder so ähnlich laufen bestimmt viele Diskussionen in Elternhäusern ab.

Gerade wenn bei Kindern eine bestimmte Phase durchlaufen wird, fragt man sich als Elternteil vielleicht Dinge wie „habe ich denn alles richtig gemacht“ oder auch „Wir hätten mehr mit ihnen unternehmen müssen“.

Und gerade bei dem „Wir hätten mehr mit ihnen unternehmen müssen“ muss ich sagen, dass ich in den letzten Jahren etwas festgestellt habe, was mir vorher gar nicht bewusst war.

Auch wenn die Konzerte in Clubs immer kleiner werden, immer weniger Leute auf diese Konzerte gehen, ja die Musikindustrie krank geworden ist, so keimt doch etwas Hoffnung auf, denn immer mehr sehe ich Kinder auf Konzerten von Bands, die ich schon seit 20 Jahren (oder länger) höre.

Nicht nur bei den großen Festivals, nein erst letztens wieder bei WIZO, Slime und ZSK.

Mit großen Ohrstöpseln und noch größeren Augen, was denn da auf der Bühne abläuft.

Und das macht ein wenig Hoffnung!

Denn vielleicht wächst hier doch eine Generation von Menschen nach, die nicht nur bei Spotify irgendwelche Playlisten hört, sondern die schon in jungen Jahren um die Größe eins Live-Erlebnisses weiß und schon als Kind gespürt hat, was und wie gut gemachte Musik bewegen kann.

Kitty In A Casket – Sticks & Stones

Interessant, ja beinahe noch interessanter finde ich den umgekehrten Ansatz.

Menschen, die das Rampenlicht gewohnt sind, vor vielen Menschen auftreten, von Fans um Selfies gebeten werden, Autogramme schreiben und tausende von Selfies mit und für Fans gemacht haben. Sie legen plötzliche eine Pause ein, weil sie Eltern werden. Und auch das macht Hoffnung!

Im alltäglichen allwahnsinnigen Berufsalltag eigentlich schon normal – diese Elternzeit. Doch ist es das im Rock`n`Roll Business auch? Genau das gilt es mal herauszufinden.

Derzeit in Elternzeit befinden sich Kitty und Billy Langheiter der Band Kitty in a Casket.

Nach 10 Jahren Proberaum, Studio, Tour, Promo, … haben Kitty und Billy ihre Rollen als Bandmitglieder von Kitty in a Casket eingetauscht und wickeln nun ihr im Dezember geborenes Baby. Ob beim Wickeln hierbei Kitty in a Casket Songs geträllert werden, weiß ich nicht genau. Aber dass diese, zumindest hier und da, leise gesummt werden, das kann ich mir schon gut vorstellen.

Genug Material wäre sicherlich da, denn die Band verfügt über in 10 Bandjahren ordentlich gewachsene Discografie.

2009: Horror Express
2011: Back to Thrill
2013: Bittersweet
2016: Kiss & Hell
2017: Rise!

Diese bis dato fünf Studioalben wurden von Kritikern und Fans gleichermaßen wohlwollend bewertet und ja, ich gebe zu, auch ich höre die Alben der Österreicher, deren Musik zum Teil dem Pop, dem Rock, dem Punk’n’Roll, dem Horror Genre, oder auch dem Psychobilly zugeordnet wird, gerne.

Diese Alben zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie durch einen gewissen Pop-Anteil eine große Eingängigkeit erhalten.

Hierzu abwechslungsreiche Musik sowie eine tolle Stimme der Sängerin Kitty Casket und fertig sind Ohrwürmer, denen allesamt eine große Eigenständigkeit zugesprochen werden kann.

Vielleicht ist dies auch der Grund, warum Kitty in a Casket sicher längst mehr sind als nur ein Geheimtipp.

Kitty In A Casket – Cold Black Heart

Auch wenn Songs mit Titeln „In Blood We Trust“, „Best Before Doomsday“, „Bloodlust“ usw. vielleicht eher erschrecken (man muss dies ja nicht unbedingt im Kindergarten übersetzen, während Knecht Ruprecht an die Tür klopft und „Hoh Hoh Hoh“ ruft), muss man der Band zugestehen, dass diese es verstehen, über diese Themen Ohrwürmer zu schreiben, die sicher bis aufs Blut Lust darauf machen, die Scheiben dieser Band dann doch öfters zu hören.

Welches ist denn das beste Kitty in a Casket Album“ mag vielleicht von jemand die Frage kommen und wenn diese (oder dieser) dann die Worte „Alle“ erhält, vielleicht mit dem Kopf schütteln.

Aber die Aussage kann man gerne so stehen lassen, denn von 2009 an verstehen es die Österreicher ihre Songs so aufzubauen, dass diese zwar einen hohen Widererkennungswert besitzen aber auch auf längere Zeit nicht langweilig wirken.

Und das ist auch gut so, denn ein wenig müssen wir uns noch mit den bisherigen Veröffentlichungen begnügen.

Da nun erst mal eine Pause im Hause Kitty ansteht.

Ob ihr Töchterchen ein kleines Kitty in a cradle wird, werden wir sie im bald erscheinenden Interview sicher nicht fragen. Auch nichts über den Erziehungsstiel von Kitty und Billy.

Denn hier bin ich mir ziemlich sicher, dass die keine Kitty schon bald auf den großen Konzerten ihrer beiden Eltern zugegen sein darf und sicher wird sie ein wenig stolz auf ihre Mama und ihren Papa sein.

„Back to Thrill“ gibt es dann erst wieder in der Pubertät!

Doch dann werden sich Kitty und Billy sicher entspannt zurücklehnen und vielleicht sogar denken „So richtig Bittersweet, die Kleine!“

Sicher wird es aber noch deutlich vor der Pubertät des süßen Nachwuchses mit Kitty und Billy in der Band so weiter gehen, dass sie in den „Horror Express einsteigen“ und jede Menge „Kiss & Hell“ für das Publikum parat haben.

Und dieses Publikum wird, wie ihr kleines Töchterchen, mit den beiden und der Band weiterwachsen.

„Rise!“ sozusagen!

Wir jedenfalls freuen uns, euch schon bald ein frisches Interview mit Kitty und Billy frisch, fromm (ähhh, ja), fröhlich und frei präsentieren zu dürfen.

Und falls ihr Fragen an die beiden habt, nur raus damit (als Kommentar hier drunter oder noch besser als E-Mail an info@toughmagazine.de). Wir bauen eure Fragen gerne in ein Kitty in a Casket-Faninterview mit ein.

Nur nicht schüchtern sein. Kitty beißt nicht…

Homepage:
www.kittyinacasket.com

facebook:
www.facebook.com/kittyinacasket

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Über den Redakteur

Florian Puschke



Ein Kommentar zu Nachwuchs-Pause: Kitty In A Casket

  1. Avatar Preussenzicke says:

    Herzlichen Glückwunsch an die frisch gebackenen Eltern. Wann können wir denn mit neuen Konzerten rechnen und werdet ihr auch mal im Land Brandenburg sein in Deutschland?

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