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Konzertberichte

Veröffentlicht am: September 19th, 2018 | durch Florian Puschke

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Thirty Seconds To Mars (Freiburg, 27.08.2018)

Keine geringeren als Thirty Seconds To Mars beehrten uns im Rahmen der „Monolith Tour“ während ihrer Europareise mit einem Stopp in Freiburg und wir waren für euch live vor Ort. Die Alternativ Rock Bank um Allrounder Jared Leto überzeugte bisher durch ihre Vielfältigkeit. Auch wenn einige den Härteren Sound vermissen, zogen sie mit ihrer neuen Scheibe „America“ alle in den Bann.

Im Vorprogramm erwarte uns eine Rock Band aus England die derzeit in aller Munde ist. Don Broco ist derzeit kaum noch irgendwo wegzudenken und bringen mit ihrem Sound wirklich jeden zum Tanzen.  Eine gute halbe Stunde mit bestens ausgewählten Stücken wie „Come Out to LA“ oder „T-Shirt Song“ brachten selbst die eingefleischten Thirty Seconds to Mars Fans ins Staunen. Für meinen Geschmack die beste Wahl als Vorband, die im Gesamtbild wie die Faust aufs Auge passte.

Den Auftritt der Herren aus Los Angeles fieberte ich persönlich ganz besonders hin, da es schon ein Weilchen her ist und die Band seit kurzem in schmalerer Besetzung auftritt. Tomo Milicevic, der die Band jahrelang als Gitarrist unterstützte, widmet sich anderen Dingen und Thirty Seconds To Mars besteht offiziell aus Jared Leto und seinem Bruder Shannon Leto. Stevie Aviello, der seit einigen Jahren mit der Band unterwegs ist und Thirty Seconds To Mars als Gitarrist, sowie Stimmlich begleitet, machte live ebenso einen guten Auftritt und harmonierte sehr.

Auch wenn die Bühnenshow Hauptsächlich Jared Leto in den Vordergrund rückte, gab es mit einem Solo von Bruder Shannon Leto ein Highlight, auf welches die Fans jahrelang hin gefiebert hatten. „Remedy“ einer der Songs aus ihrem aktuellen Album, ist der erste offizielle Song, der Shannon Leto von seinen Drums ans Mikro zieht. Die Performance war sehr schlicht und zuckersüß herübergebracht. Man hätte fast meinen können, er ist sich nach all den Jahren auf der Bühne unsicher und schloss während des Songs die Augen.  Jared Leto hingegen der seit Jahren im Rampenlicht durch unzählige Auftritte und diversen Filmrollen steht, lieferte eine 1a Show ab. Stimmlich, sowie er jeden einzelnen Satz herübergebracht hat, ist einfach grandios und es gibt keinen einzelnen Punkt zu bemängeln.

Der Mix aus neuen und alten Songs passte hervorragend und mit einem weiteren Highlight des Abends, brachte Jared Leto mich sogar zum Weinen. Der Song „Hurricane“ aus dem Album „This is War“ ist einer meiner absoluten Lieblingssongs und brachte mich damals unteranderem der Band und der „Echelon-Community“ näher – auch ein paar sehr persönliche Erlebnisse verbinde ich hiermit. Noch nie hatte ich also diesen Song jemals live gehört und rechnete auch an diesem Abend überhaupt nicht damit.

Das es mir schon ein wenig peinlich war, dass einer meiner früheren Idole mich in diesem Moment sah, kann vielleicht jeder nachvollziehen, andererseits dürfte es einen Sänger doch glücklich machen, dass man sich mit dem ein oder anderen Song so stark identifiziert, dass es einem Nahe geht. Zu einem nicht so sentimentalen Moment des Abends, gab es auch für eine Besucherin einen ganz besonderen Abend. Über die Leinwand wurde ein Video abgespielt, indem Jared Leto höchstpersönlich sich ein Kinderzimmer eines Fans genauer unter die Lupe nahm. Sehr süß, dass er sich sogar auf einem ihrer Poster mit einer Botschaft verewigt hat – endete damit, dass der überglückliche Fan auf der Bühne ihre Idole in den Arm nehmen konnte.

Auch wenn Herr Leto im Song „Do or Die“ die deutsche mit der belgischen Flagge verwechselte, gab es an diesem Abend keine negativen Reaktionen. Im Großen und Ganzen war es ein sehr unterhaltsamer und toller Abend, der obwohl er in einer Arena stattfand, sehr familiär herüberkam. Zum Abschluss gab es einen der bekanntesten Songs „Closer to the Edge“ mit ganz viel Konfetti und freudestrahlenden Menschen auf der Bühne. Hut ab, dass Thirty Seconds To Mars noch immer die Mengen hellauf begeistern und ein breit gefächertes Publikum bieten. Wir freuen uns auf mehr!

Konzertbericht von Nessa

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Florian Puschke



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