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Konzertberichte

Veröffentlicht am: Dezember 3rd, 2018 | durch Florian Puschke

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Nachbericht: „Never Say Die!“-Tour (24.11.2018, Leipzig)

Der Felsenkeller lud am 24.11.2018 zum Abschluss der Never Say Die!-Tour ein und wir waren für euch vor Ort um ein paar Eindrücke einzusammeln. Das Line-Up der diesjährigen Never Say Die!-Tour klang vielversprechend und lockte einige Fans hervor. Neben Being as an Ocean und Northlane sorgten auch Alazka, Casey, Polar, Currents und Thousand Below für unvergessliche Abende.

Den Auftakt des Abends machten pünktlich Thousand Below. Die Post Hardcore-Band aus San Diego stimmte die Besucher ordentlich ein. Auch wenn sich gegen 17:30 Uhr die Location erst langsam füllte, waren alle Anwesenden bereit zu feiern und hatten sichtlich Spaß. Der Felsenkeller selbst ist sehr praktisch gebaut und war so ausgerichtet, dass sich während der Show an zwei Bars die Getränke geholt werden konnten, sowie ein separater Bereich für jegliches Merch, welche Stände aber ebenfalls mit Sicht auf die Bühne ausgerichtet waren – so konnte man rund um die Uhr von allen Seiten beruhigt die Show ansehen und nebenbei die Bands, die man feiert, unterstützen.

Currents, die zweite Band des Abends, war eine derjenigen, auf die ich mich riesig freute. Ich habe die Jungs bereits einmal live erlebt und war sofort hin und weg – auch wieder an diesem Abend. Currents lieferten einen klasse Auftritt ab und begeisterten nicht nur mich. Mit „Night Terrors“ – einem meiner Lieblingssongs, beendeten Sie ihren Part und machten die Bühne frei für mein nächstes persönliches Highlight, Polar.

Polar ist eine meiner absoluten Lieblingsbands, die ich bereits unzählige Male live gesehen habe. Daher fällt mir ein Vergleich zu vorherigen Shows immer sehr leicht. Von der Energie und Power, die von der ersten bis zur letzten Sekunde übermittelt wurde, war nicht nur ich hellauf begeistert. Die Jungs lieferten wie gewohnt eine tolle Show ab und präsentierten unter anderem ihren neuen Song „Drive“. Als die sympathischen Herren dann noch einen ihrer Klassiker „Blood for Blood“ spielten, gab es im Felsenkeller kein Halten mehr.

Mit Casey hingegeben gab es im direkten Anschluss, etwas nachdenklicheren Sound, der vor allem die weiblichen Besucher sehr begeisterte. Auch wenn ich mit Casey nach einem erneuten Auftritt noch immer nicht warm geworden bin, war es ein gelungener Auftritt, der stimmlich echt top war. Auch das Outfit von Frontmann Tom, der recht gemütlich unterwegs war, war mir sympathisch und brachte mich zu der Überlegung, wieso dieser Trend nicht für die Zukunft eingeführt wird? Ich würde gerne nicht nur beim Einkaufen meine kuschelige Schlafanzughose tragen – warum nicht auch auf Konzerten?

Die nächsten Künstler an dem Abend waren Alazka und ich muss zugeben, gespannt auf den Auftritt gewartet hatte. Ihr aktuelles Album „Phoenix“ ist eines der von mir meistgehörten Alben und enthält kein einziges Lied, was in meiner täglichen Playlist ausgelassen wurde. Ich muss zugehen, als Alazka begonnen haben, war mir klar, keiner der anderen Bands wird diese Show überbieten können – und so war es dann auch! Alazka war für mich mit großem Abstand die beste Band des Abends und brachten mich sogar dazu für einen Moment zu vergessen, dass ich im Fotograben stand und ich mich erwischte, wie ich für mehrere Sekunden da stand und einfach mitsingen musste. Woher diese Jungs ihre extreme Power nehmen, wird wahrscheinlich an der Leidenschaft zur Musik liegen. Ebenso an der Harmonie unter den Bandmitgliedern. Kasim und Tobi harmonieren sehr gut auf der Bühne und dieser Auftritt wird noch lange zu einem meiner Highlights der Recklinghausener zählen.

Mit Northlane wären wir schon beim vorletzten Act des Abends angelangt und auch bei einem sehr besonderen. Nothlane’s Musik ist einfach pure Kunst. „Colourwave“ ist einer meiner Lieblingssongs, der einen live jedes Mal in eine andere Welt transportiert. Auch die Art, wie Northlane uns ihre Songs rüberbringen ist immer ganz besonders – allein schon durch die Lichtshow zu ihren Songs. Ich freue mich wirklich immer, wenn ich weiß, sie beehren uns in Deutschland. Mit Being as an Ocean neigte sich die Never Say Die!-Tour dann langsam dem Ende zu. Being as an Ocean lieferten gekonnt eine gute Show ab, die stimmlich richtig klasse war. Joel, der Frontsänger war auf Kuschelkurs und machte die Fans happy, indem er 40 % an der Absperrung und sich zu 60% in der Menschenmenge aufhielt. Dass er seine Fans liebt, merkt man ihm an. Ebenso die Tatsache, wie begeistert er jedes Mal ist, wenn ihm textsichere Fans gegenüberstehen und den Tränen nahe sind, ihr Idol so nah vor sich zu haben. Auch wenn es nicht selbstverständlich ist, ist Joel von Being an an Ocean eine der einzigen Sänger, die so gern mit dem Publikum feiern und auch keinen Kontakt scheuen. Hut ab für diesen Mann, der nicht nur ein gutes Herz hat, sondern auch die pure Leidenschaft in seinen Augen trägt.

Im Großen und Ganzen war es ein sehr schöner Abend in einer super Location. Sie war zum Schluss hin schon knackig voll und dampfig, doch man hatte genug Platz um alles zu genießen. Für einen Tour Abschluss nochmal soviel Leidenschaft von den einzelnen Bands zu erleben, spricht auch dafür, dass das Line-Up sich untereinander gut verstanden hat. Allein schon, wenn man bedenkt, wie einzelne Bandmitglieder bei anderen Auftritten zusahen und sich teilweise auch beim Stagediving oder hin fiebern seitlich der Bühne beteiligt haben. Wir sind schon gespannt, was uns im nächsten Jahr geboten wird und freuen uns auf die Ankündigungen!

Bericht von Nessa

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Florian Puschke



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