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Konzertberichte impericom-2015-nachbericht

Veröffentlicht am: Mai 13th, 2015 | durch Florian Puschke

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Festivalbericht: Impericom Festival 2015

Was gibt es schöneres als ein Festival mit diversen guten Bands an einem langen Wochenende bei schönstem Wetter? Nicht wirklich viel, also stand auch dieses Jahr ein Besuch des Impericon Festivals an. Schliesslich war ja auch noch ein Geburtstag zu feiern, das Festival hatte nämlich seine fünfte Auflage und fand nun zum vierten Mal auf dem Agra-Gelände in Leipzig statt.

Da allerdings kein Festival ohne Verspätung bei mir ablaufen kann kam ich leider erst zur dritten Band, Adept, in die Halle, die schon zu diesem frühen Zeitpunkt ( andere Leute essen um die Zeit mal grade zu Mittag ) sehr gut gefüllt war. Adept machten einen guten Job, allerdings hab ich die Jungs auch schon besser gesehen. Danach kam eine der Bands, auf die ich mich mit am meisten gefreut habe, nämlich Carnifex. Und wurde bitter enttäuscht. Nicht weil die Jungs keinen Bock hatten oder so, nein, der Sound war so schlecht abgemischt dass man Scott Lewis zwar die Lippen bewegen sah, aber vom Gesang so gut wie nichts hörte. Leider zog sich das auch bei Obey The Brave weiter hin, so dass ich doch erstmal das Festival-Gelände erkundete. Und was das Impericon dort wirklich auszeichnet sind echt faire Preise. 0,4 Liter Bier für 3 Euro, veganes Gyros mit Nudeln 4 Euro, Pommes 3 Euro. Für ein Festival sind das verdammt gute Tarife.

Da Emmure absagten und dafür dann We Butter The Bread With Butter spielten und direkt davor Thy Art Is Murder dem Festival-Publikum zeigen wollten was Australier unter Metal verstehen, zog es mich dann aber wenig später wieder in die Halle. Und obacht, der Sound wurde besser. Thy Art is Murder zogen das ab was sie wirklich gut können, ein Deathcore/Death-Metal-Gemisch der besonderen Art. Die Jungs spielen am 11.05. dann wieder in Leipzig, dieses Mal im Four Rooms, was auch ein Konzert der Extraklasse werden könnte, da ins Four Rooms vielleicht hundert Mann vor die Bühne passen.

Danach kam We Butter The Bread With Butter, die eine verdammt kurze aber gute Show spielten und das Publikum wirklich gut abging und sich die Seele aus dem Leib sprangen, tanzten und moshten. Gut gemacht, und die Songs, die vom neuen Album präsentiert wurden, hörten sich allesamt geil an.

Being As An Ocean hab ich mir dann nicht angetan, da das wirklich absolut nicht meine Musik ist. Dafür gabs dann nen echt geilen veganen Hotdog und ein bissl Gechille in einem kleinen Zelt draussen wo ein DJ K.I.Z.,Electro und Klassiker wie „Last Resort“ von Papa Roach auflegte. Hat er gut gemacht, die Menge war begeistert.

Danach kam dann der Auftritt von Whitechapel. Grundsolide, man hörte genau das was man hören wollte, allerdings war der Sound wieder mega beschissen. Mega beschissen ging es dann auch weiter, mit den Deez Nuts. Allerdings nicht wegen dem Sound, sondern wegen einem ganz finsteren Auftritt. Ich finde dass sich die Stimme von JJ doch live absolut kacke anhört und leider haben es Deez Nuts geschafft ihren schon schlechten Auftritt vom Endless Summer 2014 noch zu überbieten. Das geht definitiv besser.

Das es danach besser weiter ging war mir fast klar, schliesslich kamen danach Stick To Your Guns. Ein absoluter Kracher, das Publikum gab sowas von Gas und diverse Menschen kamen doch lädiert aus dem Mosh Pit zurück während sehr viele Menschen sich die Sache aus luftiger Höhe anschauten, es wurde crowdgesurft, aber deluxe. War aber alles nur ein gutes Vorspiel für den besten Auftritt einer Band auf dem ganzen Festival, nämlich den von Madball.

Freddy stand gefühlt keine Sekunde still auf der Bühne, der Sound war endlich mal richtig gut abgemischt. Mitts und Hoya Roc gaben an den Gitarrengas und Mike Justian hat getrommelt als wenn er nen Bombenhagel auslösen will. Das war Hardcore wie ich ihn liebe. Keine Kompromisse, knapp 45 Minuten gabs musikalisch und im Mosh Pit auf die Fresse. Ich hoffe die Deez Nuts haben sich das angeschaut, da haben sie in jeder Sekunde was lernen können.

Nach ein paar Minuten durchatmen gabs dann Suicide Silence. Der Auftritt auf dem Impericon war der erste, den ich von den Jungs gesehen hab, seit dem tragischen Tod von Mitch Lucker.  Und Nachfolger Eddie Hermida machte echt n verdammt guten Job. Ich muss sogar sagen dass sein Gesang perfekt zum Sound von Suicide Silence passt. Beim Song „You Only Live Once“ hatte ich dann eine verdammte Gänsehaut.

Als vorletzte Band des Abends kam dann The Ghost Inside. Das Publikum ging ab, die Band hatte Spaß und so soll es sein. Ich finde die Musik der Band jetzt nicht so pralle, deswegen ein wenig weniger Begeisterung bei mir.

Aber das große Finale kam ja noch: Caliban. Und die Hütte wurde abgerissen. Gefühlte 4000 Menschen von den 5000 Konzertbesuchern gaben alles, ein rieisger Circle Pit um das Mischpult wurde gestartet und auf der Bühne rissen die Ruhrpott-Metalcore-Dudes von Caliban alles ab. Ein perfektes Ende für ein wiedermal rundum gutes Festival.

Als Schlusswort kann ich echt nur sagen dass Impericon wieder mal mit dem Festival in Leipzig einen verdammt guten Job gemacht hat. Zum fünften Mal ausverkauft, eine wirklich feierwütige Crowd, faire Preise, gute Bands und sanitäre Einrichtungen, die man selbst fünf Minuten vor Festivalende noch sauber vorfand. Nur am Sound müsst ihr arbeiten!

Wir sehen uns 2016 auf dem Impericon Festival VI !!

Festivalbericht von Mümmelmann

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