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Konzertberichte

Veröffentlicht am: Februar 11th, 2019 | durch Florian Puschke

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Behemoth (01.02.2019 – Große Freiheit, Hamburg)

BEHEMOTH  plus AT THE GATES | Live am Freitag 1. Februar 2019

Black Metal aus Polen  trifft auf Melodic Death Metal aus Schweden


Schwarz gekleidete Gestalten stürmen schon am frühen Abend in die Große Freiheit. Eine lange Schlange am Eingang macht das Warten bei den eisigen Temperaturen nur noch spannender. Das Konzert ist restlos ausverkauft. Ist man erst einmal drinnen, bleibt der Winter entspannt draußen. Die Große Freiheit 36 ist prall gefüllt und es herrschen eher Saunaverhältnisse.

Gerade mal  18:35 Uhr und die 2. Hauptband AT THE GATES steigt gleich powervoll ein. Das Publikum ist wie gebannt bei der Sache. Die Schwedentruppe hat die Lage musikalisch voll im Griff.

Auch Songs aus ihrem aktuellen Album „To Drink From The Night Itself“ erschienen am 18.5.2018 via Century Media Records werden von den Fans richtig gut abgefeiert. Eine ganze Stunde vergeht wie eine melodische Musikreise von Hamburg nach Göteborg. Nach einer kurzen Umbauphase wird es dann richtig unheimlich.

Die Spannung steigt in die Höhe. Es wird dunkel. Das Publikum bewegt sich kaum von der Stelle und wartet aufgeregt auf die polnischen Ungeheuer. Ein durchsichtige schwarzer Vorhang spannt über die Bühne gefolgt von  düsteren Klängen, ein mysteriöses umgedrehtes Kreuz – Bühne frei für die Headliner BEHEMOTH!

Energisch betreten die Herren der Finsternis mit dem ersten Song “Solve“ aus ihrem aktuellen Album „I Loved You At Your Darkest„, erschienen am 5.10.2018 via Nuclear Blust, die Bühne.

Die Fans jubeln – der Frontmann Nergal spricht immer wieder zum Publikum und motiviert sie umso mehr. Die Atmosphäre ist optimal, die Stimmung musikalisch auf dem Höhepunkt. Hohe Rauchwolken, brennende Flammen, wechselnde Bühnen Outfits und optische Reize , verbinden Musik mit Theater. Ein rundum gelungener Konzertabend, der schon um 21:10 Uhr endet – mitten auf dem Kiez! Wer nicht genug hat, kann noch bis in die Puppen weiterfeiern.

Und das sagt BEHEMOTH’s Frontmann Nergal über den Titel  des 11. Studioalbums  – „I Loved You At Your Darkest“. Der Titel erscheint ungewöhnlich für eine Black Metal Band, vor allem für BEHEMOTH, deren letztes Album mit „The Satanist“ betitelt war und der Ursprung dieses Titels ist noch überraschender als die Worte selbst. “Das ist ein Vers aus der Bibel”, erklärt Nergal. “Tatsächlich hat das Jesus persönlich gesagt. Dass wir von BEHEMOTH es also als Grundlage für unser Album nutzen ist ein Sakrileg ohnegleichen.”

Gotteslästerung ist nichts Neues für BEHEMOTH. Über die letzten 27 Jahre hinweg haben sie sowohl in Sachen Black Metal als auch in Puncto Blasphemie die Latte um einiges höher gelegt. Während diese anti-christlichen Ansichten fast schon  gewöhnlich erscheinen, soweit es die meisten anderen Bands betrifft, bedeutet sie für BEHEMOTH eine leider sehr reale Bedrohung der persönlichen Freiheit der einzelnen Mitglieder. Schon oft wurden sie von der Regierung ihres Heimatlandes, Polen, zahlreicher „Verbrechen“ beschuldigt, wie zum Beispiel 2007 das Zerreißen einer Bibel live auf der Bühne während eines Konzerts.

Konzertbericht von Fadime

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Über den Redakteur

Florian Puschke



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