<

Interviews trink-und-singgemeinschaft-2015

Veröffentlicht am: September 3rd, 2015 | durch Florian Puschke

0

Trink- und Sing-Gemeinschaft: Sänger/Gitarrist Willi im Interview

Die Trink- und Sing-Gemeinschaft hat ihr Debütalbum veröffentlicht. Wir sprachen mit dem Sänger und Gitarristen Willi über die Songs, die Entstehung und Fussball!

Hey Willi, wobei erwischen wir dich gerade?
Willi: Mensch Flo, ich habe mir die Beantwortung des Interviews so oft vorgenommen und wieder verworfen, dass ich Dir jetzt ein ganzen Katalog schreiben könnte. In der Tat ist es gerade so, dass ich mir ein zwei Vasen gegönnt habe, die TSG Scheibe höre und mich dann das schlechte Gewissen gepackt hat.

Du hast mit der TSG (Trink- und Sing- Gemeinschaft) ein neues Projekt am Start. Wie kam es dazu?
Willi: Na wie kam es dazu? Das Übliche, Bier getrunken, dusselig gequatscht und dann: „Mensch woll´n wa mal, nix Ernstes, nur mal so?“ , fast so, wie auch Familien gegründet werden.

Das Debütalbum, welches selbstbetitelt ist, habt ihr vor Kurzem veröffentlicht. Wie liefen die Arbeiten im Studio?
Willi: Unsere „Studios“ waren der Oxo86-Proberaum für Schlagzeug und Chöre, den Rest haben wir in Romans Arbeitszimmer aufgenommen. Die Aufnahmen haben sich ein knappes Jahr hingezogen, da wir zum Einen in anderen Musikformationen eingebunden sind und somit Zeit ein kostbares Gut ist und zum Anderen, weil fast alles über Kumpels, wie Maik Jason, Micha Ritter oder auch Robert „Panz“ Panster, von uns lief, die für uns ihre Freizeit opferten.

Sonst waren sie teils chaotisch, doch überwiegend entspannt. Ferner waren die Aufnahmen ursprünglich nur für den engsten Freundeskreis vorgesehen. Diese wurden aber dann beim Abmischen von Mal zu Mal besser, so dass wir uns dann entschlossen, doch an die „Öffentlichkeit“ zu gehen. Dafür verkauften wir unsere Seelen als auch Körper an Oi! The Nische, Sunny Bastards und Steeltown Records…..

Wie läuft das Song,- und Soundwriting bei euch ab?
Willi: So ein Songwriting ist wie ein Hausbau. Ich baue das Haus, schreibe also den Text, setze mich mit der Gitarre hin und nehme ihn auf, das Haus steht also. Dann schicke ich den Song an die Junx , die hören sich das an und gestalten bzw. beziehen dann ihre Zimmer in diesem Haus. Meistens beziehen sie gleich ihre Zimmer und manchmal werden wir auch nochmal innenarchitektonisch tätig.

Gib uns einen kleinen Einblick in die Songs!
Willi: Meine Güte, was soll ich da schreiben?! Grundsätzlich geht es in unseren Liedern um Fußball von Fußballliebhabern für Fußballliebhaber. Uns geht es in erster Linie um den Fußball an der Basis, weil wir uns selbst dort sehen und das demzufolge auch unsere Erlebniswelt ist. Würde man Fußball mit Musik vergleichen, dann fühlen wir uns mit denen verbunden, die nicht hörig am Radio kleben und sich diktieren lassen, welchen Sound sie zu hören haben, sondern ihre eigene Musik hören bzw. machen, fernab von dem, was ihnen die breite Öffentlichkeit als gute Musik oder eben als guten Fußball suggeriert.

Trink- und Sing-Gemeinsschaft – Medley

Es geht sehr viel um den Fußball – bist du ein leidenschaftlicher Fan, den man auch im Stadion antrifft? Oder spielst du selbst sogar Fussball?
Willi: Bis auf Lachi, unseren Schlagzeuger, spielen wir alle mehr oder weniger aktiv, bzw organisiert Fußball. Steffen unser Basser und ich trainieren bei der Ü35 von der TSG Einheit Bernau und spielen natürlich auch bei Ataxie-Bernau-United, wo neben vielen anderen unserer Kumpels auch Roman unser Mann an der Ukulele mitspielt.

Sonst sind wir in der glücklichen Lage, mindestens zweimal im Jahr ein Stadtderby erleben zu dürfen, nämlich TSG Einheit Bernau vs. FSV Bernau, so dass für uns das Zuschauen immer auch eine große Rolle spielt!

Viele Musiker starten ein Nebenprojekt, um dort all das rauszulassen, was sie in der „Hauptband“ nicht können/sollen/dürfen – ist das bei dir auch so oder ist es eher eine Herzensangelegenheit?
Willi: Letzteres trifft zu. Wie schon gesagt, die TSG ist eigentlich als kleiner Zeitvertreib gedacht. Dass die Resonanz so positiv und umfassend ausfiel überraschte uns selbst. Und ehrlich gesagt, hätte ich dann auch die Finger davon gelassen, da ich mit Oxo86 voll und ganz zufrieden, als auch ausgelastet bin.

Welche Konzerte stehen in naher Zukunft bei euch an?
Willi: Wir haben für den Rest des Jahres ein bis zwei Sachen in Planung. Zum einen ist ein Konzert mit Marcy von Clash-City-Records in Babelsberg geplant und zum anderen, na wir kiecken mal.

Kommen wir noch kurz zu Oxo86 – arbeitet ihr an neuem Material? Wie ist da der Zwischenstand?
Willi: So ist es, wir arbeiten am Akustikalbum, was gleichzeitig eine kleine „Best of“ wird. Ferner werden auf dem Album ein neues Stück, sowie eine zu hören sein. Wenn´s gut läuft, sind wir Ende des Jahres fertig.

Vielen Dank, die letzten Worte gehören natürlich dir!
Willi: Alles klar, vielen Dank für Dein Interesse Flo! In diesem Sinne: Gruß mit Blues! Eure TSG

Interview von Florian Puschke im August 2015

Tags: , , , , , , , , , ,



Über den Redakteur



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Aufwärts ↑