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Interviews the-detonators

Veröffentlicht am: August 18th, 2013 | durch Florian Puschke

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The Detonators im Interview

Mit „My World“ hat die serbische Band The Detonators ihr neues Album veröffentlicht! Tough Magazine sprach mit dem Sänger und Gitarristen Aleks!
 
Hey! Bitte stellt euch den Lesern des Tough Magazines vor!
Aleks: Okay, mein Name ist Aleks und ich bin Fan von Pubs&Musik – ausserdem bin ich der Sänger und Gitarrist der Band The Detontators aus Novi Sad, Serbien. Als ein Gründungsmitglied der Band muss ich sagen, dass ich sehr stolz darauf bin, mit meinen Freunden zusammen zu spielen. Sie sind schon mein ganzes Leben an meiner Seite, wir haben aber bis zur Gründung der Band noch nie zusammen Musik gemacht. Bevor The Detonators gegründet wurden, haben wir alle in verschiedenen Punkrock,- Hardcore, Surf/Rockabilly oder Irish-Pub-Bands aus Novi Sad gespielt. Also gibt es nun einen heissen Cocktail aus den verschiedensten Genres.
 
Euer neues Album „My World“ wird am 30.August veröffentlicht. Bitte erkläre: Was ist eure Welt?
Aleks: Ein Platz, an den man flüchten kann von der verrückten Realität, in der wir aufwachsen. Serbien war die Hölle zum aufwachsen in den letzten 20 Jahren. Jetzt ist es auch nicht viel besser! Blind vor lauter Propaganda, nur drei nationale TV-Kanäle, Kriege, Hass, Turbo-Folk-Musik. Man musste sich schon seine eigene kleine Welt bauen, um von der Gesellschaft in Ruhe gelassen zu werden. Auf den Strassen rumhängen, eine neue Band starten, vor dem Marktplatz trinken, lachen, für unsere Rechte aufstehen, mit dem Kopf denken und unsere eigenen Entscheidungen treffen – das hat uns am Leben erhalten. Meine Welt ist meine Gitarre, das Studio, mit der Band auf Tour, ein Bier in der Hand, eine großartige LP in meiner Hand, Freunde an meiner Seite – das alles macht mich glücklich und lebendig.
 
Gib uns einen kleinen Einblick in die Songs.
Aleks: Das erste Video, das wir drehen werden, wird für den Song „My World“ sein. Es hat einen tollen Refrain und bleibt nach dem ersten Hören gleich im Kopf. Viele Songs verbinden wir mit dem Punkrock und wie wir darüber denken. Mein Lieblings-Titel ist „Hang On“, er handelt davon, wie hart es auf dem Weg sein kann, um seine Ziele zu erreichen. Wie es ist, wenn man sich alleine fühlt, aber nicht aufgibt. Und wie es am Ende des Refrains heisst: „Who knows what the day will bring. Just hang on for what you believe“. Unsere Hymne ist „Away From Home“; herumreisen mit allen Freunden, die verschiedensten Orte besuchen macht sehr viel Spaß. Es kann alles passieren, aber langweilig wird es nie – es ist spannend! Von schrottigen Partys bis hin zum übernachten auf Billard-Tischen. Nach so vielen Kilometern möchte man seine Bandkollegen am liebsten umbringen, aber das ist nur ein Teil des Spiels – wir sind wie eine Familie, die umherreist und Dinge erlebt.
 
The Detonators – My World
 
Wer hatte die Idee von dem tollen Artwork?
Aleks: Wir saßen zusammen und haben darüber gesprochen. Die Idee war es, etwas zu zeichnen, was unseren Way Of Life wiederspiegelt und das, was wir lieben. Also habe ich unseren Freund Nenad von der Band Red Union angerufen und ihm erklärt, was er zeichnen soll. Live-Show, Spaß auf der Bühne mit den Fans, auch nach dem Konzert – und auch das Packen der Sachen um zur nächsten Stadt zu fahren. Die Story zu „My World“ behandelt nicht nur uns, sondern auch alle Leute, die uns unterstützen und mit uns trinken. Wir haben versucht, das alles auf das Artwork zu bringen.
 
Im Oktober kommt ihr nach Deutschland um einige Konzerte zu spielen. Freut ihr euch schon darauf?
Aleks: Natürlich! In Deutschland hatten wir bisher eine menge Spaß. Ich habe einige nette Leute aus der Punkrock-Szene in Schwäbisch Gmund getroffen 2007, sie sind heute noch meine Freunde. Sie halfen uns enorm The Detonators etwas bekannter zu machen, ausserdem gaben uns Unterstützung, um den Kontakt zu Destiny Records herzustellen. Betrunkene Nächte, in denen wir uns B.F.D.M. (Brothers From Different Mothers) auf die Shirts oder auf den Körper schrieben. Also wir hatten immer Spaß in Deutschland, haben viele Freunde getroffen und lernen auch immer wieder neue Leute kennen. Und zum Bier muss ich nicht viel sagen, das ist ein Hauptgrund, um überhaupt auf Tour zu gehen. Und Kebabs gibt es ja auch! (Lacht)
 
Ihr kommt ja, wie bereits erwähnt, aus Serbien. Wie ist die Punkrock-Community dort?
Aleks: In Deutschland ist die Community ja gut organisiert und jeder Promoter weiss, wie er seinen Job zu tun hat. In unserer Stadt gibt es viele gute Bands und auch viele Leute, die den Sound unterstützen. Allerdings mangelt es an den Lokalitäten – denn dort wird nur Turbo-Folk gespielt. Die R’n’R-Menschen sind nicht in Ordnung, sie geben dir zwei Bier für die ganze Nacht und wollen, dass du drei Stunden spielst. Das einzige, was wir haben, ist ein besetztes Haus, in dem unsere Freunde ein Jugendzentrum aufgebaut haben, um dem Druck der Städt zu entfliehen. Im Juni wurde dort eingebrochen und alles wurde gestohlen. Nach zwei Wochen Organisation wurde ein Benefiz-Wochenende veranstaltet; wir haben dort auch gespielt. Am ersten Tag kam die Polizei und hat uns alle rausgeworfen. Zum Glück konnten sie uns nicht alle verhaften und so wurde die Veranstaltung fortgesetzt. Es ist also nicht ganz einfach, Konzerte zu organisieren – aber es gibt Leute, die die Situation verbessern wollen.
 
Eure Einflüsse sind Bands wie Rancid, Social Distortion oder The Pogues. Mit welcher Band würdet ihr gerne mal zusammen auftreten?
Aleks: Ich würde am liebsten mit allen zusammensitzen, bis zum Morgen trinken und zusammen Musik machen. Einfach nur die Zeit miteinander verbringen und die Musik-Liebe teilen. Das würde mir persönlich mehr bedeuten, als zusammen ein Konzert zu spielen. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich Social Distortion nehmen.
 
Was sind eure weiteren Pläne?
Aleks: Jetzt wollen wir unser neues Album promoten und bekannt machen, da gibt es eine menge Arbeit. Im September haben wir einige Release-Partys in Serbien und im Oktober spielen wir einige Shows in Europa. Im Dezember kommen wir dann wieder nach Deutschland und auch 2014 gibt es sehr viele Konzerte. Wir stellen das Album in Griechenland, Mazedonien, Slovakei, Deutschland, Spanien, Russland und in vielen weiteren Ländern vor. Und natürlich hoffe ich, dass noch viele The Detonators-Alben kommen werden.
 
Vielen Dank, die letzten Worte gehören euch!
Aleks: Kein Problem, Flo – wir danken dir! Für die Leser: Haltet die Augen auf, unser Album „My World“ erscheint am 30.08.2013 auf Destiny Records. Wir haben uns die Ärsche abgerackert und sind sehr stolz auf das Album. Ausserdem könnt ihr unsere Konzerte besuchen und uns unterstützen, wo und wie ihr könnt. Wir freuen uns immer darauf, neue Leute kennenzulernen und bis dahin wünsch ich euch alles Gute. Grüße!
 
Interview von Florian Puschke im August 2013
 

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