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Interviews

Veröffentlicht am: Mai 26th, 2018 | durch Florian Puschke

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„Rock’n’Rarrr“: Heavysaurus im Interview

Heavysaurus sind die neue Hoffnung am Heavy Metal Himmel. Endlich eine Band, bei der Papa mit Tochter und Sohn mal ordentlich abrocken kann. Zum Release des Albums haben sich die Bandmitglieder Mr. Heavysaurus (Gesang), Riffi Raffi (Gitarre), Komppi Momppi (Schlagzeug), Muffi Puffi (Bass) und Milli Pilli (Keyboards) bereit erklärt, dem Tough Magazine (für einen riesigen Knochen) genau einige Fragen zu beantworten, wobei diese zur Band aber auch zu den Charakteren gestellt werden durften.
Zunächst konnten wir uns mit Christof unterhalten, der Riffi Raffi an der Gitarre verkörpert und ihm einige Fragen stellen!

Heavy Metal und Kostüme. Das ist nicht neu. Warum sind eure Kostüme besser als Starchild, Demon, Spaceman und Catman von KISS?
Christof: Besser als Kiss? Wir lieben Kiss! Also würden wir sowas nie behaupten. Allerdings sind wir größer und  haben coolere Tatzen. Mr. Heavysaurus, Riffi Raffi und die Gang würden allerdings jetzt sagen: „Kostüme? Wieso Kostüme? Wir sehen so aus! Rarrr!“

Eure Songs verbinden die Trademarks aus Metal und „Songs für den Kindergarten“. Wie sind die ersten Reaktionen auf eure in Deutschland Singles?
Christof: Da müssen wir widersprechen. Fast alle Songs sind „richtige“, also „normale“ Metal- und Hardrock-Stücke, die aber kindgerechte Texte haben. Würde man über Wein, Weib und Gesang singen, würde uns allen das nicht weiter auffallen. Es gibt aber zwei Nummern, die tatsächlich eher Kinderlieder sind. So sind sie komponiert.

Die ersten Reaktionen sind gut, und zwar eben genau deshalb: Die Songs machen Spaß, und zwar nicht nur den Kids, sondern auch den Eltern (die nicht ständig Tritratrullala hören wollen). Es ist schwer zu sagen, welche der vier Vorabsingles besser ankommt, aber generell kommt das ziemlich epische „Rarrr“ gut an.

Das Album erscheint im Mai. Wird es eine ausgedehnte Tour dazu geben?
Christof: Wir spielen zunächst mal auf ein paar Festivals, etwa dem Rock Of Ages und dem Werner Rennen. Eine Tour ist für später im Jahr angedacht. Wenn man uns sehen will, kommen wir – ob mit dem Bus oder dem „Raumschiff Juranoid“, müssen wir uns noch überlegen. Wir haben eine richtige Liveband am Start und die will auch raus in die Welt.

17.06.2018, 16 Uhr – Kieler Woche
15.07.2018 – Fiss, Tirol – Mounds 2018
29.07.2018 – Seebronn – Rock of Ages
05.08.2018 – Köln-Deutz – Stadtteil,- und Familienfest
31.08.2018 – Flugplatz Hartenholm – Werner Rennen

Was gefällt den zuschauenden Kindern mehr? Die Show mit den Kostümen oder die Songs?
Christof: Das lässt sich so eindeutig nicht sagen. Zu allererst machen die Songs Spaß, des Weiteren sehen die vier Dinos (und der Drache) natürlich cool aus und machen Quatsch.

Heavysaurus – Die Geschichte von Heavysaurus

Sind die Lieder Teil einer langen Geschichte? Sprich: Wird die Geschichte in den Liedern weitererzählt oder stehen die Songs alle für sich?
Christof: Weder noch: Die Lieder erzählen alle einzeln kleine Geschichten.

Was ist der Unterschied zwischen Rock n Rarrr Musik und Rock n Roll Musik?
Christof: „Rock’n’Rarr Musik“ hat Dino-Power und gefällt vor allem coolen Kids (und ihren Eltern). Vor allem aber gab es in der Geschichte des Rock’n’Roll Chuck Berry bis heute viel weniger grüne Musiker!

Dinosaurier (und ein Drache) altern nicht so schnell. Trotzdem: Wo seht ihr euch in 10, 20, 100 Jahren? Ist auf dem Rockolymp genug Platz für einen Drachen und 4 Dinosaurier?
Christof: Natürlich. Wir sind ja alle Kollegen: Riffi steht auf Malcolm Young, ist aber größer. Muffi steht auf Lemmy, sieht aber besser aus. Und Mr. Heavysaurus huldigt natürlich dem großen Ronnie James Dino… Die Gang selbst würde hier sowieso sagen: „Na klar, wir werden sogar 1000 Jahre älter!“

Tough Tipp: CD-Review „Heavysaurus – Rock’n’Rarrr“

Nachdem wir uns mit Christof unterhalten haben, löcherten wir die Dinos und den Drachen mit unseren Fragen und so konnten sich auch die Charaktere zu Wort melden!

Ihr seid die Metal-Dinos „Mr. Heavysaurus“ (Gesang), „Milli Pilli“ (Keyboards), „Komppi Momppi“ (Schlagzeug), Muffi Puffi (Bass) und der Drachenjunge „Riffi Raffi“ (Gitarre). Könnt ihr unseren Lesern nochmal erklären, warum ihr die Hexe Rupuliina als eure Mama anseht?
Na klar. Wir lagen Millionen von Jahren in unseren Eiern unter dem Zauberberg begraben. Rupuliina hat uns befreit! Die Geschichte steht zum Beispiel auf www.heavysaurus.de:
„Vor 65 Millionen Jahren traf ein gewaltiger Meteorit auf die Erde. Fünf riesige Eier blieben tief in einem Berg Finnlands von der zerstörerischen Explosion verschont. 2009 trafen sich Hexen bei einem großen Unwetter auf diesem Berg, dem Berg der Zauberer. Ein gewaltiger Blitz schlug mitten in den Kreis der Hexen und die vergrabenen Dinosauriereier kamen zum Vorschein. Mit wilden Zaubersprüchen brachten die Hexen die Eier zum Knacken, und aus ihnen schlüpften Heavy-Metal-Dinos.“

Riffi Raffi, du bist der Drachenjunge an der Gitarre. Gibt es einen Lieblings-Riff?
Es gibt so viele großartige Riffs! Riffs sind das beste und wichtigste im Rock’n’Roll. Deshalb wurden sie ja auch nach mir benannt. Oder habe ich wieder irgendwas falsch verstanden? Meine Lieblingsriffs auf „Rock’n’Rarrr Musik“ gibt es in „Kaugummi ist Mega!“, in „Schatzsuche“ und in „Rupuliiina“.

Von unseren menschlichen Kollegen mag ich die Riffs in „Sad But True“ (Metallica), „The King I Was“ (The New Black) und „Rock You Like A Dinosaur“ (Scorpions). Außerdem natürlich alles von Dino Iommi!

Riffi Raffi: Wie findet man mit Drachentatzen die Gitarrensaiten?
Och, man langt halt so hin, da wird schon was Richtiges dabei sein… Vor allem hat man als Drache viel mehr Kraft. Keine Wunder, dass die Riffs so knallen!

Heavysaurus – Schatzsuche

Mr. Heavysaurus: Du bist die Stimme der Band! Hast du auch sonst das Sagen? Oder vielleicht auch mal Angst?
Angst? Niemals. Also bitte. Ich bin ein Tyroannosaurus Rex! Und ich bin hier der Chef. Einer muss die Band ja anführen. Wir ziehen aber alle an einem Strang, wichtig ist eine gute Show und Spaß für unsere Freunde von 3 bis 1000. Streit gibt’s nur, wenn einer backstage das ganze Mammutgulasch wegfuttert…

Mr. Heavysaurus: Welche Metal Songs würdest du gerne mal selber im Studio einsingen und kannst du dir auch vorstellen, neuer Frontmann bei AC/DC zu werden?
Oh, es gibt so viele tolle Metal-Songs! Ein Duett mit Bruce Dickinson bei „The Trooper“ wäre cool. Wir sind etwa gleich gut gekleidet. AC/DC finden wir alle gut, wie man in unserem Song „Yeah Heavysaurus“ hört. Natürlich würde ich mit der Band singen. Ich weiß nur nicht, ob ich eine Kappe wir Brian Johnson tragen sollte.

Riffi Raffi: Wie viele Metal Gitarristen kannst du dich vor Fananfragen sicher kaum retten. Was werfen dir die Fans auf die Bühne?
Die Fans sind viel zu beschäftigt mit Hüpfen, Singen, Springen und Spaß haben. Aber manchmal werfen wir Sachen: Es gibt zum Beispiel Heavysaurus-Gummibärchen. Die sind super (der Drache ist am Leckersten).

Riffi Raffi: Aus der Dinozeit: All eure Verwandten sind verstorben. Ihr seid die Letzten eurer Art. Warum spielt man da fröhlichen Metal und nicht traurigen Blues?
Wir lassen den Kopf nicht hängen! Niemals. Zwar gibt es auch Balladen wie „Rupuliina“ über unsere Mama, aber meistens feiern wir und lassen es fetzen. Das finden die Kids am besten, und wir dann auch. Ist auch ganz schön in der Neuzeit. Man muss nicht immer alles selber jagen…

Heavysaurus – Raumschiff Juranoid

Komppi Momppi: Als Schlagzeuger brauchst du vor allem Muskeln und Kondition. Wie trainiert ein Dinosaurier?
Trainieren? Wieso? Ich bin froh, dass ich auf meine Drums draufhauen kann. Sonst wird mir als Apatosaurus schnell langweilig und ich muss anfangen, Felsen zu rollen. Rollende Felsen… wäre auch ein guter Bandname! „Mr. Heavy, Riffi… ich hab da eine Idee!!!“

Komppi Momppi: Eure Eier lagen im Wizzard Mountain. Dort seid ihr auf die Welt gekommen. Wo lebt ein Heavysaurus heute?
Wir leben im Tourbus! So haben es die großen Metal-Bands der Vorzeit gemacht, so machen die allergrößten Dino-Metal-Bands aus der, äh, ganz frühen Vorzeit.

Muffi Puffi: Bass in einer Dinosaurier-Metall-Band. Hast du da wirklich Millionen Jahre davon geträumt oder wärst du auch lieber mehr im Rampenlicht?
Ich stehe im Rampenlicht! Im Ernst: Wir haben alle einen guten Groove, weil Dino-Metalheads den von Natur aus besitzen, aber ich finde, mit mir groovt das noch mehr. Ich will Spaß haben, und das sieht man auf der Bühne auch.

Muffi Puffi: Was denkst du? Stimmen die Geschichten, die sich die Menschen über die Dinozeit erzählen (Böser Tyrannosaurus, wilde Flugechsen etc.). Oder sind das alles nur Geschichten, um Kindern Angst zu machen?
Och, jeder von uns hat nervige Verwandte. Wir sind nett. Meistens haben wir auch schon gegessen. Vor uns müssen die Kinder keine Angst haben.

Heavysaurus – Yeah, Heavysaurus

Milli Pilli: Du bist ein Ceratopsian-Mädchen – zunächst einmal: Klappt die Essensteilung zwischen den Fleisch,- und euch Pflanzenfressern gut?
Hallihallo! Ich habe dem Management klargemacht, dass in meiner Garderobe das richtige Essen stehen sollte. Sonst kann ich einfach nicht so gut spielen. Das klappt gut. Sollen die anderen doch wieder Mammutgulasch verspeisen.

Milli Pilli: Ich habe gelesen, das du besonders gut im reparieren bist! Wie kann man das verstehen? Technisch und/oder seelisch?
Beides. Riffi hat immer mal wieder Probleme mit irgendwelchen Kabel und wirkt dann immer ganz niedergeschlagen. Ich helfe ihm da gerne. Und Kompii, naja… wie oft der über sein eigenes Schlagzeug gefallen ist, der Riesentollpatsch. Mir fällt es leicht, Dinge wieder richtig zu machen.

Milli Pilli: Kennst du Milli Vanilli? Sind es Verwandte von dir?
Nein. Konnten aber ganz gut tanzen, habe ich neulich in einem Magazin im Tourbus gelesen. Bin aber nicht sicher, ob das modisch noch zu ertragen ist. Mein Blog ist da ja viel mehr up to date!

War es Anfangs schwer für dich, mit deinen Krallen/Fingern die Tasten des Keyboards zu treffen?
Wieso das denn? Wollt ihr etwa sagen, ich habe dicke Finger?

Liebe Heavysaurus. Bevor wir das Interview schließen, würden wir euch noch gerne einige Stichpunkte nennen, zu denen ihr Stellung beziehen dürft.
-Meteorit: Nun ja… macht ganz schön Krach. Obwohl wir ja sogar lauter könnten. Ohne den Meteorit würden wir womöglich immer noch unter dem Zauberberg schlagen. Wie langweilig… auf der anderen Seite: Nach einer langen Tour wünschen wir uns eigentlich nichts anderes.

-Homo Sapiens: Wir lieben unsere Menschenfreunde. Vor allem die kleinen… die haben am meisten Spaß!

-Fred Feuerstein: Den haben wir knapp verpasst, nur ein paar Jahrtausende.

-Ötzi: Tut uns leid, dass der immer so komische Schunkelmusik machen muss. Oder meint ihr etwa Urzeitrocker, den man gefunden hat? Hätte der Arme doch nur zur richtigen Zeit unter dem Zauberberg gelegen statt in Südtirol. Hätte ein guter Tourmanager sein können.

-Tough Magazine ist…: herzlich eingeladen zur unseren Shows! Die Daten stehen hier: www.heavysaurus.de/live

Vielen Dank für dieses Interview. Die letzten Worte gehören euch …
Rock’n’Raaaaarrrrrrrrr!

Interview von Thorsten im Mai 2018

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Florian Puschke



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